Verkäufe näherten sich in den USA nach iPhone-4S-Start an führendes Android an - Zahlen noch ohne Rekord-Dezember
Nach mehreren Monaten minimalen Wachstums haben die iPhone-Verkäufe im vierten Quartal 2011 in den USA wieder stärker zugelegt. Das geht aus aktuellen Zahlen des Marktforschers NPD hervor, die auf der CES in Las Vegas präsentiert und von Cnet veröffentlicht wurden. Android-Smartphones und iPhone liefern sich einmal mehr ein Kopf-an-Kopf-Rennen.
Anstieg von 26 auf 43 Prozent
In den Monaten Oktober und November ist die Verbreitung von iOS auf dem Smartphone-Markt laut NPD-Zahlen von 26 Prozent im dritten Quartal 2011 auf 43 Prozent gestiegen. Die Anteile von Android sind von 60 Prozent auf 47 Prozent zurückgegangen. Windows Phone 7 und der Vorgänger Windows Mobile stagnieren bzw. verzeichnen leichte Verluste. BlackBerry-Hersteller RIM hat seit einem Jahr kontinuierlich Anteile einbüßen müssen.
IPhone-4S-Push
Ein generelles Abflauen des Android-Booms kann aus den Zahlen jedoch nicht abgeleitet werden. Zum einen ist der starke Anstieg bei iOS gegen Ende des Jahres auf die Einführung des iPhone 4S zurückzuführen, das erst später im Jahr als die Vorgängermodelle vorgestellt wurde.
Schwung neuer Androiden erwartet
Andererseits sind in den Zahlen noch nicht die Rekordverkäufe von Dezember enthalten. Wie zuvor berichtet, wurden am ersten Weihnachtsfeiertag 3,8 Millionen Android-Geräte und 3,1 Millionen iOS-Geräte aktiviert - wobei hier Smartphones und Tablets zusammengefasst sind. Der Trend könnte sich in den kommenden Monaten wieder umkehren, zumal derzeit auf der CES in Las Vegas und Ende Februar auf dem Mobile World Congress in Barcelona ein Schwung neuer Android-Smartphones mit dem aktuellen System 4.0 Ice Cream Sandwich hinzukommt.
Zwei-Systeme-Herrschaft
Was die Zahlen derzeit am deutlichsten zeigen, ist, dass Google und Apple den Smartphone-Markt in den USA aktuell unter sich aufteilen. BlackBerrys folgen auf dem dritten Platz mit lediglich sechs Prozent. Nokia, das nun mit Windows-Phone-Modellen vor allem den US-Markt erobern will, hat hier eine harte Nuss zu knacken. (br/derStandard.at, 11.1.2012)