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Wien - Der oft mühsamen Parkplatzsuche in den Bezirken Mariahilf, Neubau und Josefstadt soll Einhalt geboten werden: Künftig stehen zehn Prozent der Parkplätze in ausgesuchten Grätzeln nur mehr Anrainern zur Verfügung. "Wir haben uns die Idee in Barcelona abgeschaut, wo jetzt wesentlich bessere Platzverhältnisse herrschen", erklärt der grüne Verkehrssprecher Rüdiger Maresch.
Das Pilotprojekt startet voraussichtlich im Frühjahr: in Mariahilf rund um das Raimundtheater, in Neubau im Bereich Spittelberg sowie rund um das Theater in der Josefstadt. Die ausgewählten Zonen werden mit den Hinweisen "Parken verboten - ausgenommen Anrainer" ausgeschildert. Wer kein Parkpickerl aus dem Bezirk hat und sich trotzdem auf einen der Plätze stellt, muss mit einem Strafzettel rechnen.
Der Wunsch nach Veränderung des Status quo sei bei den Bewohnern des achten Bezirks immens gewesen, heißt es aus dem Büro von Bezirksvorsteherin Veronika Mickel (VP). Jeder, der schon einmal dort Parkplatz suchen musste, wisse ein Lied von dem Elend der Anwohner zu singen.
Haken
Der grüne Bezirksvorsteher Thomas Blimlinger freut sich zwar über die Initiative in Neubau, kritisiert aber, dass nur zehn Prozent der Parkplätze für Anrainer reserviert werden: "Das ist ein Nachteil. Ebenso wie die Kontrolle einen Haken hat: Jeder mit Parkpickerl aus dem Bezirk kann auf den Anrainerplätzen sein Auto abstellen, auch wenn er in einem anderen Abschnitt wohnt."
Das werde sich allerdings einpendeln, so Blimlingers Hoffnung. "Aus Logik: Jeder kurvt doch lieber noch einmal um seinen eigenen Block, bevor er weit weg von zu Hause parkt."
Der ÖAMTC äußerte sich zuletzt skeptisch, ob Anrainerstellplätze das Platzproblem tatsächlich lösen können.
Auch in Innsbruck gibt es eigene Parkplätze für Anrainer. Nach einem Jahr soll das Projekt evaluiert werden und bei Erfolg auf andere Bezirke und Abschnitte ausgeweitet werden. Die grüne Verkehrsstadträtin stellte das Modell bereits im Sommer 2011 vor. Ursprünglich hatte sich die SP gegen die Idee verwahrt ("öffentlicher Raum für Privilegierte").
Parkpickerl-Frage ungelöst
In puncto Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung heißt es vorerst abwarten. "Noch läuft die Entscheidungsfindung in den Bezirken 10 bis 19, wo die Einführung von Parkpickerln gewünscht ist", sagt der erst Ende Dezember ernannte Parkpickerl-Koordinator Leopold Bubak, Leiter der MA 65. Spätestens im Februar soll aber klar sein, ob, wo und wann das Parkpickerl in zusätzlichen Bezirken kommt. (Julia Herrnböck. DER STANDARD; Printausgabe, 11.1.2012)
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Das denke ich mir auch immer!
Vor allem wenn der Wind durch die kargen Gassen pfeift oder du im Sommer quasi auf der Asphaltfläche zerrinnst.
Ich rede aber jetzt auch leicht, weil ich mir eine Parkgarage leiste und mich das Problem nicht tangiert... ;-)
Jahreskarten für Parkgaragen sollten rund das doppelte eines Parkpickerls kosten (bequemer, kein Schneeschaufeln oder Eiskratzen im Winter, diebstahlsicherer). Das Kurzparken in Garagen sollte um einen Euro möglich sein, das Parken an der Oberfläche sollte mindestens 5 Euro pro Stunde kosten.
Mit den Parkgebühren von der Oberfläche kann man den Garagen einen Teil der fehlenden Einnahmen zahlen, reichen die nicht mehr aus, weil sich niemand mehr oben hinstellt, hat man extrem viel Lebensraum zurückerobert, der den Menschen zurückgegeben werden kann.
.... heißt es doch immer, drum wird Kurzparken massiv teurer ! Warum wird dann das Parkpickerl in solchen Bezirken billiger, wenn eh zu wenig Platz ist ?Anrainer parken um 12 euro im Monat dort und auswärtige dürfen nicht mal mehr um 2 euro die Stunde parken ? reinstes Chaos was da bei uns herrscht. Und wieso ist es auf einmal relevant, ob Autofahrer einen Parkplatz findet ? in den Bezirken 10-19 wird ja auch auf die Leut gschissen (dank Ausweichparkern aus den Innenbezirken)
erstens gibt es eigentlich kein Parkpplatzproblem, es gibt genügend Parkplätze, oder ist schon mal jemand übergeblieben? Und warum gerade Anrainer bevorzugt werden, ist mir völlig schleierhaft. Es macht jedenfalls wesentlich mehr Sinn, sich am Wohnort eine Garage/ einen Parkplatz zu mieten, weil ich dort mit Sicherheit am häufigsten stehe, und es im Vergleich als Dauerparker auch am billigsten ist, als am Arbeitsort oder an einem anderen Ort, den man anfährt.
aber mit der gleichen logik kann man ja auch anrainern das parken verbieten, um sie zum umsteigen zu zwingen. (äh.. motivieren)
immerhin sind das alles leute die in den von den öffis am besten erschlossene gebiete sind, also warum sollen gerade die menschen, die auf kosten der anderen die billigsten öffi-tarife (in relation zum angebot) haben, auch noch die billigsten parkplätze bekommen?
strassen sind allgemeingut und werden von allen bezahlt. "anrainerstrassen" sind ein weiterer schritt zur entsolidarisierung. (wobei ich aber nicht in abrede stellen möchte, dass dies nicht ohnehin gewünscht ist)
will man die Bewohnern des Grätzls zum "Umsteigen" bewegen, heißt das nix andres, als dass man ihnen das Auto verbieten will.
Ich habe selbst kein Auto in Wien, miete nur extrem selten eins (da die meisten meiner Bekannten entlang der Westbahnstrecke wohnen) aber ich kann verstehen, dass sich auch in Wien viele ein Auto gönnen - und dies würd nichtmal ich mir ins Park&Ride stellen.
Es muss also ganz woanders angegangen werden, um die Parkplatz-Problematik zu lockern:
1.) mehr (geförderte) Garagen-Plätze
2.) teureres Parkpickerl (damit Unterschied zwischen Parkpickerl und Garage geringer wird)
3.) Attraktivere Öffis (Ampelregelungen, Trassen), bessere Bedingungen für Fußgeher (mehr/bessere Querungen) und Radfahrer (etwa Fahrradstraßen)
warum muss eigentlich immer alles teurer werden ?
angesichts unserer steuer- und sozialabgaben sollten öffis inklusive sein; das auto per se zu besteuern ist imho grenzdebil. wer zahlt schon >2000 eur im jahr, wenn er dann nochmal 365 eupeken für die öffis hinlegen darf ?
diese einfache rechnung stellt sich mir immer wieder, wenn ich mit kind in boboville die grosseltern besuche: ich kann für günstige 7.20 eur zu zweit mit den öffis fahren - für weniger geld ist es mit dem auto bequemer, effizienter und praktikabler. reaktion der grünen auf diese tatsache ist übrigens, die einzelfahrscheine noch teurer zu machen...
http://derstandard.at/131500566... ittagessen
So wünscht es sich der Standard und die Grünen in Mariahilf, weil sie es dort gelesen haben und sie es daher für publicityträchtig halten.
Die kaum Autofahrenden, sondern nur Autobesitzenden BezirksbewohnerInnen sind ihnen schnurzegal. Denn die meisten Grünen BezirksrätInnen wohnen ohnehin nicht im Bezirk.
für die schneeräumung bzw. erhaltungs- und reparaturkosten dieser anrainer-park-strassen aufkommen muss.
auch die überwachung durch private wachorgane könnte von den anrainern selbst bezahlt werden ;-p
denn mein rad braucht keinen ständer, steht im keller und mein parkplatz zahl ich auch selber (zumindest wars noch letzten monat so als ich die überweisung an meinen vermieter getätigt habe). aber sie sind natürlich herzlich eingeladen, meinen parkplatz zu zahlen...
Ich weiß nicht was daran so schwer zu verstehen ist, dass wenn es z.B. 1000 Autos gibt, auch 1000 Parkplätze benötigt werden. Sind die Grünen mathematisch wirklich derart herausgefordert? Autos vermehren sich bekanntlich nicht, in Wien ist der Bestand sogar rückläufig, Parkplätze gibt es aber immer noch zu wenige und immer weniger. Das verursacht Lärm und Schadstoffe! Grüne Politik? WO? Obwohl bei weitem ausreichend Platz vorhanden wäre.
Dass die Grünen ohnehin nur Politik für das obere 1% machen, wurde im Artikel schon angedeutet. Als nächster Schritt kommt wahrscheinlich die Citymaut: Soll der Pöbel doch im Ghetto leben, das neoliberale London ist Vorbild!
"Das Halten und das Parken ist verboten [...] im Bereich von weniger als 5 m vom nächsten Schnittpunkt einander kreuzender Fahrbahnränder."
StVO § 24 Abs. 1d
Und Parken am Parkstreifen gilt ganz allgemein auch für Radfahrer. Warum sollte man immer nur den Fußgängern den Platz wegnehmen?
dort wo Ladezonen für 1 Stunde bestehen, sinnlose (kein Bedarf) Fahrradbügel, Hundeklo-Zonen, sinnlose Rabattl und Gehsteigvorziehungen vulgo "Ohrwaschl", Taxistandplätze die 23h am Tag leer sind,... Außerdem will ja ohnehin nicht jeder in den inneren Bezirken parken. In den äußeren gibt es genug Halden, Wiesen, aufgelassene Industriezonen etc. an verkehrstechnisch gut vernetzten Punkten wo man park&ride Parkplätze billigst errichten könnte - da wehren sich aber die Grünen dagegen.
wie wärs mit Garagen?
Oder das Märchen von den Massen die plötzlich auf die Öffis umsteigen? Oder das Märchen von den Öffis die die Massen bewältigen könnten? Oder das Märchen dass es keine Betriebsstörungen mehr gibt und tausende Öffi Fahrer nicht mehr regelmäßig zu spät zur Arbeit kommen?
... waren es in den letzten Jahren aber dann doch meistens die AnrainerInnen - also diejenigen, die von der Parkplatzproblematik vermeintlich am meisten betroffen sind - die Garagenprojekte verhindert oder verzögert haben.
Weil eine Garageneinfahrt will man dann offensichtlich auch nicht vor dem Fenster haben. Dann doch bitteschön doch eher beim Nachbarn ums Eck, nicht?!
vielleicht, weil die Anrainer tagtäglich erleben, dass unter den blauen Taferln mit dem P überall immer die grünen Lamperln blinken, und die Anzeigen stets mehrere 100 freie Parkplätze anzeigen?
Wer soll da für neue Garagen stimmen, wenn die vorhandenen nicht ausgelastet sind?
Aber dann würde ja wirklich was passieren, was dei Lage verbessern würde und keiner könnte mehr sagen: " wir haben ja sooooo tolle Verordnungen eingeführt nur hält sich keiner daran, daher müssen wir d Freiheit d Menschen noch mehr beschneiden!"
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