Bezirksobleute stellen sich hinter FP-Tilg

9. Juni 2003, 21:59
posten

Resolution: "Attacken" politisch irrelevant - Kein außerordentlicher Landesparteitag

Innsbruck - Die Grabenkämpfe bei den Tiroler Freiheitlichen scheinen derzeit eingestellt zu sein. Die Bezirksobleute der Tiroler FPÖ haben sich knapp vier Monate vor der Landtagswahl bei einem Treffen hinter den wiederholt in der Öffentlichkeit kritisierten Landesparteichef Willi Tilg gestellt. Die Einberufung eines außerordentlichen Landesparteitages wurde abgelehnt.

Wie es in der am Montag veröffentlichten Resolution hieß, werde "den wenig gefragten, öffentlich verbreiteten und oft persönlichen Attacken Einzelner" jegliche politische Relevanz abgesprochen. Erst Ende Mai hatte der Parteivorstand RFW-Obmann Mathias Kern und das ehemalige Mitglied der Stadtpartei Kufstein, Simon-Hermann Huber, wegen parteischädigenden Verhaltens ausgeschlossen. Kern hatte Tilg wiederholt den privaten Missbrauch seiner 700-Euro-Spesenpauschale vorgeworfen.

Tilg hatte die Vorwürfe Kerns stets als "haltlos und unrichtig" zurückgewiesen und von einer "Hetzkampagne" gesprochen. Doch auch Klubobmann Johannes Lugger und der stellvertretende Parteiobmann Gerald Hauser hatten in der Vergangenheit scharfe Kritik am FP-Chef geübt. Anlass waren inhaltliche und personelle Entscheidungen Tilgs.

"Auch nach erfolgter Erstellung der Kandidatenlisten zur Landtagswahl erwarten wir uns die notwendige Loyalität und den vollen Einsatz aller Funktionäre und Abgeordneten der Tiroler Freiheitlichen", heißt nun es in der Resolution vom Montag. Die Bezirksobleute seien sich einig, dass nur eine sofortige Beendigung der unerfreulichen öffentlichen Diskussion den Fortbestand einer arbeitsfähigen Tiroler FP sicherstellen könne. (APA, red/DER STANDARD, Printausgabe, 10.6.2003)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Hat die Bezirksobleute hinter sich: Tirols Freiheitlichen-Chef Willi Tilg

Share if you care.