Die deutsche Bundeskanzlerin und die IWF-Chefin trafen am Dienstag in Berlin zusammen, um über die Krise zu sprechen
Berlin - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und
IWF-Chefin Christine Lagarde haben am
Dienstagabend bei einem Treffen in Berlin über Wege aus der Schuldenkrise in der
EU beraten. "Außerdem ging es um die Situation in Griechenland und die
bevorstehende nächste Mission der Troika in Athen", sagte Regierungssprecher
Steffen Seibert nach Abschluss des Treffens im Kanzleramt. Details zum Inhalt
der Gespräche nannte er jedoch nicht. Lagarde war
am Mittag bereits mit Finanzminister Wolfgang Schäuble zusammengetroffen.
Bei dem Gespräch mit der Kanzlerin dürfte es zum einen um die Frage gegangen
sein, unter welchen Bedingungen der IWF der Auszahlung der nächsten
Finanztranche an das hochverschuldete Griechenland zustimmen kann. Zum anderen
haben die Europäer dem IWF bisher rund 175 Milliarden Euro zusätzliches Kapital
zugesagt, damit der Währungsfonds seinerseits angeschlagenen Euro-Staaten im
Notfall neue Kreditlinien zur Refinanzierung zur Verfügung stellen kann.
Offenbar ging es in dem Gespräch Merkels mit der früheren französischen
Finanzministerin aber auch um die Frage, wie die Wettbewerbsfähigkeit der
Euro-Staaten gestärkt werden kann. "Die Bundeskanzlerin und die IWF-Chefin
bekannten sich beide erneut zu dem Ziel, Wachstum und Beschäftigung in Europa
nachhaltig zu stärken", sagte Seibert. Bereits am Montag hatten Merkel und
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy betont, dass mehr Wachstum in den
Euro-Staaten Priorität haben müsse. (APA/Reuters)