Europarat entsetzt über Zustände in Flüchtlingslagern

10. Jänner 2012, 15:45

Anti-Folter-Komitee: Menschen wie Tiere in Käfigen eingepfercht

Straßburg - Der Europarat hat sich entsetzt über die Zustände in griechischen Flüchtlingslagern geäußert. Praktisch alle Lager seien hoffnungslos überfüllt und die hygienischen Bedingungen verheerend, erklärte das Anti-Folter-Komitee der paneuropäischen Staatenorganisation in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht. Sechs Experten des Komitees hatten im Jänner vergangen Jahres zahlreiche Flüchtlingslager, Haftzellen auf Kommissariaten und dem Athener Flughafen sowie Gefängnisse inspiziert. Es war die fünfte Inspektion in Griechenland seit 2005.

Seit 2005 habe sich die Lage der Flüchtlinge und illegalen Einwanderer nicht verbessert, sondern sogar noch weiter verschlechtert, heißt es in dem Bericht. In zahlreichen Einrichtungen seien die Menschen "wie Käfig-Tiere" untergebracht - viele von ihnen für mehrere Monate. An einem Posten der Grenzpolizei in der Evros-Region nahe der türkischen Grenze etwa seien zum Zeitpunkt der Visite 146 Männer in einem 110 Quadratmeter großen Bereich eingepfercht gewesen. Für alle Häftlinge habe es nur eine Dusche und eine Toilette gegeben.

Hundert Flüchtlinge auf 35 Quadratmetern

An einem nahe gelegenen Grenzposten fanden die Experten des Europarats rund hundert Flüchtlinge vor, die sich einen 35 Quadratmeter großen, völlig verdreckten Raum teilen mussten. Die Einwanderer klagten den Angaben zufolge über Kälte, mangelnde Nahrung, schlechte Belüftung, verdreckte oder verstopfte Toiletten. Da den Flüchtlingen bei ihrer Festnahme die gesamte Habe weggenommen wurde, konnten sie ihre Kleider nicht wechseln.

In einem anderen Lager trafen die Mitglieder des Anti-Folter-Komitees auf 110 Minderjährige, ein Drittel davon Kinder zwischen zwölf und 14 Jahren. Die meisten von ihnen waren dem Bericht zufolge ohne Begleitung Erwachsener. Die drei Toiletten in diesem Lager waren demnach verstopft, der Boden der Schlafsäle überschwemmt, der Gestank "unerträglich". Die meisten der so Inhaftierten hätten nie oder sehr selten Gelegenheit zu einem Hofgang. Die griechischen Behörden verteidigten diese Zustände mit dem Verweis auf fehlendes Aufsichtspersonal und Geldnot.

Vertreter des Anti-Folter-Komitees - Strafvollzugsexperten, Juristen und Ärzte - besuchen in regelmäßigen Abständen Gefängnisse und andere Orte, an denen Menschen gegen ihren Willen festgehalten werden. Das Gremium hat die Aufgabe, die Einhaltung des Anti-Folter-Abkommens durch die Europaratsländer zu überwachen. Die Berichte können erst veröffentlich werden, wenn die betroffene Regierung dem zustimmt. (APA)

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10 Postings
*GiMo*
00
17.3.2012, 17:06
mitarbeiten statt kontrollieren

Es war die fünfte Inspektion in Griechenland seit 2005?!?

Europäische Außen-Grenzen sollten doch wohl gemeinschaftlich
organisiert und verwaltet werden….

M L3
00
28.2.2012, 00:03
Man sollte diese Berichte in den Ursprungsländern der (meist Wirtschafts-)Flüchtlinge verbreiten

Vielleicht kommen dann ein paar weniger illegale.

saratoga
03
14.1.2012, 12:45
Banden

Diese Zustände werden Turnus gemäss von den NGO Abzockern verbreitet, welche Mafiös und ohne Kontrolle arbeiten und nun neues Geld brauchen, für die Schleuser Mafia Tätigkeit. Das sind Alles Kriminelle, welche auch Kinder missbrauchen und vorschicken, was ja bei Europol auch gut bekannt ist und alle haben Tausende von $ und € in der Tasche, um die nächsten Reisen zufinanzieren. Oft sitzen die Hintermänner als anerkannte Asylanten in Europa und haben Partner aus Politischen Lagern, wo man gerne jeden Sex Wunsch erfüllt.

Sahin's Zahnlücke
22
10.1.2012, 19:33
Dies kann nur eine Falschmeldung sein WEIL Griechenland

zivilisiert, human, demokratisch, ehrlich, offen, transparent , sozial, menschenfreundlich, ausländerfreundlich und zu allerletzt eu-reif ist.

uruguay
 
21
11.1.2012, 11:49
Genau $ahin

so wird es immer deutlicher und es bestätigt sich noch deutlicher, daß die EU nicht nur für mich EUROPAS UNTERGANG statt Europäische "Union" bedeutet, wo doch die "Wiege der Menschheit" und die der "Demokratie" ansässig ist!
Griechenland prahlt ja stetig damit....und hier sieht man, wie "human" sie ja sind!

Oddo Wolf
12
10.1.2012, 16:37

Der Europarat hat sich auch schon 2005 entsetzt über die Zustände in griechischen Flüchtlingslagern geäußert.
Aber es ist noch schlimmer geworden. Auch dieser Bericht ist dem Europarat seit einem Jahr bekannt.

Wenn der Europarat da schon überfordert ist, seh ich aber sehr schwarz für Europa.

egal9
13
10.1.2012, 16:08

Zeigt sehr eindrucksvoll wie viel ein Menschenleben in diesem Europa noch zählt...

marcopolo1971
 
10
11.1.2012, 07:47

Ja, kein Wunder, bei "Europäern" wie Ihnen und der "Krone" und de ganzen KHG´s etc.

egal9
10
11.1.2012, 12:06

"Ja, kein Wunder, bei "Europäern" wie Ihnen "

Soll ich jetzt lachen oder weinen?

Sie meinen also, dass ich als Kriegsgegner (Libyen, Syrien, Irak, Afghanistan und selbst Jugoslawien), also gerade als ein Gegner von Massenmord, zu denen gehöre, denen ein Menschenleben nicht viel zählt?

Ich weiß, dass Sie absolut keine Lust auf Diskussionen (mit mir) und Argumente haben, aber
Mir sind kurzfristig gescheiterte, langfristig aber erfolgreiche (dafür aber auch "tiefere") gesellschaftliche Umbrüche (Revolutionen) tausendmal lieber, als ein "Regime Change" (= vorher und nachher "Regime"), der auch noch 10 und 100 tausende das Leben kostet, aber keine gesellschaftlichen Verbesserungen mitbringt. Irak, Afgh. und selbst Libyen..

WRN
00
10.1.2012, 18:53

Das von einem 4 jährigen ca 7.000€...
...wissen wir Österreicher ja seit Kurzem.

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