Der iranische und venezolanische Präsident machen sich bei ihrem Aufeinandertreffen über die Sorgen der Weltgemeinschaft lustig
Der iranische Präsident Ahmadinejad ist derzeit auf Tour durch Südamerika und stattete im Zuge dessen auch einem seiner Verbündeten, dem venezolanischem Präsidenten Chavez, einen Besuch ab. Laut Reuters dürften die beiden es einigermaßen lustig gehabt haben. Chavez witzelte nämlich darüber, dass unter dem Hügel seines Präsidentenpalastes eine Atombombe allzeit bereit sei. "Der Hügel wird sich öffnen und eine große Atombombe wird zum Vorschein kommen", so Chavez. "Die Imperialisten glauben ja wirklich, dass Ahmadinejad und ich heute noch in den Keller des Miraflores Palastes gehen werden um die Raketen und Kanonen Richtung Washington abzuschießen. Das ist lächerlich."
Bei einer Pressekonferenz betonte Chavez, wer auf der Seite der Guten stehe: "Sie (Anm.: die USA) beschuldigen uns Kriegstreiber zu sein, obwohl sie selbst die Gefahr sind." Der Iran sei derzeit ein Ziel des "Yankee Imperialismus", "deshalb zeigen wir Solidarität", bekundete Chavez. Ahmadinejad wies die Vorwürfe, der Iran würde an einer Atombombe basteln, ein weiteres Mal zurück: "Zum Glück ist die Mehrheit der lateinamerikanischen Länder wachsam. Jeder weiß, dass diese Beschuldigungen ein Witz sind."
Ahmadinejad entgegnete die wohlwollende Haltung seines Freundes mit Urmamungen, Lobpreisungen ("Champion des Krieges gegen den Imperialismus") und einem Versprechen: "Wir werden immer zusammenstehen, auch wenn es arrogante Menschen gibt, die das nicht gerne sehen." (ted/derStandard.at, 10.1.2012)