Sharon schließt Rückkehrrecht für Palästinenser-Flüchtlinge aus

8. Juni 2003, 22:55
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Israelischer Ministerpräsident verteidigt Friedensplan

Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon hat ein Rückkehrrecht für palästinensische Flüchtlinge abermals kategorisch ausgeschlossen. "Ich werde niemals palästinensische Flüchtlinge nach Israel lassen, niemals", sagte Sharon am Sonntagabend bei einer Versammlung seiner rechtsgerichteten Likud-Partei in Jerusalem.

Er habe bereits mehrfach, zuletzt beim Nahost-Gipfel im jordanischen Akaba in der vergangenen Woche, klargemacht, dass es eine Lösung für die palästinensischen Flüchtlinge nur außerhalb Israels geben werde. Auch die US-Regierung verstehe das Sicherheitsrisiko für Israel, das von einer Rückkehr der Flüchtlinge ausgehe, fügte Sharon hinzu.

Proteste

Unter zum Teil wütenden Protestrufen von Parteimitgliedern gegen die Annahme des jüngsten Nahost-Friedensplans durch die israelische Regierung betonte Sharon, er werde seinem Land "Sicherheit und Frieden" bringen. Nur diejenigen, die zu "schmerzhaften Zugeständnissen" bereit seien, würden auch "wahren Frieden" erlangen. Die Regierung sei "gezwungen" gewesen, innerhalb kurzer Zeit "eine Serie von harten und umfangreichen Entscheidungen" zu treffen.

Sharon sagte weiter, die Palästinenser könnten "nichts" von Israel erwarten, wenn die palästinensische Regierung keine "entscheidenden Schritte gegen palästinensischen Terror" unternehme. Bei mehreren palästinensischen Angriffen waren am Sonntag vier israelische Soldaten, ein jüdischer Siedler sowie insgesamt fünf bewaffnete Palästinenser getötet worden.(APA)

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    Ariel Sharon beruhigt seine Parteifreunde

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