Häupl würde Erbschaftssteuer "akzeptieren"

10. Jänner 2012, 18:08

Wiener Bürgermeister hatte Wiedereinführung bisher abgelehnt - Ebenfalls für Durchforsten von Förderungen

Wien - In Sachen Sparpaket und der Debatte um neue Steuern könnte Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) nun doch mit der Wiedereinführung der Erbschaftssteuer leben. "Ich werde das akzeptieren, wenn sie kommt", sagte er am Dienstag am Rande eines Besuchs der Sternsinger. Das Stadtoberhaupt hatte sich in der Vergangenheit diesbezüglich ablehnend geäußert. "Ich habe darauf verwiesen, dass die Akzeptanz in der Bevölkerung dafür nicht rasend hoch ist", sagte Häupl jetzt.

Mit der Idee, den Förderungsdschungel zu durchforsten, kann sich der Bürgermeister - wie zuletzt Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) - anfreunden: "Na selbstverständlich." Die Bundeshauptstadt drehe bereits seit 2008 jeden Cent um. Angesichts der täglichen Wünsche nach Förderungen, die bei ihm einlangten, und dem gleichzeitigen Ziel einer merkbaren Reduktion sage er aber auch ganz offen: "Wie man das zusammenbringt, weiß ich nicht."

Häupl über Verhandlungsstand nicht informiert

Über den aktuellen Verhandlungsstand zwischen den Regierungspartnern sei er nicht informiert, versicherte der Bürgermeister. Trotzdem teile er nicht die Kritik der SPÖ Oberösterreich, der Bund fahre eine "Geheimhaltungsstrategie": "Ich bin durchaus dafür, dass man zuerst etwas ausarbeitet und dann Verhandlungen darüber führt." Grundsätzlich halte er die "Vorschläge in Richtung eines ausgewogenen Verhältnisses von Sparen und zusätzlichen Steuereinnahmen" für "durchaus sinnvoll".

Konkret plädiert auch Häupl für vermögensbezogene Einnahmen - etwa durch eine "Zinsertragssteuer" auf Aktienverkäufe. Den Gemeinden, die "die wirklich Notleidenden" infolge der Krise seien, könne in puncto Kommunal- oder Grundsteuer geholfen werden. Für "vernünftig" hält es das Wiener Stadtoberhaupt zudem, das reale an das gesetzliche Pensionsalter heranzuführen. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 65
1 2
LeserIn0815
00
12.1.2012, 12:26
Wurde nicht dereinst

die Erbschaftssteuer abgeschafft mit dem Hinweis, dass das Kapital durch die KeSt ohnehin schon besteuert würde?
Und was nun? Schafft man dafür jetzt die KeSt ab?
Warum nur kann ich daran nicht glauben ...

Und wir BürgerInnen lassen uns das gefallen? Gebroche Versprechen tagein tagaus.

Nicholas B
00
11.1.2012, 15:41
ich würde die erbschaft auch akzeptieren

geht mir genau so .

some123
00
11.1.2012, 12:12
Egal welche Steuer…

Ich finde es reicht, Österreich ist bereits ein
Hochsteuerland. Wie wäre es mal mit Sparen?
Zum Beispiel bei der Gemeinde Wien. Aus
gesicherter Quelle weiss ich, dass dort jeder
zehnte Arbeitsplatz ohne Qualitätsverlust
eingespart werde könnte. Aber die nächste
Wahl kommt bestimmt. Dann gibt’s hoffentlich
einmal eine saftige Abfuhr für SPÖVP…

Snoopy47
02
11.1.2012, 10:24
Erbschaftssteuer

ist doch wieder eine Form der Besteuerung von bereits versteuerten Vermögen.

Da spart man (Einkommens-versteuertes Gehalt/Einkommen) viele Jahre (zahlt am Konto 25% Zinsertragssteuer) um sich ein Eigenheim/Wohnung zu kaufen, zahlt natürlich Steuern auf Betriebskosten, MWST und sobald es vererbt wird soll schon wieder Steuer bezahlt werden?

Und was der Bürgermeisten vom Sparen hält wissen längst alle Wiener.

Hirntot
00
11.1.2012, 10:47

Naja, eigentlich ist eine Erbschaftssteuer nur fair, wenn auch nur in der Theorie. Aber wenn ich mir das Ganze rational betrachte und sämtliches Vermögen mit dem Todesfall zu Volkseigentum werden würde, Schenkungen mal außen vor gelassen, könnte für jeden Neugeborenen Chancengleichheit in Form eines gerechten "Startbündels" hergestellt werden. Das wäre fair, denn jeder hätte zu Beginn seines Lebens die selben Voraussetzungen. Wie gesagt, rein theoretisch.

Helmut Hromadnik21
 
00
11.1.2012, 10:00
......"Häupl würde Erbschaftssteuer "akzeptieren". ...."Wiener Bürgermeister hatte Wiedereinführung bisher abgelehnt -"........

Man fragt sich, ist die SPÖ bereits eine teilorganisation der FEKTER-ÖVP mit einem kleinen rest von rosa ?

Hirntot
00
11.1.2012, 09:51

Ich warte immernoch auf einen konstruktiven Vorschlag. Diese Aufwärmerei alter Kamellen bringt doch sowieso nichts.

Protheus
 
00
11.1.2012, 09:49
Eine Erbschaftssteuer wäre fair,

das Problem ist, sobald "Erbe" im Spiel ist bekommen die Menschen ihre Phantasien. Der Gedanke an das Haus der Eltern lässt viele in Träumerei abgleiten. "NEIN!", folgt der Aufschrei, man müsse dann ja die eigenen vier Wände versetzen, weil man sie sich ohne Bares nicht mehr leisten könnte!

Eine Erbschaftssteuer kann auch dahingehend formuliert werden, dass ein Elternhaus nicht davon betroffen ist. Eine solche Steuer würde der Oberschicht die Nutzung der Gesellschaft nachträglich in Rechnung stellen, was zu befürworten wäre.

Durch die "Stressbesteuerung" des Mittelstandes in Österreich ist es allerdings nicht verwunderlich, dass sich die Österreicher einbilden es würde nur ihnen etwas bei der nächsten Steuer weggenommen.

01052004
02
11.1.2012, 09:34
soso

die gemeine wien drehe jeden cent um...und die obskuren sale and lease back spielchen, finanzmarktzockereien der dicken renate, eine übermäßig aufgeblähte verwaltung???

aber wenns dann ums abkassieren geht, da ist der dicke michi ganz vorn dabei, da ein paar euro von jedem und dort...und weil immer noch so viel bleibt und -blöderweise- wien ncht ganz österreich ist, kann man sich als bund/land/gemeinde ja das auch noch holen...

wann werden unsere politiker endlich draufkommen: erst den staat ins 21. jahrhundert bringen (also entschlanken, entschlacken, bürgerfreundlicher machen), und dann (wahrscheinlich unötig) über WEITERE ZUSÄTZLICHE steuern/abgaben nachdenken.
nicht umgekehrt und nicht ohne staatsreformen!!!

stretfordender
20
11.1.2012, 08:50
eine Erbschaftssteuer wirds nicht geben

solange die ÖVP in der Regierung ist :)

Freigeistin1
00
11.1.2012, 10:18

Hoffentlich! Und es ist wohl wahrscheinlicher dass Schwarz i d nächsten Regierung- wenn auch auf Platz 3- sitzen wird, als die Roten.

stretfordender
00
11.1.2012, 13:38

rrrrichtig :)

warp.faktor
43
11.1.2012, 06:45
Als ernsthafter Politiker ....

... sollte man nicht tun, was in der Bevölkerung "rasend beliebt" ist, sondern was man für richtig hält.

Als ernsthafter Politiker sollte man politische Standpunkte und deren Folgen erklären können.

Erbschaften sind das Privileg der wirtschaftlichen Oberschicht, sie machen die Gesellschaft von Generation zu Generation ungleicher und ungerechter.

Aber wahrscheinlich kann das nur erkennen, wem auch auffällt, dass ein 24-Jähriger nicht ohne eigene Leistung in Spitzenjobs befördert werden sollte.

Freigeistin1
01
11.1.2012, 08:37

Ja genau, die Eigenheim Besitzer gehören ja alle zur wirtschaftlichen Oberschicht *rofl*

warp.faktor
10
11.1.2012, 15:09
Zeifelsohne!

Warum sollte man sich sonst in eine der völlig überteuerte Mietwohnungen setzen?

Freigeistin1
01
11.1.2012, 15:33

Machen Sie sich nicht lächerlich. Wenn Sie wirklich glauben jeder Eigenheim Besitzer ist "Oberschicht" ist jede Diskussion wohl sinnlos.

marsmanderl
11
11.1.2012, 09:57
die meisten eigenheimbesitzer...

waeren davon praktisxh nicht betroffen. bitte schaun sie sich die vermoegensverhaeltnisse in oesterreich an!

tom.bogart
00
11.1.2012, 06:43
Eh kloar...

denn wieviel Leute gibt´s, die ihm noch was zu vererben hätten...

Nee-Chee
15
10.1.2012, 21:02
"plädiert auch Häupl für vermögensbezogene Einnahmen - etwa durch eine "Zinsertragssteuer" auf Aktienverkäufe"

ehm, hamma die letzten eineinhalb Jahre in Kryostase verbracht?
Das Ding wurde bereits überfallsartig vor einem Jahr eingeführt (und wird derzeit stillschweigend um die schlimmsten Blödheiten korrigiert.)

Staatssekretär
01
11.1.2012, 11:10

Da hats mich auch gerissen.

Aber man kann sich ja nicht alles merken, was diese Regierung in ihrem Elan und Reformeifer schon umgesetzt hat...

edurkheim
010
10.1.2012, 20:58
Ich würde die Erbschaftssteuer auch akzeptieren

und ich habe laut Verfassung in dieser Angelegenheit genauso viel mitzuentscheiden wie Häupl nämlich gar nichts.

Wenn Häupl (oder Pröll) Bundespolitik machen wollen, dann sollen sie sich einer Bundeswahl stellen und nicht immer das ganze Land aus der feigen Deckung ihrer steuerlich unverantwolich Position heraus in Geiselhaft nehmen.

Fermín Salvochea
139
10.1.2012, 20:42

Ich werde hoffentlich etwas erben, gerne bin ich dann bereit für das Vermögen, für das ich nichts, aber auch schon gar nichts geleistet habe, einen Anteil abzuliefern.

leser 4712
00
11.1.2012, 11:42
wie wär's mit spenden...

erasmus magnifico
03
11.1.2012, 08:32

Jeder kann das Geld, das er legal verdient und versteuert hat, versaufen, im Puff auf den Kopf hauen, spenden, verschenken oder seinen Kindern vererben. Warum sollte man den gleichen Betrag zwei Mal versteuern ?

warp.faktor
00
11.1.2012, 15:12
Die Erben zahlen nur 1x Steuern!

Es reicht schließlich auch nicht, dass Sie Lohnsteuer zahlen, ich muss es auch tun!

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