Der Ex-Gouverneur von Massachusetts erhielt 38 Prozent der Stimmen - Konkurrenten Paul (23 Prozent) und Huntsman (17 Prozent) dahinter
Manchester - Der US-Republikaner Mitt Romney ist der Präsidentschaftskandidatur gegen Barack Obama einen großen Schritt näher gerückt. Bei der zweiten Vorwahl im Bundesstaat New Hampshire konnte er sich mit klarem Vorsprung gegen seine Konkurrenten durchsetzen. Nach der Auszählung von 95 Prozent der Stimmen hielt der Ex-Gouverneur von Massachusetts bei rund 39,4 Prozent der Stimmen, berichteten mehrere TV-Sender übereinstimmend.
Auf dem zweiten Platz landete demnach der Kongressabgeordnete Ron Paul (22,8 Prozent), auf dem dritten Platz der ehemalige Gouverneur von Utah, Jon Huntsman (16,8 Prozent). Dahinter lagen Ex-Repräsentantenhaussprecher Newt Gingrich (9,4 Prozent) und Ex-Senator Rick Santorum (9,3 Prozent).
"Obama gescheitert"
"Das ist die Nacht, in der wir Geschichte gemacht haben", rief ein demonstrativ triumphierender Romney seinen Anhängern in Manchester zu. Bei der US-Präsidentenwahl im November "geht es um die Seele Amerikas". Obama bezeichnete er als einen gescheiterten Präsidenten, der abgelöst werden müsse. Romney hatte bereits die erste Vorwahl vor einer Woche in Iowa knapp gewonnen.
Romney ist in seiner Partei aber nicht unumstritten. Vielen Anhängern der Republikaner ist der ehemalige Gouverneur des Bundesstaats Massachusetts nicht konservativ genug. Vor allem die streng religiösen Christen an der Basis lehnen den Mormonen ab. Allerdings gilt er wegen seiner Erfahrung als Unternehmer als aussichtsreichster Kandidat in einem direkten Duell mit Obama, da die Wirtschaftskrise den Wahlkampf dominieren dürfte.
Ron Paul will nicht aufgeben
Paul, ein extrem libertärer Kandidat, der für einen weitgehenden Rückzug des Staates eintritt, machte deutlich, dass er das Rennen nicht aufgeben will. "Es kommt nicht in Frage, die Dynamik, mit der wir begonnen haben, jetzt abzubrechen", munterte er seine Anhänger auf. Man werde Romney auf den Fersen bleiben. Er forderte den sofortigen Rückzug der US-Truppen aus anderen Ländern. Die USA könnten es sich nicht mehr leisten, "Weltpolizist" zu sein.
Auch Huntsman machte klar, dass er weitermachen werde. "Der dritte Platz ist ein Ticket, mit dem man weiterfahren kann", sagte er. Er werde bei der nächsten Abstimmung am 21. Jänner in South Carolina antreten.
Favorit auch in South Carolina
Newt Gingrich, der frühere Präsident des Abgeordnetenhauses, kam den Angaben zufolge lediglich auf zehn Prozent der Stimmen. Auch der streng Konservative Rick Santorum, der vor einer Wochen in Iowa noch Zweiter geworden war, erreichte nur zehn Prozent. Rick Perry, Gouverneur von Texas, landete mit einem Prozent abgeschlagen auf dem letzten Platz.
Romney gilt Umfragen zufolge auch bei den nächsten Jänner-Vorwahlen in South Carolina und Florida als Favorit. Auch in landesweiten Umfragen liegt er vorn. Mit einer Vorentscheidung für den Kandidaten der Republikaner wird aber derzeit erst am "Super Tuesday" Anfang März gerechnet, wenn auf einen Schlag in mehreren US-Staaten abgestimmt wird. Gekürt wird der Kandidat dann Ende August beim Parteitag in Florida.
Insgesamt gibt es 50 Vorwahlen, bis die Republikaner bei ihrem Parteitag im Sommer offiziell ihren Präsidentschaftskandidaten aufstellen. Die Präsidentenwahl findet am 6. November statt. Einer jüngsten Umfrage zufolge würden sich derzeit 48 Prozent der Wähler für Obama und 43 Prozent für Romney entscheiden. (APA, Reuters)
Erst am kommenden Dienstag will er seinen Rückzug offiziell bekanntgeben und dann Mitt Romney unterstützen - Hatte bisher nur zwei Vorwahlen gewinnen können
Die Suche nach einem geeigneten Kandidaten für die Vizepräsidentschaft der Republikaner ist voll angelaufen. Der Betreffende soll vor allem keinen Schaden anrichten und Mitt Romney nicht mit seinem Glanz überstrahlen.
Ich wünsche den Amerikanern, einen Präsident wie Dr. Ron Paul, der Amerika wieder auf einen rechtlichen Weg bringt und vor allem der Verfassung wieder mehr Gültigkeit verschafft, denn alle anderen Kandidaten sind doch ansonsten nur die Schow, fürs "dumme Volk". Wir habens gesehen, als George Soros bei den letzten Wahlen, mit seinen Rechtsanwälten die Wahl in Florida abbügeln konnte, um seinen Kandidat Obama durchzubringen, obwohl die Vorwahlen von H. Clinton sonst gewonnen worden wären, also einen Lobbyisten Präsident, oder mit den Worten von Dr. Webster Tarpley: " The man from the banks, with the banks, by the banks". Dr. Ron Paul will auch ein Weltübel zumindest überprüfen, also die Federal Reserve Bank, die ansonsten weiterwüten kann. DZ
Die größte Blamage gab es gestern abend in NH ja für den Präsidenten (darüber wird natürlich hier nichts berichtet): Gerade mal rund 82 % der Demokraten stimmten für ihn, obwohl er nur "No-Names" als Gegenkandidaten hatte.
Wenn Obama schon die eigenen Leute in NH in so großer Zahl nicht wollen, siehts im Hinblick auf die Hauptwahl sehr gut für Mitt Romney in NH aus. Er lag in den bisherigen Umfragen ja auch jetzt schon meist vorne gegen Obama.
Da es ebenfalls im Artikel nicht erwähnt wird bleibt auch noch anzumerken, dass Mitt Romney der erste republikanische Präsidentschaftskanidat seit 36 Jahren ist, der die ersten beiden Vorwahlen gewann. Soviel zum Thema Mitt Romney sei ein "schwacher Kandidat".
Obama hat in NH im Gegensatz zu Clinton 1996 und Bush 2004 kaum organisiert (in Iowa schon).
Un Clinton kam 96 auch nur auf magere 84%, konnte dann New Hampshire in der Hauptwahl aber gewinnen.
Und Bush kam 2004 überhaupt nur auf 79%.
Also für die Hauptwahl ist es nicht aussagekräftig, obwohl Obama mit Romney als Kandidat in New Hampshire wohl eher keine Chance haben dürfte - wenn man den letzten Umfragen trauen kann.
Trauen Sie eigentlich immer der allerletzen Umfrage als Prognose für Ereignisse in einem Jahr?
Schließlich haben Sie ja auch felsenfest an eine Nomierung Cains geglaubt und ich meine Sie waren auch derjenige, der eine Niederlage Romneys gegen Obama schon 2009 aufgrund einer damaligen Prognose, vorausgesagt hat...
Also: 38% - ein starker, hoffnungsvoller Kandidat; 82% - ein intern umstrittener Verlierer;
Es wundert mich sowieso warum hier im standard-forum immer Wahlkämpf für ausländische Wahlen betrieben wird, zumindest über die Distanz könnte man doch von langweiliger Stimmungsmache weggehen und zumindest eine Meinung kundtun, wenn schon keine Informationen. Stattdessen wird hier versucht, eine Meinung als objektives Faktum darzustellen und mit Zahlen zu belegen. So sieht eine Meinung aus:
Ich halte Romney nach Huntsman von den Reps für den akzeptabelsten Kandidaten. Ich halte dennoch viel, viel mehr von Obama.
Bush hatte 2004 weniger Prozent aber mehr Stimmen als Obama heuer. Big deal...
Sowas interessiert auch eher nur den Herrn Glasperlenspieler - was sagt der eigentlich zum (für jeden der was davon versteht) erwarteten Einbruch von Obamas Job Approval Rating im RCP Avg?
Romney wird sich bei Gingrich bedanken können, daß der alte Grantler die Bain Sache jetzt schon gebracht hat. Dadurch ist das in der Hauptwahl kalter Kaffee.
Eine ähnliche Situation hatte Obama mit der Rev. Wright Sache: ist relativ früh hochgekommen, er hat's sehr souverän gekontert und damit war's dann später mehr oder minder vom Tisch.
Nach der letzten CBS News Poll vom 09.01. fuehrt Romney 47% zu 45%. Wobei dieser genau wie alle anderen von einer knappen Entscheidung ausgehen! Doch die Republikaner werden aller Wahrscheinlichkeit nach die Hausmehrheit behalten und vielleicht den Senat kippen (Montana, Nebraska & North Dakota koennen als Pick Up Kanditaten gesehen werden, wobei nur Scott Brown's (der jedoch beachtlich viel Geld gesammelt hat) Sitz bei den Republikaner gefaehrdet ist. Ein landslide Obamas ist weit und breit nicht in Sicht!
ist allerdings irrelevant.
die swing states neigen im moment eher zu obama. und schon das heisst derzeit nix, weil es weder kandidaten noch wahlkampf gibt.
http://www.electoral-vote.com/
Schon mal an die Möglichkeit gedacht, dass einige Demokraten einfach nur in den rep. Vorwahlkampf eingreifen wollen?
Die erste Vorwahl war de facto ein Unentschieden und es ist nicht schwer sich durchzusetzen, wenn sich die anderen Kandidaten gegenseitig die Stimmen wegnehmen...
Soweit als es kein Caucus sondern eine closed primary war, ist es kein Unsinn, denn der einzige Formalakt, den jemand machen muss um Wählen zu können ist sich bei der Wahlkommission als Republikaner zu deklarieren - ist die einzige Vorraussetzung - im Gegensatz zur Open Primary wo jeder wählen kann, sowohl Reps, Dems und Inds
New Hampshire hat aber auch keine geschlossenen Vorwahlen, also prinzipiell wäre das durchaus möglich gewesen.
(Nicht registrierte) Demokraten haben gestern auch mehrheitlich für Huntsman gestimmt. Inwiefern das Romney schaden soll?
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.
Alle Rechte vorbehalten. Nutzung ausschließlich für den privaten Eigenbedarf. Eine Weiterverwendung und Reproduktion über den persönlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet.
Bitte geben Sie eine E-Mail-Adresse an.
Aktualisierung Ihrer E-Mail-Adresse
Ihre aktuelle und korrekte E-Mail-Adresse ist Voraussetzung für alle Benachrichtigungen, die Sie von derStandard.at erhalten (z.B. Antworten auf Ihre Postings, Hilfe bei vergessenem Passwort). Zusätzlich werden Sie Ihre E-Mail-Adresse künftig für das Login benötigen.
Daher bitten wir Sie um eine kurze Überprüfung und Bestätigung Ihrer E-Mail-Adresse. Ihre E-Mail-Adresse wird dadurch nicht für Dritte sichtbar!
Die von Ihnen angegebene E-Mail-Adresse ist bereits mit einem anderen Account verknüpft. Bitte geben Sie eine andere E-Mail-Adresse an.
Diese E-Mail-Adresse ist leider ungültig. Bitte verwenden Sie eine dauerhafte E-Mail-Adresse!
Eine E-Mail-Adresse kann nicht für mehrere Accounts verwendet werden!
Aktualisierung Ihrer E-Mail-Adresse
Danke für die Bestätigung Ihrer E-Mail-Adresse. Es wurde ein Bestätigungslink an die angegebene Adresse gesendet.
Aktualisierung Ihrer E-Mail-Adresse
Ein unbekannter Fehler ist aufgetreten. Die E-Mail konnte nicht gesendet werden. Bitte versuchen Sie es noch einmal.