Schlag nach im Parkscheinbuch

10. Juni 2003, 10:28
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Hilfe gegen Zettelwirtschaft mit den Zehn-Minuten-Parkscheinen

Wien - Die violetten Scheine für zehnminütiges Gratisparken in Wiener Kurzparkzonen sind zwar gut, aber oft aus. Oder, falls doch irgendwo im Auto aufzutreiben, mit völlig anderen Uhrzeiten ausgefüllt, als man sie gerade braucht. Harald Beck von der Agentur Eye/catchas räumt mit der Zettelwirtschaft auf. Bei ihm heißt es: Schlag nach - im Parkscheinbuch.

Die von der Stadt Wien abgesegnete Idee ist simpel: 72 Gratisparkscheine in einer Ringmappe decken, im Zehn-Minuten-Takt ausgefüllt, zwölf Stunden ab. Täglich. Wer aber zum Beispiel um 11.25 Uhr einparkt, hat nur noch Restgratisminuten. Dass auch schon andere draufgekommen sind, ausgefüllte Gratisparkscheine zwecks Wiederverwertung aufzuheben, will Beck nicht bestreiten. Aber meistens hapere es eben mit der Ordnung. Wie sei es sonst zu erklären, dass pro Monat 1,5 Millionen violette Scheine im Müll landen?

Ursprünglich war Becks Parkscheinbuch um zehn Euro als reiner Werbeartikel gedacht, mit den Logos der jeweiligen Firmen auf dem Cover. Zu den ersten Abnehmern zählten Tankstellen. Als aber der Fußballklub Rapid 150 Stück anfertigen ließ, logischerweise mit grün-weißem Einband, durchbrachen die Dinger schnell die Kultgrenze.

Beck hat nun zwei spezielle Editionen aufgelegt: "President" mit Lederumschlag (30 Euro), und "Mausi", ganz in Plüsch um 29 Euro. (simo, DER STANDARD Printausgabe 10.6.2003)

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01/710 53 33

www.parkscheine.at

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