Sparpaket in der Steiermark

Offener Brief an LH Voves

Leser-Kommentar | 11. Jänner 2012, 09:10

In der Steiermark fallen engagierte Vereine plötzlich um Förderungen um. Schade für die betroffenen Familien und schade um die Arbeitsplätze

Guten Tag, Herr Landeshauptmann!

Ich schreibe Ihnen diesen offenen Brief, weil viele Menschen aufgrund der Förderstreichungen des Landes Steiermark für den gemeinnützigen Verein "Patchwork-Familien-Service" auf Ihrer Facebook-Seite Appelle geschickt haben. Leider haben Sie diesen Menschen bisher nicht geantwortet. Wie Sie wissen, hat nicht nur das Familienressort LRin Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ) als bisheriger Hauptsubventionsgeber unsere komplette Förderung restlos gestrichen, sondern auch Ihr Ressort.

Wie kann es sein, dass für unserer Hilfseinrichtung kein Geld mehr da ist und Sie 2010 als Landeshauptmann 508.500 Euro (!) gleich gefolgt von Familienlandesrätin Grossmann mit 346.000 Euro für PR ausgeben konnten (Quelle: aufgeschlüsselt von LTAg. Schönleitner-Grüne)? Das fragen sich viele Betroffene! Da kann doch von "Sparen" in den eigenen Reihen keine Rede sein!!! Politik, die zum Selbstzweck wird, hat versagt!

Prioritäten setzen

Ich frage Sie weiters, was die steirische Regierung daran hindert, bei den Sparmaßnahmen sozial-verträgliche Lösungen und werte-orientierte Prioritäten zu setzen, um Abteilungs-übergreifend zu agieren und infrastrukturelle Sachausgaben einzustellen, solange es in der Steiermark armutsgefährdete Familien gibt? Ich denke da zum Beispiel an den Tunnelbau oder den Südgürtel (124 Millionen) oder andere Prestigeprojekte wie die Airpower (800.000 Euro) oder Ski WM (auch Millionenbeiträge).

Eine Familie, die in finanzielle Not gerät, achtet auch zuerst darauf, die Grundbedürfnisse abzudecken, um "über die Runden zu kommen", bevor die Einfahrt erneuert wird, oder? Die Arbeitsplatz-Argumentation haben wir in allen Bereichen, also auch im Sozialbereich. Da wurden Behinderteneinrichtungen geschlossen und viele Arbeitsplätze von LeistungsträgerInnen im Sozialbereich sind durch das "Sparpaket" verloren gegangen. Ausgerechnet im Sozialbereich - der für den hohen Wert des sozialen Friedens sorgt - werden stillschweigend Arbeitsplatzverluste in Kauf genommen?

Strategie dahinter?

Finanzlandesrätin Dr. Bettina Vollath (SPÖ) meinte bei einer Konfrontation in der Digital-Arena, es sei eine Strategie, keine speziellen Einrichtungen wie unsere zu fördern. Dies steht im krassen Widerspruch dazu, dass sehrwohl spezielle Beratungsstellen gefördert werden (Drogenberatung, Frauenberatung, Behindertenberatung etc.). Was ist das für eine fragwürdige angebliche "Strategie", unseren Verein jahrelang zu fördern und dann plötzlich den Hahn komplett abzudrehen? Und somit hochgradig engagierte 10 jährige bundesweite Pionierarbeit für zum Großteil Armuts-gefährdete AlleinerzieherInnen und Patchwork-Familien und Aufbauarbeit, die ohnehin zu einem Großteil auf viel unbezahlte Arbeit basiert, mit einem Schlag zu vernichten?

Diese Argumentation ist mehr als fragwürdig. Es scheint vielmehr so, als würde man im Zuge der Sparmaßnahmen überparteilich agierende, kritische, engagierte Vereine los werden wollen, da wir uns nie für parteipolitische Zwecke instrumentalisieren ließen, was für eine NGO selbstverständlich sein sollte! Ein bedenkliches Beispiel, wie wenig es oftmals in der Politik um die Bedürfnisse der BürgerInnen, Inhalte und Werte geht, sondern primär um Macht und Machterhalt. Das Patchwork-Familien-Service, wurde von mir als Vereinsinitiatorin und alleinerziehende Mutter 2002 ins Leben gerufen und wir haben bis Ende 2010 bisweilen 3000 Familien geholfen, mit ihren konflikthaften Situationen besser umzugehen.

Soeben haben wir unsere "Petition gegen Förderstreichungen" im Landtag eingereicht, die von vielen Institutionen und auch von der Autorin des Buches "Ende des Gehorsams", Journalistin Anneliese Rohrer unterstützt wird. Ein circa 90-jähriger Pensionist kam bei einer öffentlichen Diskussionsrunde anschließend auf mich zu und spendete 100 Euro, als er erfuhr, dass ich mich als Vereinsinitiatorin und alleinerziehende Mutter bereits massiv verschuldet habe, um unser Hilfsangebot nicht einstellen zu müssen und diese unverantwortliche Förderstreichung nicht an Betroffene 1:1 weiterzugeben! Ich wollte es zuerst nicht annehmen, aber er bestand darauf und meinte: "Wir haben es den Frauen zu verdanken, dass es uns gibt, und hauptsächlich Frauen waren es, die nach dem Krieg wieder alles aufgebaut haben?" Ist das nicht rührend? Um so beschämender für die zuständige Politik, dass ein Rentner, der sicher auch nicht "zuviel Butter am Brot hat", den Impuls verspürte zu helfen und jene, die für die Streichung verantwortlich sind, sich mit gut bezahltem Posten nur "abputzen" .

Wie können Sie dies als "Landeshäuptling" und Führungskraft verantworten?

Ich sage Ihnen offen, nach all der Ignoranz, mit der man mir in dieser Causa seit vielen Jahren begegnete, glaube ich nicht mehr an eine Rücknahme, aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil positiv überraschen. Dies wäre mal ein großgeistiger Schritt, um durch beherzte Taten wieder mehr Glaubwürdigkeit in der Politik zu erreichen. Es wäre schön, wenn Sie mir persönlich - und nicht Ihr "Ghostwriter" auf die oben gestellten Fragen zu antworteten. Mit familienfreundlichen Grüßen, Margit Picher. (Leser-Kommentar, derStandard.at, 11.1.2012)

Autorin

Margit Picher ist Obfrau des Patchwork-Familien-Service, Verein für Elternteile & Familien im Wandel

Kommentar posten
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Meister Eder2
01
19.1.2012, 11:22
Neue Wege gehen....

sehr schön auf den Punkt gebracht.....
http://youtu.be/j-uhXBYQXnM

Pan-Tau
01
18.1.2012, 21:49
Wer die Wahrheit bzgl Finanzverteilung wissen möchte

so sieht es aus meine Damen und Herren:
lasst euch folgenden link auf der Zunge zergehen,mehr braucht man nicht mehr dazu sagen, wie die Prioritäten in diesem Land gesetzt werden
Diese Priorität ist sozialdemokratisch????
Herr Landeshauptmann, Sie sind am Zug!
http://www.patchworkfamilien.at/files/Vov... -Sager.jpg

Irmi Studer-Algader
02
18.1.2012, 16:12
Wo bleibt die Reaktion?

So geht es doch einfach nicht ... klar, man kann nicht jeden Pieps beantworten ... und es sind Prioritäten zu setzen.
Jedoch auf einen langen, offenen Brief, der berechtigte Anliegen anspricht, nicht zu reagieren, zeugt leider von trauriger Ignoranz.
Zumindest soviel sollten Ihnen die Meinungen Betroffener wert sein, Herr LH Voves.
Besser spät als nie ... aber reagieren Sie!

Marlene Sommer
03
17.1.2012, 07:51
Grenzgebiete

Die Entscheidung, einen so wichtigen Dienst nicht mehr zu unterstützen, halte ich für sehr kurzsichtig!
Ich selbst bin seit über zwanzig Jahren im Familienbereich tätig. Es ist schon richtig, dass gewisse Unterstützungen vom Amt angeboten werden. Diese sind aber bei weitem nicht ausreichend.Die Auflagen für Jugendämter werden immer härter, es gibt lange Wartezeiten und oft nur einmalige Unterstützungen. Eine,funktionierende" Familie ist ein entscheidender Wirtschaftsträger. Durch die radikalen Kürzungen wurden nachweislich effektive Dienste gestrichen und Mitarbeiter kommen an ihre Grenzen! Unterstützungen zur richtigen Zeit können verhindern, dass zum späteren Zeitpunkt grobe Folgeschäden getragen werden müssen. Danke an die mutige Margit!

A. Krany
03
16.1.2012, 20:18

Glücklicher Weise bin ich selbst nicht Leidtragender, aber viele in meinem unmittelbaren Umfeld sind es. Dennoch bin ich froh, oder muss ich schon sagen, wäre ich froh, wenn es diesen Verein weiter gäbe, denn die Leistungen dieses Vereins kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Sicher, manche Leistungen werden angeblich so, oder so ähnlich auch vom „Amt für Jugend und Familie“ behandelt. Kann gut gehen, oder auch nicht – ich empfinde dieses Amt aber eher als Damokles Schwert, und nicht als Hilfe. Ich finde es auch bewundernswert, mit welchem persönlichen Engagement der Verein, und nicht zuletzt seine Obfrau, immer wieder um seine Finanzierung, und damit um den Erhalt seiner Leistungen, kämpft – nein, es wird nicht nur um Mittel der öffe

be73
12
16.1.2012, 17:37
sparen? ja, aber richtig!

politiker - und das betrifft alle, vom bund bis in die kleinste gemeinde-sind VOLKSvertreter, gewählt, um FÜR uns UNSER geld zu verwalten !
es kann nicht angehen, daß sozialleistungen gekürzt oder ganz gestrichen werden, während parteien und deren ausgaben ungekürzt finanziert werden!
wie erklärt eine sozialdemokratische regierung einem alleinerziehenden elternteil nahe dem burnout,ohne kinderbetreuungsplatz, mit einem einkommen weit unter €1000 die tatsache,
daß vereine wie das patchwork familienservice keine dringend benötigte unterstützung mehr anbieten können, während parteienförderung, pr-aktionen und wahlkampf millionen verschlingen - UNSERE millionen!

DaFaBlu
16
16.1.2012, 10:34
neue Spezies???

Auch ich gehöre zu der rasant wachsenden Spezies der alleinerziehenden Mütter in unserer Gesellschaft. Die Gründe warum Frau oder Mann plötzlich als alleinerziehend dastehen sind mannigfalltig und ein Wandel unserer Gesellschaft. Leider schaut die Politik hier seit Jahren wenn nicht Jahrzehnten weg. Doch dabei ist es ein hausgemachtes Problem. Was zählen denn schon Familien und Kinder in unserer Gesellschaft?
Die Ignoranz der Politik diesbezüglich ist wirklich beschämend - vorallem wenn sich eine Partei, die sich als DIE soziale Partei tituliert, mit Einsparungen an der falschen Stelle aus der Affäre mit der 3 Affen-Methode zu schleichen versucht.

Eine liebe Dame
26
16.1.2012, 08:11
Versprechungen - Vertröstungen - Absagen

Ich habe mir nochmal die Vereinswebsite angesehen und bin entsetzt, wie ignorant von unseren Politikern in dieser wichtigen Sache bisher agiert wurde. Voves versprach vor seiner Wahl, dass es bei den Vereinen keine Kürzungen geben wird und der Vereinsvorstand musste 2 Jahre warten, bis sie einen persönlichen Termin bei der zuständigen Familienlandesrätin bekommen haben!

Siehe:
http://www.patchworkfamilien.at/themen/th... &submenuid

bp1971
24
15.1.2012, 20:26
Auffällig...

ist bei manchen Postings, dass besonders GEGENkommentare von Menschen kommen, die wohl 1.den Patchwork-Familien-Verein und dessen Angebot nicht kennen.
2.die wohl noch nie Information oder Unterstützung von außen gesucht bzw. beansprucht haben.

Mir wäre wichtig, dass unsere Politiker die Interessen der "Kleinen" Leute kennen, die Wünsche und vor allem die Sorgen unserer Gesellschaft......z.B. der Alleinerzieher....denn, wenn die FAMILIEN glücklich sind, weil Unterstützung vorhanden ist, dann sind folglich die ELTERN gut im Job und die Kinder sind motiviert, dem Beispiel der Eltern nachzufolgen.
Mutige Politiker unterstützen mutige und damit zufriedene Familien, dann stimmt auch die Politik ;-)

wirklich_ein_guter_grund
27
15.1.2012, 17:37

Auch ich bin seit Jahren Alleinerzieherin und immer auf der Suche nach sinnvollen Angeboten und Initiativen, ich dachte, das Thema wird immer breiter, intensiver und wichtiger, und merke dann doch, dass viele Links nicht mehr funktionieren, Kalender unter "aktuelle Termine" nur mehr leere Seiten enthalten, Anfragen im Nirvana landen, Foren nicht mehr gepflegt werden, weils an allen Ecken und Ende kein Geld mehr gibt, zum Glück bin ich gut genug vernetzt, um die Infos und Unterstützung im privaten Umfeld zu bekommen, dieses Glück haben aber viele nicht und brauchen einfach professionelle Hilfe, die nun mal Geld kostet, das irgendjemand zahlen muss, die Alleinerzieher können das wohl nicht immer allein!

EinfachzumNachdenken
01
17.1.2012, 11:48
Das kenne ich auch...

einige Websites für Alleinerziehende oder allgemein für Familien, die ohne Leben sind und zum Teil den Eindruck erwecken, dass sie lediglich zu Marketingzwecken für die zuständigen Politiker dienen. Wenn man sich die Website des Patchwork-Familien-Service gut ansieht, erkennt man, wieviel Arbeit und Einsatz des engagierten Teams dahintersteht. Im Gästebuch finden sich bundesweite Dankesschreiben. http://www.patchworkfamilien.at/service/r... bmenuid=19 Da sollte sich LH Voves und Familienlandesrätin Grossmann ein Beispiel nehmen! Es wäre schlicht und einfach eine riesen Sauerei und grob fahrlässig, so ein nachweislich erfolgreiches und wertvolles Projekt "einzustampfen" !!

EinfachzumNachdenken
24
15.1.2012, 15:34
IlseBilse01
24
15.1.2012, 15:15
Strategie

Drogenberatung, Frauenberatung, Behindertenberatung, ... alle diese Einrichtungen leisten gute Arbeit. Sie sind jedoch mehr oder weniger eindeutig politischen Gruppierungen zuzuordnen. Macht sie das so besonders förderwürdig? Ihre Förderung wurde nämlich nicht rigoros gestrichen. Andere Vereine, die ebenfalls wichtige soziale Arbeit leisten und die sich politisch nicht instrumentalisieren lassen wie eben das Patchwork-Familien-Service, fallen einer neuen Strategie zum Opfer, auf welche die Finanzlandesrätin offensichtlich sogar stolz ist.

Herr Landeshauptmann, ich fordere Sie auf Ihre PR-Mittel und die aller Regierungsmitglieder auf ein bescheideneres Maß reduzieren! Dann ist genug Geld da für eine gerechtere Ausschüttung der Fördermittel!

EinfachzumNachdenken
24
15.1.2012, 17:14
Berufspolitiker in Vereinsvorständen

Das sollte mal genauer unter die Lupe genommen werden. Es gibt soviele Berufspolitiker, die sich in den Vorstand von gemeinnützigen Vereine hieven lassen, die nur in den Statuten "überparteilich" sind, um diesen für parteipolitische Zwecke zu instrumentalisieren und sitzen gleichzeitig an den „Futtertrögen“. Aber ein Verein, der wie das Patchwork-Familien-Service ist ( siehe HP) sich ausschließlich im Interesse der betroffenen Familien einsetzt, wird dafür durch Förderentzug bestraft. Ein unerträglicher Zustand. Auch diese Unart des Proporzes gehört abgestellt!!

PetraZoffmann
23
15.1.2012, 14:47
Bedürfnisse der österreichischen Bürger wahrnehmen

Dieser beherzte Brief zeigt auf, wie vom Bürger entfremdet die Interessen unserer Politiker tatsächlich sind. Eine gewählte Regierung hat die Bedürfnisse von allen Bürgern zu kennen, und unermüdlich zu ermöglichen. Österreich als Gemeinschaft von Menschen, jedes einzelne Bundesland, die bürgerliche Gemeinschaft von Graz: ich möchte herzlich gerne in Erinnerung rufen, dass die Gesundheit, Glück und Zufriedenheit einer bürgerlichen Gemeinschaft das höchste Gut ist! Dies scheint irgendwie zwischen glänzendem Gold und knisternden Scheinen verloren gegangen?! Verloren gegangen deshalb, weil es nur für ein paar wenige glänzt. Die Regierung möge sich endlich den unzähligen privaten Spendern anschliessen und für ALLE Bürger da sein! Herzlichst!

Eli Ja1
22
15.1.2012, 19:31
Bedürfnisse

Ich glaube leider nicht, dass die Politiker wirklich so weit vom Bürger entfernt sind. Ich möchte betonen, dass ich absolut kein Verschwörungstheoretiker bin - aber, irgendwie kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, dass es leichter ist, eine Meute zu regieren, die Angst hat. Und das ist das eigentliche Ziel. Ich arbeite in der Medienbildung, von der Eu in allen Schulungsprojekten gefordert, von unseren Politikern als ganz wichtig eingestuft ... nur, wie bei den Patchworkfamilien-KollegInnen, gibts kein Geld für solide Arbeit.
Lieber die Leute in Unsicherheit und Angst halten?!

Reisezug
24
15.1.2012, 13:40
harte Arbeit und hätten´s was G´Scheites gelernt...

sind ja ganz "standfeste und intelligente" Argumente in einer Diskussion, warum soziale Vereine finanziell übersehen werden...

Die "harteArbeit" - Leute und "hätten´s was G´cheites gelernt"-Leute können leider die Tragweite des Themas nicht erkennen, weil sie vor lauter harter Arbeit und G´scheitem lernen betriebsblind geworden sind bzw. das berühmte Brett vor dem Kopf haben.

Pauschale Erklärungen zu einem sozialen Thema sind einfach nur dumm und oberflächlich. Keiner von uns hat den Freibrief nicht auch mal Hilfe zu benötigen. Und dann möchte ich die harte-Arbeits-Leute und Gescheiten Leute sehen, dass sie nicht in der ersten Reihe stehen und "hier" schreien......

Mein Verteidiger gehört psychiatriert
93
15.1.2012, 10:42
Aha. Kaffeekränzchen und Klettergarten und "Online-Coaching" sollen

subventioniert werden.

Und weil einer der zahlreichen (http://www.patchworkfamilien.at/service/s... menuid=22) Geldgeber zur Vernunft kommt, wird gejammert.

Die fetten Jahre sind vorüber!
Wir können die Psycho- und Sozialfritzen nicht ewig mitschleppen - hättens was gscheites studiert!

Auch lustig
00
18.1.2012, 11:39
Sie haben schon recht...

als voll berufstätiger Mensch, sind diese Angebote oft merkwürdig. Als "normal" sozialisierter Mensch braucht man sie auch selten.

Aber es gibt auch Menschen, die so viel Schlimmes erlebt haben, dass sie nicht mehr arbeitsfähig sind. Wir können froh sein, wenn wir nicht Opfer jahrelanger physischer und/oder psychischer Gewalt wurden.

Nun haben wir "Leistungsträger" zwei Alternativen: die Betroffenen einfach bis zur Pensionierung durch AMS Maßnahmen zu zerren, obwohl die genau nichts bringen. Oder ihnen ein Angebot zu finanzieren, das vielleicht nur 1 von 3 wieder in die Gesellschaft zurückholt, aber das in wenigen Monaten schafft.

Was ist klüger? Was menschlicher?

Eli Ja1
12
15.1.2012, 19:15
Kaffekränzchen etc.

Noch nie selbst Hilfe benötigt oder in solch einem Bereich gearbeitet. Kaffekränzchen oder Elternbrunch mögen zwar für manche eine Förderverschwendung sein, für viele ist es aber ein Abbau einer Hemmschwelle, sich Hilfe und Information zu holen. Aus Erfahrung weiß ich, dass sich Leute sehr oft genieren Informationen zu holen.
Man muss irgendwo anstehen, wird (wie es bei meinem Thema ist) in großen Gruppen geschult und traut sich dann nicht mehr zu fragen, weil man nicht als blöd da stehen will. Da ist es dann egal aus welcher Schicht man kommt.
Gerade niederschwellige Angebote nehmen Angst.
Online-Coaching gibt die Möglichkeit auch jenen, die nicht immer Zeit haben.
... und es gibt einfach soziale Themen, die der Gemeinschaft anheim fallen

Maria H.1
11
15.1.2012, 13:30
mitschleppen?

Ein paar Arbeitslose mehr schleppen wir schon mit????
Die kosten ja nix, zahlen keine Versicherungsbeiträge, für die zahlen wir im Alter dann auch noch, mangels eigener Versicherungsbeiträge die Pflege ...

IlseBilse01
21
15.1.2012, 13:18
Die fetten Jahre sind vorüber

Wann haben soziale Vereinigungen fette Jahre erlebt? Keines, soweit ich mich erinnern kann!

Es ist schon eigenartig Menschen als Psycho- und Sozialfritzen zu beschimpfen und sie nicht einmal zu kennen! Woher nehmen sich manche Menschen das Recht, so über andere herzuziehen???
Ich wünsche dem Poster dieser überflüssigen Zeilen, dass er nie in die Stuation kommt Hilfe und Unterstützung egal von welcher Seite auch immer zu brauchen und sie dann nicht zu bekommen. Weil zB entsprechende Institutionen aus Geldmangel nicht mehr können oder er "nix G'scheite" studiert hat!

EinfachzumNachdenken
23
15.1.2012, 11:45
1) Der nächste „Kandidat“…

der aus dem anonymen Schützengraben ahnungslos urteilt. Die meisten von Ihnen verlinkten Unterstützer sind Firmen, die den Verein mit Sachspenden und Dienstleistungen unterstützt haben.“Fett“ - so wie Sie unterstellen-, waren die Jahre nie. Wie könnte es sonst sein, dass sich die Initiatorin – wie in dem „Offenen Brief“ steht, privat verschuldet hat, um das Hilfsangebot nicht einzustellen? Zuerst denken, dann urteilen.

Mein Verteidiger gehört psychiatriert
52
15.1.2012, 12:23
Sie meinen man denkt nicht wenn man Ihre Meinung nicht teilt? Interessant...

Wie hoch verschuldet (verschulden ist mit Subventionshintergrund übrigens nicht wirklich riskant)?
Warum das Angebot nicht verschlankt?
Warum nicht mehr Sponsoren aus der Privatwirtschaft?
Warum soll für jedes Wehwehchen zu dessen Besprecherei sich mehr als eine Handvoll Betroffener zusammenfindet - unter dem ostentativ gewachelten Schild "Ärmste, Schwächste" - immer der Steuerzahler blechen?

Maria H.1
21
15.1.2012, 14:02
Klettergarten, Coachings ...

... werden üblicherweise von Firmen für ihre Führungskräfte, ... gebucht!! Ich denke, die wissen um den Wert und warum sie dafür viel Geld ausgeben!!
Warum vom Steuerzahler unterstützt, weil eine Partei, die "sozial" im Namen trägt wissen müßte, was ihre Wähler, die Arbeiter/innen verdienen, und dass sie zudem ihr Leben lang Miete bezahlt haben und auch beim Erben lehr ausgehen!!

Können oder wollen sie nicht verstehen, dass gerade Kindern die mit dem Verlust eines Elternteiles fertig werden müssen ein Tag im Klettergarten, ... unendlich gut tut???

Hätten halt alle was Gscheits lernen sollen???

Online-Coaching ermöglicht es auch jenen, die sich keinen Babysitter oder eine weite Anreise leisten können Coaching in Anspruch nehmen zu können

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