Berlin: Diebstahl der preußischen Kroninsignien gescheitert

8. Juni 2003, 18:58
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Alarm ausgelöst, Diebstahl verhindert

Berlin - Unbekannte Täter haben versucht, aus dem Berliner Schloss Charlottenburg die preußischen Kroninsignien zu stehlen. Noch während der Besuchszeit hätten die Täter am Samstagnachmittag einen Hebel an die Vitrine mit den Kroninsignien angesetzt, teilte die Stiftung Preussische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg am Sonntag mit. Es sei sofort Alarm ausgelöst worden. Der Diebstahl sei verhindert worden. Das Kronkabinett und der angrenzende Raum blieben aber aus Sicherheitsgründen bis auf weiteres geschlossen. Der Wert der Stücke wird auf 28 Millionen Euro geschätzt.

Die Vitrine enthält die goldenen Kronen von Friedrich I. und seiner Gemahlin Sophie Charlotte. Die Prunkstücke wurden für die Krönung Friedrichs I. im Jahr 1701 hergestellt. In der Vitrine sind auch der Reichsapfel aus emailliertem Gold, das Zepter mit Rubin- und Diamantschmuck, das Reichsschwert sowie das Kurschwert, das Papst Pius II. dem Markgrafen Albrecht Achilles von Brandenburg 1460 verliehen hatte, ausgestellt. Die Insignien wurden von allen preußischen Monarchen bis hin zum letzten deutschen Kaiser Wilhelm II. als Zeichen von Würde und Macht getragen.(APA/dpa)

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