Auf der Straße sind die Männer in der Überzahl

10. Juni 2003, 11:05
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Wien ist als Großstadt Brennpunkt obdachloser Menschen - Man spricht von 500 bis 1000 Personen

Wien - Die Zahlen, wie viele Männer und Frauen als obdachlos in die Statistiken eingehen, schwanken. Das hängt auch damit zusammen, wer als "obdachlos", "wohnungslos" oder "Sandler" angesehen wird und ob er oder sie Betreuungsangebote in Anspruch nimmt. Der überwiegende Teil, nämlich 85 Prozent der Betroffenen, sind Männer.

In Linz spricht man von 30 bis 40 "akut Obdachlosen", also Menschen, die weder eine eigene Wohnung haben noch in einer Notschlafstelle nächtigen.

In Eisenstadt registriert man vereinzelt Menschen ohne Unterkunft in den Sommermonaten. Dabei handelt es sich oft um Asylwerber, wird berichtet. In Innsbruck hat man im vergangenen Winter keine Obdachlosen gezählt, aber man betreut übers Jahr 100 Menschen, die zeitweilig auf der Straße leben.

In Klagenfurt weiß man seit Jahren von ziemlich konstant 50 Betroffenen, in Bregenz von rund einem Dutzend Männer und (seltener) Frauen, die unterstandslos durch die Stadt streifen.

Wien ist als Großstadt Brennpunkt obdachloser Menschen. Man spricht von 500 bis 1000 Personen, die nicht mit den verschiedensten Betreuungsangeboten versorgt werden können. (aw/DER STANDARD, Printausgabe, 10.6.2003)

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