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Die ausrangierten Polizeifahrräder wurden um bis zu 100 Euro pro Stück versteigert. Manche Bieter hoffen, dass die Polizei-Aufkleber abschreckend auf Diebewirken.
Wien - Die hohe Kunst des Auktionators ist es, mit nebensächlichen Bemerkungen über angebotene Exponate bei Bietern das Will-ich-unbedingt-haben-Gefühl auszulösen. Hans Müllner vom Dorotheum kann das: "Sogar mit schönen Satteltaschen" reicht aus, schon wacht das Publikum auf und wetteifert um den Zuschlag für das alte Polizeifahrrad, von dem es im Prospekt heißt: "Beschädigt, fehlen Teile, ohne Gewähr" . Was mit zehn Euro Rufpreis begonnen hat, endet mit immerhin 90 Euro.
Insgesamt 136 ausrangierte Fahrräder der Polizei kamen am Dienstagvormittag im neuen Fahrzeug-Technik-Zentrum des Dorotheums in Vösendorf unter den Hammer. Der Andrang war enorm, schon zuvor hatten viele Bieter per Internet Gebote deponiert. Auch die Versteigerungshalle war gut gefüllt, ungarische, slowakische und ukrainische Kleinlaster auf dem Parkplatz verrieten, wohin die Ware gehen sollte. Aber auch einheimische Kundschaft war auf der Schnäppchenjagd gut vertreten. Herr B. etwa, Reitlehrer aus Wien, suchte Ersatz für sein erst unlängst gestohlenes Citybike. "Das unübersehbare Polizeipickerl auf dem Rahmen wirkt vielleicht abschreckend auf Diebe" , meinte er.
Die Spanne der Erlöse reichte von 30 bis 100 Euro je Fahrrad. Gleich heimfahren auf dem ersteigerten Gerät getraute sich aber niemand. Abgesehen davon, dass viele Patschen erst geflickt werden hätten müssen, wären wohl nur wenige der früheren Diensträder durch eine mögliche Polizeikontrolle gekommen. Zu offensichtlich waren manche Mängel.
"Genau genommen waren es auch keine echten Dienstfahrräder" , heißt es im Innenministerium. Auf Mörderjagd war damit also kein Beamter. Die zur Versteigerung abgegebenen Geräte seien zum Beispiel für Postwege oder in größeren Werkstätten eingesetzt gewesen.
114 Fahrradfahnder
Echte Dienstfahrräder, also solche, mit denen Streife gefahren wird, sind in Österreich eher selten. Die Republik leistet sich derzeit nur 38 davon. 114 Polizistinnen und Polizisten haben die Zusatzausbildung als Fahrradpolizisten, die meisten davon in Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt. In der Bundeshauptstadt ist der Pedaldienst - wenn es das Wetter von Frühling bis Herbst zulässt - nur in der Innenstadt sowie in den Bezirken Margareten, Döbling, Brigittenau, Donaustadt und Floridsdorf vorgesehen. Dafür aber in eigener Radleruniform.
Alte Fahrräder sind nicht das Einzige, mit dem die Polizei frisches Geld einfahren will. Am3. Februar wird das Dorotheum im Messepark Dornbirn Polizeikraftfahrzeuge versteigern. Extra-PS wie im Dodge der Blues Brothers ("It's got a Cop-Motor") darf man sich aber nicht erwarten, heimische Fahnder sind bestenfalls mit Serienausstattung unterwegs. (Michael Simoner, DER STANDARD; Printausgabe, 11.1.2012)
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fahrräder sind definitiv die sichersten verkehrsmittel!
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hab ich mir die Dinger doch angesehen. Großteils vorsintflutliche Bremsen, rostige Ketten und Schaltungen, Alibi-Dynamos, aber leichte Puch-Rahmen. Da hätte ich ein Vorderrad mit Nabendynamo, eine komplette Lichtanlage, 2 Shimanobremsen und Ersatz für den abgewetzten Sattel gebraucht. Dazu viel Geduld und Radschmiere, und natürlich Flickzeug oder besser gleich neue Schläuche+Mäntel.
Um das Geld und die Zeit gab es schon locker ein neues Radl mit Nabendynamo und 7-Gangnabe.
114 Polizistinnen und Polizisten haben die Zusatzausbildung als Fahrradpolizisten.
konnten die vorher nicht radeln?
hatten die stützräder an der seite beim üben?
wie lange dauert so eine spezialausbildung?
gibts da zuschläge aufs gehalt?
fragen über fragen....
Also Fahrtechnik ist jetzt echt nicht verkehrt. Viele Radfahrer können nicht richtig fallen, notbremsen, Hindernisse überwinden oder ihre Gangschaltung bedienen (das muss man auch lernen, wie beim Auto). Ist alles sehr sicherheitsrelevant. Die sollen immerhin schnell, wendig und verlässlich unterwegs sein.
berufliches, tägliches fahren erfordert detailliertere kenntnisse, ist bei jedem verkahrsmittel so.
häufige anfängerfehler:
- zu niedrige trittfrequenz
- "randgänge" bei kettenschaltungen
- schaltverhalten günstiger nabenschaltungen (gänge unter last vs. gänge ohne)
- das gefühl für das richtige moment auf schnee und eis (fortkommen vs rutschen, anpassung gang auf reifenprofil und kotflügelabstand bei schnee und matsch,...)
- stetige wartung bei allwetter-rädern, wer nicht laufend schmiert bringt seinen kettenwerfer nur durch wenige (salz-)winter
- zu hoher pulsbereich, auch durch falsche kleidung wer im winter "warm" losfährt kommt nass an
- runterschalten zum anfahren und nicht hoch aus dem sattel (radwegbreite)
...
Nein, keineswegs, wenn man jetzt mal von einer typischen Mountainbike-Kettenschaltung (vorne 3 Kettenblätter, hinten mehrere Ritzel) ausgeht wie sie die Wiener Polizei verwendet. Man muss (bzw. sollte) wissen, welche Kombinationen sinnvoll sind, wann genau man schaltet, ohne die Schaltung zu ruinieren (also bei wenig Last, muss man mit den Füßen koordinieren) und wie man das bei höheren Steigungen und schnellen Beschleunigungen macht.
Schauen Sie mal den Fahrern solcher Schaltungen auf der Straße zu: die meisten sind überfordert, verwenden ein paar wenige Gänge hinten und schalten vorn überhaupt nicht (sehr ineffizient), reißen im ungünstigsten Moment an und ruinieren sich das Teil damit.
Nabenschaltung ist was anderes und oft sinnvoller.
Man könnte beamtete Postler nicht nur Schreibarbeiten für die Polizei machen lassen, sondern auch in den im Artikel erwähnten Werkstätten winters die Gäule reparieren lassen. Als großzügige Geste könnte den betroffenen Beamten eine Erschwernis- und Schmutzzulage gewährt werden.
(soll ich das posten? Am Ende kann irgendein Offizier im IM die Überschrift dieses Postings nicht sinnerfassend lesen, die Community wiederum gibt mir grüne Stricherl, worauf der Offizier meint, das was da stünde, wäre eine gute "Imätschkampäin" um des Schreibens mächtige Postler -wohl die Mehrheit- zu locken, und flüstert das dem Nächsthöheren ein...ach was, gebt mir rot und klick)
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