Ein imposantes Panorama

    7. Juni 2003, 14:23
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    Vom Hochanger zum Hochschwabgipfel hochschauen: Nicht nur die höchsten Gipfel bieten ein beeindruckendes Panorama: Oft stellt sich die Aussicht von einem niedrigen Berg auf einen höheren als viel schöner heraus

    Ein überzeugendes Beispiel dafür ist der Hochanger südlich des Seebergsattels in der Steiermark. Obzwar man nur eine Höhe von rund 1600 Metern erreicht und fast 600 Meter unter dem benachbarten Hochschwabgipfel bleibt, genießt man einen einmaligen Rundblick, den naturgemäß der mächtige Kalkstock des Hochschwab dominiert. In der Runde liegen aber auch Rax, Veitsch, Göller, Ötscher, Tonion, Fischbacher Alpen, Hochlantsch, Rennfeld, Aflenzer Bürgeralm, Rauschkogel und die Aflenzer Staritzen.

    Bei halbwegs guten Wetterverhältnissen bietet die Besteigung des Berges keinerlei Schwierigkeiten, und wenn man die hoch gelegene Seebergalm als Ausgangspunkt wählt, ist die Tour nicht einmal besonders anstrengend. Bei Schlechtwetter allerdings kann der Hochanger gefährlich werden: Ein Denkmal in Gipfelnähe erinnert an den Erfrierungstod einer Großmutter mit ihrem Enkelkind.

    Da es morgens eine günstige Busverbindung gibt, bietet sich eine Überschreitung des Hochanger an, doch auch wenn man vom Gipfel auf der Anstiegsroute zum Ausgangspunkt zurückkehrt, wird man an der Tour viel Freude haben.

    Die Route

    Von der Bushaltestelle Seebergalm geht es zur gleichnamigen Alm und gemütlich durch das liebliche Lappental. Dann wird der rot markierte Weg steil, nach etwa 1¼ Stunden erreicht man die Göriacher Alm und gelangt nach einer weiteren Dreiviertelstunde über durchwegs freie Flächen - mit viel Aussicht - auf den Gipfel des Hochanger. Recht gemütlich geht es hinunter zur Ostereralm, dann folgt ein steileres Stück, ehe man nach längerer Hangquerung eine Forststraße erreicht und auf dieser zur Bushaltestelle Gasthaus Karlon absteigt. Die letzte halbe Stunde wandert man auf Asphalt. Gehzeit ab Hochanger 2 bis 2½ Stunden. Achtung: Die Busstation ist vom namensgebenden Wirtshaus fast drei Kilometer entfernt! Für den Rückweg vom Gipfel über die Göriacher Alm zur Seebergalm braucht man 1½ Stunden. (DER STANDARD, ALBUM, Printausgabe vom 7./8.6.2003)

    Vom
    Bernd Orfer

    Gesamtgehzeit 4 bis 4½ bzw. 3½ Stunden. Höhendifferenz im Aufstieg 500 m, im Abstieg 500 bzw. 900 m. Göriacher Alm und Ostereralm in der Saison bewirtschaftet. Bundesamtskarte 1:25.000 oder 1:50.000, Blatt 102 (Aflenz Kurort)

    • Hochschwab
      foto: tiscover

      Hochschwab

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