Bogotá lehnt Gespräche mit Rebellen ab

10. Jänner 2012, 20:36

Präsident Santos: Schritte zum Frieden statt Rhetorik - Farc-Chef will "hypothetischen Verhandlungstisch"

Bogotá - Die kolumbianische Regierung hat Verhandlungen mit der Rebellengruppe Farc abgelehnt. Zuerst müssten die Aufständischen ihren Friedenswillen durch Taten demonstrieren, erklärte Präsident Juan Manuel Santos am Dienstag über den Kurznachrichtendienst Twitter. "Wir wollen keine Rhetorik mehr."

Der neue Farc-Chef hatte sich zuvor zu Friedensgesprächen mit der Regierung bereiterklärt. "Wir wären an einem hypothetischen Verhandlungstisch interessiert", schrieb Timoleon Jimenez, auch bekannt als Timochenko, in einem am späten Montagabend im Internet veröffentlichten Brief an Santos. In seinem weitschweifigen Schreiben mit Verweisen auf die Bibel, griechische Mythen und den US-Schriftsteller Jack London erläuterte der Rebellenanführer aber nicht, was er mit "hypothetisch" meint.

Außerdem werde in dem Brief mit dem Titel "Keine Lügen, Santos, keine Lügen" eher eine konfrontative als versöhnliche Note angeschlagen, befand Goldman-Sachs-Analyst Alberto Ramos. So kritisiert Timochenko die Rohstoffpolitik des viertgrößten Erdölproduzenten Lateinamerikas, von der nur ausländische Investoren und nicht die Kolumbianer selbst profitierten.

Timochenko führt die Farc-Rebellen seit Ende letzten Jahres an. Sicherheitskräfte hatten zuvor seinen Vorgänger getötet und damit der Farc einen weiteren schweren Schlag verpasst. Die Gruppe, die sich vor allem über den Verkauf von Kokain und Entführungen finanziert, ist durch eine seit 2002 andauernde Militäroffensive zunehmend in die Defensive geraten. Zugleich hat die Regierung erklärt, die Tür für Frieden stehe offen. Verhandlungen kämen jedoch nur in Betracht, wenn die Rebellen ihre Waffen abgäben, alle Geiseln freiließen und auf Angriffe verzichteten. (Reuters)

dasandere
12
11.1.2012, 05:49
was hat ein Goldman-Sachs-Scherge

damit zu tun?
Entweder mehr als wir denken, oder nichts.

Ernst Guevara
21
11.1.2012, 13:39
"journalismus"

nach art des standard bzw. der nachrichtenagenturen oder noch genauer müsste man sagen: das, was von diesen für "journalismus" gehalten wird, ist halt mehr PR und werbeeinschaltung statt information. das erklärt auch das product placement für goldman sachs an dieser stelle.

Porqué no te callas?
11
17.1.2012, 10:53

das ist ja eine tolle werbung für g/s.

aber es gibt ja bekanntlich clowns für die alles, was keine huldugung an chavez ist, als "PR und werbeeinschaltung " abgetan wird.

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