USA verstärken Kampf gegen Affenpocken

11. Juni 2003, 20:29
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Anzahl der Verdachtsfälle auf 53 erhöht

New York - Die Gesundheitsbehörden der USA haben den Kampf gegen die Ausbreitung der aus Afrika eingeschleppten Affenpocken verstärkt. Nach Angaben der Zeitung "USA Today" vom Mittwoch hat sich die Zahl der Verdachtsfälle auf 53 erhöht. Am Vortag waren noch 33 mögliche Infektionen gemeldet worden. Durch Labortests bestätigt wurde die Krankheit bisher lediglich bei fünf Patienten.

Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden suchen in Tierhandlungen der USA nach Präriehunden und Ratten, von denen sich die Affenpocken auf Menschen übertragen haben sollen. Das Seuchenkontrollzentrum CDC in Atlanta geht davon aus, dass eine aus Afrika importierte kranke Gambiaratte mit dem Virus Präriehunde angesteckt hat. Gambiaratten werden in den USA gern als Haustiere gehalten. Eine Übertragung des Affenpocken-Virus von Mensch zu Mensch ist nach CDC-Angaben nicht möglich.

Übertragung durch Präriehunde

Zu den neuen Verdachtsfällen gehört ein elfjähriger Junge im Bundesstaat New Jersey, der sich möglicherweise bei einem Besuch im Mittleren Westen angesteckt hatte, wo die Affenpocken zuerst aufgetaucht waren. Die Seuchenbekämpfer befürchten inzwischen, dass Präriehunde die mit hohem Fieber, Schwäche und Hautpusteln verbundenen Affenpocken in sieben Bundesstaaten verbreitet und auf Menschen übertragen haben könnten.

Affenpocken sind eine Viruserkrankung, die natürlicherweise in Zentral- und Westafrika vorkommt. 5 bis 48 Prozent der infizierten Affen sterben. Bei Menschen verläuft die Krankheit dagegen meist gutartig. (APA/dpa)

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