Merkel und Lagarde

Griechen und Krise am Tapet in Berlin

11. Jänner 2012, 08:44

Die deutsche Bundeskanzlerin und die IWF-Chefin trafen am Dienstag in Berlin zusammen, um über die Krise zu sprechen

Berlin - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und IWF-Chefin Christine Lagarde haben am Dienstagabend bei einem Treffen in Berlin über Wege aus der Schuldenkrise in der EU beraten. "Außerdem ging es um die Situation in Griechenland und die bevorstehende nächste Mission der Troika in Athen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert nach Abschluss des Treffens im Kanzleramt. Details zum Inhalt der Gespräche nannte er jedoch nicht. Lagarde war am Mittag bereits mit Finanzminister Wolfgang Schäuble zusammengetroffen.

Bei dem Gespräch mit der Kanzlerin dürfte es zum einen um die Frage gegangen sein, unter welchen Bedingungen der IWF der Auszahlung der nächsten Finanztranche an das hochverschuldete Griechenland zustimmen kann. Zum anderen haben die Europäer dem IWF bisher rund 175 Milliarden Euro zusätzliches Kapital zugesagt, damit der Währungsfonds seinerseits angeschlagenen Euro-Staaten im Notfall neue Kreditlinien zur Refinanzierung zur Verfügung stellen kann.

Offenbar ging es in dem Gespräch Merkels mit der früheren französischen Finanzministerin aber auch um die Frage, wie die Wettbewerbsfähigkeit der Euro-Staaten gestärkt werden kann. "Die Bundeskanzlerin und die IWF-Chefin bekannten sich beide erneut zu dem Ziel, Wachstum und Beschäftigung in Europa nachhaltig zu stärken", sagte Seibert. Bereits am Montag hatten Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy betont, dass mehr Wachstum in den Euro-Staaten Priorität haben müsse. (APA/Reuters)

kurti von kuhnewald1
02
11.1.2012, 08:51
sprecht es doch endlich aus:

mehr INFLATION ist das rezept der stunde. wenn wir mit dem euro weitermurksen wollen, geht es gar nicht anders.

Karl Krammer
00
11.1.2012, 12:37
Zeit wird's

Inflation wird seit 4 Jahren angemahnt, aber jetzt rächt sich, daß die Gewerkschaften über Jahre hinweg demontiert wurden und sich selbst demontiert haben und deswegen die Interessen der Kapitalbesitzer und Rentner die von Arbeitnehmern und Kleingewerbetreibenden dominieren. Der Weg in die Rentnergesellschaft führt aber in die Depression, denn die Wirtschaft kann nur funktionieren, wenn es den Arbeitnehmern gut geht. Daß 20-30% Arbeitslosigkeit "gut" ist, das sehen aber nur die Rentner so.

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