Zurück zum einfachen Handy

11. Juni 2003, 13:37
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Irrgarten der Funktionen verwirrt die AnwenderInnen nur

Super-Handys mit vielen Funktionen sind für Erwachsene oft verwirrend und abschreckend, für Kinder aber eine Herausforderung. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschafter an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen nach Experimenten mit rund 900 Nutzern unterschiedlichen Alters. Im Irrgarten von Menüs, Untermenüs, unklaren Funktionsbezeichnungen oder mehrfacher Tastenbelegung drohe sich der Benutzer zu verlieren.

Probleme

Auch Kinder hätten Schwierigkeiten bei der Bedienung, sagte Psychologin Martina Ziefle. Doch im Gegenteil zu den älteren Nutzern seien sie hochmotiviert, die Probleme zu lösen und kämen mit Durchhaltevermögen zum Ziel. Selbst wenn sie beim Kurs durch die Menüs mehrfach in der Sackgasse landeten, probierten sie unbeirrt weiter. "Kinder nehmen es nicht so tragisch, wenn sie etwas falsch machen. Sie machen weiter, bis sie es schaffen."

Herangehen

Ganz anders reagierten dagegen Menschen im Alter zwischen 45 und 60 Jahren. Viele verzichteten laut Ziefle aus Ärger und Frust auf ein Mobiltelefon. "Die formulieren deutlich: Ich will die vielen Funktionen nicht. Ich wünsch mir ein ganz anderes Handy, eins mit dem man telefonieren kann." Je feiner die Verästelungen von Menüs und Untermenüs, desto eher drohe das System zum Irrgarten zu werden.

Zentral

Auch Studenten nutzten hauptsächlich nur vier Funktionen: Wecker, Spiele, SMS und Telefon. "Offensichtlich muss es einen Ruf zurück zum einfacheren Handy geben. Wer braucht diese ganzen Funktionen schon", schlussfolgert die Psychologin. (APA)

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