Fäkalien in den Kärntner Millstätter See gelangt

8. Juni 2003, 14:44
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Badebetrieb in der Ostbucht wurde eingestellt

Klagenfurt - Die gesamte Ostbucht des Millstätter Sees in Kärnten musste am Sonntag für den Badebetrieb gesperrt werden, da Fäkalien in das Wasser gelangt sind und eine Beeinträchtigung durch Kolibakterien droht. Betroffen sind sieben Strandbäder.

Ursache des Umweltschadens ist ersten Ermittlungen zufolge ein kaputter Kanal in dem wenige Kilometer entfernten Tourismusort Bad Kleinkirchheim. Dadurch gelangten die Fäkalien in den Zubringerbach des Millstätter Sees.

Wasserproben

Der Landeschemiker hat mehrere Wasserproben gezogen, die jetzt auf Kolibakterien und andere gesundheitsschädliche Stoffe hin untersucht werden. Ein Ergebnis dürfte allerdings erst in drei Tagen vorliegen. Das Verbot des Badebetriebes wurde von der Bezirkshauptmannschaft Spittal verfügt und bleibt bis zum Vorliegen des Testergebnisses aufrecht.

Touristiker in Döbriach in der Ostbucht des Sees sprachen am Sonntag von einer "mittleren Katastrophe", weil dieser Vorfall gerade an den Pfingstfeiertagen eingetreten ist. Kärntens Umweltlandesrat Reinhart Rohr wies darauf hin, dass der Badebetrieb im übrigen Teil des Sees in keiner Weise beeinträchtigt sei. (APA)

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