Afrika blickt optimistischer in die Zukunft

9. Juni 2003, 16:09
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WEF: Angola, Botswana und Südafrika aufstrebende Stars

Durban - Afrika blickt nach einer Umfrage des World Economic Forum in Genf wirtschaftlich optimistischer in die Zukunft als noch vor einem Jahr. Das ergab eine am Montag veröffentlichte Umfrage unter den rund 600 Teilnehmern des Afrika-Wirtschaftgipfels, der an diesem Mittwoch in der südafrikanischen Hafenstadt Durban (11. -13. Juni) beginnt. Mehr als 80 Prozent der Wirtschaftsvertreter zeigten sich optimistischer als noch vor 12 Monaten. Vor allem die Staaten Angola, Botswana und Südafrika gelten wirtschaftlich als aufstrebende Stars, während Simbabwe und die Elfenbeinküste mehrheitlich als die Staaten mit den schlechtesten Perspektiven auf dem Kontinent genannt wurden.

Als Grund für den Optimismus gaben die Befragten das von den Afrikanern selbst aufgelegte Reformprogramm Neue Partnerschaft für Afrikas Entwicklung (NEPAD) an. Jedoch zeigten sich fast zwei Drittel der Befragten unzufrieden angesichts der langsamen Umsetzung der ehrgeizigen NEPAD-Ziele. "Afrika und Afrikaner haben NEPAD begeistert aufgenommen, doch nun wollen sie Action sehen", erklärte der Direktor des World Economic Forums, Haiko Alfeld. Auf dem Gipfel in Durban gehe es um das Erarbeiten konkreter Projekte und Partnerschaften, die das Reformwerk für die Wirtschaft eröffne. Neben Top-Managern und Politikern aus Afrika werden auch Vertreter von Menschenrechts- und Hilfsorganisationen sowie Wirtschaftsführer erwartet, die sich international im Afrikahandel engagieren. (APA/dpa)

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