Suchmaschinen - ein Werk von MP3-Piraten?

9. Juni 2003, 17:36
7 Postings

19-jähriger gerät ins Schussfeld der RIAA, weil er Suchmaschine für Uni-internes Netzwerk entwickelte

Im Kreuzzug gegen Musiktauschbörsen hat die RIAA einen weiteren "bedeutenden Sieg" errungen, so zumindest sehen es wohl die AnwältInnen der Vertretung der US-amerikanischen Musikindustrie wie ABCNews berichtet. Denn Anfang April wurde der 19-jährige Jesse Jordan von einem Vertreter der RIAA kontaktiert und von einem gegen ihn laufenden Verfahren unterrichtet.

Anklage

Der Vorwurf: Er habe ein Napster-ähnliches Netzwerk auf seiner lokalen Universität aufgezogen, verblüffte Jordan einigermaßen, schließlich hatte er doch lediglich eine Suchmaschine entwickelt, mit der sich nach Dateien im internen Netzwerk suchen lässt, was freilich auch MP3s beinhaltet. Was er allerdings nicht getan hat, ist ein eigenes Tauschnetzwerk zu entwickeln.

Verglichen

Um einem - auch äußerst kostspieligen - Verfahren zu entgehen, hat sich Jordan dazu entschlossen einen Vergleich mit der RIAA einzugehen, in dessen Folge er 12.000 US-Dollar zahlen muss, die RIAA dafür aber alle Vorwürfe gegen ihn zurückzieht. Auf der Website zur beanstandeten Suchmaschine - ChewPlastic.com - werden mittlerweile Spenden gesammelt um das Geld aufzubringen, bisher sind auf diese Weise immerhin bereits mehr als 1.800 US Dollar zusammen gekommen. (apo)

Share if you care.