Scheibner wünscht sich "konstruktive Zusammenarbeit" in der FPÖ

9. Juni 2003, 11:25
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Haider im Koalitionsausschuss erinnert an "gute Zeit" - Haupt durch Pensionsreform "absolut profiliert"

Wien - Der freiheitliche Klubchef Herbert Scheibner fordert von seinen Parteifreunden - allen voran Jörg Haider und Herbert Haupt - "konstruktive Zusammenarbeit" ein. "Dass Jörg Haider im Koalitionsausschuss sitzt, erinnert mich an eine gute Zeit in der FPÖ", so Scheibner im APA-Interview. In dieser guten Zeit habe man intern Positionen abgesteckt, sie dann gemeinsam in Verhandlungen vertreten und anschließend allfällige Kompromisse gemeinsam getragen. Denn klar sei: "Wir werden es nicht aushalten, dass wir in der Öffentlichkeit unterschiedliche Positionen vertreten."

Dies bedeute nicht, dass man nicht auch unterschiedlicher Meinung sein dürfe, fügte er hinzu. Aber in einer Koalition zu sein heiße eben immer auch Kompromisse eingehen zu müssen - und die müssten gemeinsam getragen werden.

"Echter Experte"

Die Rückkehr Haiders auf die bundespolitische Bühne bewertet Scheibner als "Chance": "Wenn es hier eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Jörg Haider und Herbert Haupt gibt und diese Zusammenarbeit durch niemanden gestört wird, dann halte ich das durchaus für eine Chance für die FPÖ."

Sein Parteichef Haupt hat nach Ansicht Scheibners in der Pensionsdebatte gewonnen, er habe sich in den Verhandlungen "absolut profiliert": Haupt sei in dieser Frage ein "echter Experte" mit "sehr großem sozialen Anspruch". Es sei auch Haupts Idee gewesen, die Sozialpartner über die "Runden Tische" in die Verhandlungen einzubinden, dabei seien sehr gute Änderungen ausverhandelt worden. (APA)

  • Herbert Scheibner wünscht sich Konstruktivismus
    foto: standard/cremer

    Herbert Scheibner wünscht sich Konstruktivismus

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