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Steirische Reformpartner schließen Schulen

10. Jänner 2012, 13:31
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    31 einklassige Schulen mit weniger als 20 Schülern werden 2012 aufgelassen. Fünf weitere werden im Herbst 2013 nicht mehr aufgesperrt, zwölf Schulen werden "vorläufig weiterbeobachtet".

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    Kleine Volksschulen

"Regionaler Bildungsplan": Auflösung von 36 Volksschulen und zwei Hauptschulen, Fusionen von Berufsschulen

Graz - In der Steiermark werden 36 Volksschulen geschlossen, 31 davon schon ab dem kommenden Schuljahr, also diesen Herbst. Zwölf weitere stehen unter Beobachtung und könnten in den kommenden Jahren ebenfalls aufgelöst werden.

Diese Standortschließungen markieren die erste größere Etappe im sogenannten regionalen Bildungsplan von Landeshauptmann Franz Voves (SP) und seinem "Reformpartner" Hermann Schützenhöfer (VP). Gemeinsam mit Bildungslandesrätin Elisabeth Grossmann präsentierten Voves und Schützenhöfer am Dienstag erste Details wie die Namen der Standorte, die sich über fast alle steirischen Bezirke verteilen. Diese wurden bis zuletzt geheimgehalten, die betroffenen Bürgermeister und die Landtagsklubs von SP und VP erst am Dienstagmorgen vor der Pressekonferenz informiert.

"Wenn wir das mit jedem einzelnen Bürgermeister durchdiskutieren, dann wären wir dort, wo wir vor 30 Jahren waren", erklärt Voves die Vorgangsweise.

Der Bildungsplan wurde von Experten aus dem Schulwesen erarbeitet. Auch zwei Hauptschulen - in Wenigzell (Bezirk Hartberg) und Breitenau (Bezirk Bruck) - werden bis 2014 geschlossen, drei weitere "beobachtet". Weiters werden drei polytechnische Klassen geschlossen. Bei Berufsschulen, Landwirtschaftsschulen und Gastronomiefachschulen setzt man auf Fusionen, wobei in der Regel die jeweils größeren Standorte erhalten bleiben sollen.

Keine Kündigungen

Durch die Standortauflösungen soll kein Lehrer seinen Job verlieren. Grossmann verspricht sogar eine "Verbesserung der pädagogischen Qualitäten", weil 1000 zusätzliche Lehrerstunden pro Woche auf Schulen verteilt werden sollen. Etwa um die Sprach- und Leseförderung, die Begabtenförderung oder die Unterstützung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf auszubauen. Kriterien der Expertenrunden seien auch "sinnvolle Gruppengrößen" (Grossmann) und der Schulweg von Volksschulkindern gewesen. So werden vorerst nur einklassige Volksschulen geschlossen, und Kindern soll kein Schulweg zugemutet werden, der - zu Fuß, mit Öffis oder mit dem Auto - länger als 30 Minuten in Anspruch nimmt. In Graz, wo die Geburtenraten seit zehn Jahren stetig steigen, wird keine Volksschule mehr geschlossen. In ganz Österreich besteht jede zehnte Volksschule aus nur einer Klasse.

Die KPÖ nennt die Reform die Fortsetzung eines "rücksichtslosen Belastungskurses" und das Gegenteil von Regionalförderung, die FPÖ einen "bildungspolitischen Kahlschlag". Grünen-Bildungssprecherin Ingrid Lechner-Sonnek bemängelt, dass man nicht bei der "sündteuren Mehrfachverwaltung" wie den Bezirksschulinspektoren und dem Landesschulrat spare. (Colette M. Schmidt, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 11.1.2012)

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18 Postings
Eric der coole
00
30.1.2012, 18:48
Qualität

so stellt man sich da oben sparen vor, auch wenn die Qualität zerstört wird, die Leute abwandern und durch diesen Blödsinn die Probleme nur mehr werden, wie man vielen dieser Mammutschulzentren sieht

_Cube_
00
12.1.2012, 19:40
Ich glaube...

...jetzt drehen Voves und Co. komplett durch. Zuerst die Einsparungen von - wieviel warens - 72 Millionen im Sozialbereich (allein schon über 20 davon in der Behindertenhilfe - UN-Konvention läßt grüßen) und jetzt auch noch diese Glanzleistung an pädagogisch-sozialer Kurzsichtigkeit. Dabei dann auch noch pädagogische Erwägungen vorzuschützen und dabei nicht ein stückweit Transparent zu sein ist schon glatter Hohn. Ganz gleich wie die Tatsache, dass sowohl Bürgermeister als auch Lehrer oder Schulinspektoren etc. vor der Presse! über die Schließungsvorhaben erfahren mussten. Schulen geben Gemeinden ein Stück mehr Identität. Förderung funktioniert in Kleingruppen besser! .. (und hier sind zu wenig Zeichen zur Verfügung ... Zefix!)

TrifterSepp
 
00
11.1.2012, 14:01

Die Kommunisten sind in der Stmk ja noch größere Populisten als der Strache und der Faymann zusammen...

Kate Austen
01
11.1.2012, 10:05
so sehr ich Voves schätze: diese Maßnahme ist völliger Schwachsinn, und in der Verwaltung(Bezirksschulinspektoren,Landesschulräte) passiert wiedermal NICHTS

wenn ich denke für welchen Schwachsinn bei uns Geld ausgegeben wird, und dann fangen sie bei ländlichen Volksschulen an das System zu "optimieren"...

byron sully
00
11.1.2012, 13:48

bis auf die ersten fünf wörter kann ich ihr posting unterschreiben. die ersten fünf nicht, weil mir voves mittlerweile fast schon der unsympathischeste LH in österreich ist (sozialkürzungen, bettelverbot etc.)

Bernhard Just
01
11.1.2012, 11:34
Zuständigkeitsproblem

Bezirks- und Landesschulräte sind Bundesbehörden, die auch nur der Bund allenfalls auflösen könnte. Und Vorschläge an den Bund zu Strukturreformen gibt es aus der Steiermark zur Genüge...

stall
01
11.1.2012, 07:58
die qualität der experten korreliert mit ihrer entfernung von den den schülern

je weiter weg, desto mehr experte.

LL MM
00
11.1.2012, 01:02

1000 zusätzliche Lehrerstunden?

Klar, die Kinder, die derzeit noch in diesen kleinen Volksschulen sind, begehen Massenselbstmord oder verschwinden in einem Erdloch.

In den meisten Fällen wird eine neue Klasse benötigt bzw. oftmals Raumnot herrschen.

visio551
53
10.1.2012, 23:48
Baumschulen

Diese Kleinstschulen gehören sofort alle geschlossen - das ist ja wie im Mittelalter. Das Bildungsniveau in den ländlichen Bezirken ist ja nicht desshalb so am Boden.
Zudem sind sie auch noch zu teuer - nur weil die Dorfkaiser glauben eine Schule benötigen zu müssen ......

Rosa Stahl
23
11.1.2012, 10:30

welche SChule haben Sie besucht? Die Baumschule?

Ansonsten könnt man nicht so was Unsinniges posten.

Die Qualität der Pflichtschulen insgesamt ist am Land um einiges höher als bsplw. in Wien.

LL MM
25
11.1.2012, 00:58

Sie können sich sicher sein, dass in den ländlichen Volksschulen im Schnitt ein höheres Niveau gefahren wird als in den Stadtschulen.

Politisch unkorrekt
00
11.1.2012, 13:46
Ich bin zwar ein Fan von kleinen Klassen aber mit 6 Schülern/Klasse bessere Ergebnisse zu erzielen als mit 20 ist keine Kunst.

Herr der Ringe
00
10.1.2012, 22:32
Wenn unsere Kinder keine Bildung bekommen

und somit "dumm" und weltfremd durchs Leben gehen können sie nur Politiker in AT werden. D.h. wir bekommen eine Generation von Politikern.

oneeyedcat
10
10.1.2012, 22:21
experten

die namen der experten wären interessant - schilcher, androsch , salcher, hirt ????

Keyser
00
10.1.2012, 21:35

http://www.kleinezeitung.at/nachricht... ssen.story < Da gibt es das ganze noch etwas ausführlicher.

metalwoman
04
10.1.2012, 20:27

Eigentlich schade, ich war auch in einer Minivolksschule, die leider schon vor 12 Jahren geschlossen wurde. Es war wunderbar, in welchem Ausmaß jeder einzelne individuell von unserer sehr engagierten Lehrerin gefördert wurde, es gab Förderunterricht für die Schwächeren ebenso wie Extraaufgaben und Herausforderungen für die Begabten. So was ist im "Massenbetrieb" nun mal nicht in dem großen Ausmaß möglich.

sociovation
00
10.1.2012, 17:38
Kein schlechtes Geschäft für die Schulbusunternehmer

Herzerzog Johann
00
11.1.2012, 03:48

Reich wird man damit ganz sicher nicht.

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