Paläoökologie

Erstaunlich viel Leben im eiszeitlichen Sibirien

15. Jänner 2012, 16:46

Fossilien zeigen: Auf dem Höhepunkt der Eiszeit gab es in einigen Regionen Refugien mit ausreichender Pflanzendecke

Adelaide - Vor 20.000 Jahren hielt die Würm-Kaltzeit die Nordhalbkugel noch fest im Griff. Trotz der extrem niedrigen Temperaturen während dieser eiszeitlichen Phase war Sibirien damals keineswegs ein lebensfeindlicher Ort. Das bestätigen verschiedene Fossilienanalysen, die Forscher auf einer Konferenz im australischen Adelaide präsentierten.

Einer der Fossilien-Fundorte liegt auf der Tschuktschen-Halbinsel im äußersten Nordosten Sibiriens. Hier widmete sich Eva Bellemain von der Universität Oslo vor allem Pilzfossilien, wie der "New Scientist" berichtet. Mit 40 verschiedenen Pilzspezies konnte Bellemain eine größere Artenvielfalt aus den Permafrost-Proben entnehmen, als sie erwartet hatte. Da sich die Pilze von pflanzlichem Material ernährt haben müssen, lassen diese Fossilien Rückschlüsse auf die damalige Flora zu. Und dies - zusammen mit fossilierten Pollen - zeigt, dass die Region eine ausreichende Pflanzendecke aufwies, um Tiere wie Elche, Wollnashörner oder Wollhaarmammuts zu ernähren: Spezies, die aus anderen Regionen durch das Vorrücken der Gletscher verdrängt worden waren.

Dieses östliche Refugium war aber nicht das einzige: James Haile von der Murdoch University in Perth und Tina Jørgensen von der Universität Kopenhagen analysierten DNA-Proben aus dem Norden Sibiriens. An fünf Punkten rund um den Taimyrsee führten sie Bohrungen durch und stießen dabei auf die Überreste von 66 verschiedenen Pflanzenarten. Auch hier hatte sich ein Ökosystem den extremen Temperaturschwankungen im Zeitraum vor 46.000 bis 12.000 Jahren überraschend erfolgreich widersetzt. Als nächsten Schritt wollen die Forscher Vergleichsmaterial aus Alaska und Kanada analysieren, um herauszufinden, wie die dortige Fauna und Flora mit den Klimaveränderungen zurechtkam. (red)

Weit haben wirs gebracht
102
15.1.2012, 16:51

Ui das war damals sicher auch schon die böse Erderwärmung durch CO2. Und das ganz ohne Kyoto.

pipi pipifax
10
17.1.2012, 22:54

aeussern sie sich auch zu anderen dingen so "intelligent"?

Fritz Meyer
18
16.1.2012, 09:39
Lief die Eiszeit auch nur in Jahrzehnten ab?

LCD
12
16.1.2012, 07:54
Nochmals für die ganz ganz begriffsstützigen:

Die Eiszeit kam über mehrere Jahrhunderte und ließ den Lebewesen genug Zeit um sich über Generationen anzupassen. Unsere Umweltverschmutzungsbedingte Klimaänderung wirkt schon nach Jahrzehnten.
Wenn ausserirdische mal unseren Planeten besuchen um Ausgrabungen durchzuführen, werden sie auf die Zeichen einer Katastrophe stoßen, wo während weniger als 100 Jahre ein großer deril des gebundenen Carbons in die Atmosphäre gelangte. Das war wahrscheinlich ein Weltbrand, werden sie denken.

Luis Pircher1
05
15.1.2012, 18:03
Naja...

die "böse Erderwärmung" hat ja auch bloß für die mittlerweilen fast sechs Milliarden Menschen so üble Folgen. Das Leben und die Natur auf "unserem" Planeten geht davon unbeeindruckt weiter. Wenn´s soweit ist, schüttelt die Kugel ein paar hundert Millionen dieser "Kronen der Schöpfung" einfach ab, und weiter geht´s.
Das regt im Weltraum niemand auf.
Außer uns.
Eh kloar.

Harald Bruckner
00
16.1.2012, 12:36
Unsinn

Wir werden die Erde besiegen!

eigenständig
03
15.1.2012, 20:05

wir sind schon etwa 7 millarden menschen

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