Schatz von Nimrod entdeckt

9. Juni 2003, 18:55
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Bagdad - Der seit dem Fall Bagdads vermisste Schatz von Nimrod ist in einem von Wasser überfluteten Gewölbe der irakischen Zentralbank entdeckt worden. Die US-Verwaltungsbehörden erklärten, die Artefakte aus Gold und Edelsteinen seien im Abwasser gelegen, jedoch offenbar in gutem Zustand. Der Schatz von Nimrod gilt als einer der bedeutendsten archäologischen Funde des 20. Jahrhunderts.

Zunächst war befürchtet worden, dass die mit Gold und Edelsteinen besetzten Nimrod-Artefakte aus der Zeit des Assyrerreiches verschwunden seien. Doch die US-Ermittler entdeckten sie, nachdem das Wasser aus den Tresorräumen im Kellergeschoß der Bank gepumpt worden war. Sie waren offenbar bereits in den frühen 90er-Jahren in der Bank eingelagert worden.

Nach dem Sturz Saddam Husseins und den darauf folgenden Plünderungen hatten US-Ermittler eine Inventarliste des Nationalmuseums in Bagdad erstellt. Von den ursprünglich 170.000 Gegenständen, die Plünderer während des Irakkriegs aus dem Museum geraubt haben sollen, fehlten noch 3000, teilten die Fahnder mit. "Anfang der Woche wurden 179 Kisten, die die überwiegende Mehrheit der Sammlung des Museums enthielten, in einem geheimen Gewölbe entdeckt", hieß es.

Darin hätten sich fast 8000 der bedeutendsten Stücke aus dem Nationalmuseum befunden. (APA)

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