McKinsey-Studie

Österreich profitiert am meisten vom Euro

Regina Bruckner, 10. Jänner 2012, 12:10
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    foto: apa/jäger

    Dicke Wolken über der Eurozone - die Gemeinschaftswährung brachte allerdings viel Schwung in die kleine Republik Österreich.

Die Gemeinschaftswährung bringt allen Eurostaaten Wohlstandsgewinn, am meisten aber den Österreichern

Wien - Schuldenkrise, Milliardenhilfen für Wackelkandidaten, Sparprogramme, Diskussionen über Schuldenbremsen und Bonitätsnoten, Banken, die unter ihrem Ostengagement leiden: Auch Österreich konnte sich dem Sog der Krise in der Vergangenheit nicht entziehen. Während sich die Politiker beeilen, die Vorteile ins rechte Licht zu rücken, zweifelt fast jeder zweite Österreicher am Nutzen der Währungsunion. Nur 37 Prozent der Befragten waren in einer Erhebung der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) der Meinung, dass Österreich von der Euro-Mitgliedschaft "eher profitiert".

Was die nackten Zahlen sagen

Eine beliebige Ansammlung nackter Zahlen widerlegt das: Der EU-Beitritt sorgte jährlich für rund 12.600 neue Arbeitsplätze. Jeder Österreicher hat nach Politikberechnungen durch den EU-Beitritt 800 Euro pro Jahr gewonnen. Mit EU-Förderungen konnten die Unternehmer und Regionen ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Die Einheitswährung hat dazu geführt, dass Länder wie Italien ihre Währungen nicht mehr einfach abwerten und ihre Produkte dadurch wettbewerbsfähiger machen konnten. Der gemeinsame Binnenmarkt hat den Österreichern eine größere Auswahl an Produkten und mehr Preiswettbewerb gebracht. Die EU-Kommission hat berechnet, dass die Grenzöffnungen der österreichischen Wirtschaft jährlich bis zu 4,2 Milliarden Euro ersparen. Die direkten Auslandsinvestitionen Österreichs sind heute 14-mal höher als 1995, die direkten Investitionen nach Österreich achtmal so hoch. Österreich ist zum Exportstar geworden.

Wie sehr die Österreicher tatsächlich vom Eurobeitritt profitierten, belegt nun einmal mehr eine aktuelle Studie des Unternehmensberaters McKinsey. Alle Euroländer profitieren dieser Studie zufolge, die derStandard.at vorliegt, von der Gemeinschaftswährung. Der klare Gewinner aber ist Österreich, knapp vor Finnland.

Und diese Wohlstandsgewinne der wirtschaftlich stabilen Länder gehen laut McKinsey keineswegs zulasten der schwächeren Kandidaten. Auch Krisenländer wie Portugal und Griechenland bilanzieren positiv: Ohne den Euro wäre deren Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2010 geringer ausgefallen.

Die große Wohlstandsvermehrung

Im Jahr 2010 hat die Gemeinschaftswährung den Wohlstand in den 17 Euroländern um 332 Milliarden Euro vermehrt. Das sind rund 3,6 Prozent des BIP der Eurozone. Der positive Effekt für die österreichische Wirtschaft betrug 7,8 Prozent des BIP, oder 22 Milliarden Euro. Es folgen Finnland mit 6,7 Prozent und Deutschland mit 6,6 Prozent des BIP. Die Wachstumsgewinne setzen sich aus intensiverem Handel, niedrigeren Zinskosten und dem Wegfall technischer Kosten, etwa für die Absicherung von Währungsrisiken, zusammen.

Der immer wieder geäußerte Vorwurf, dass stärkere Länder auf Kosten der schwächeren gewonnen hätten, bestätigt sich laut Studie nicht. Schließlich stünden die Eurostaaten wirtschaftlich gesehen nicht nur im Wettbewerb zueinander, sondern vor allem in Konkurrenz zum Rest der Welt. Insgesamt verteilt sich der Nutzen der Gemeinschaftswährung aber sehr unterschiedlich auf die einzelnen Länder. In Italien stieg das BIP nur um 3,1 Prozent, für Griechenland stand 2010 nur ein winziges BIP-Plus auf der Habenseite. Der Hauptgrund: Die Einführung der Währung erhöhte den Druck auf die schwächeren Länder, wettbewerbsfähiger zu werden.

Einige Staaten wie Deutschland passten sich an und reformierten ihre Sozialsysteme. Andere Länder - darunter Frankreich - verloren an Wettbewerbsfähigkeit, profitierten aber immer noch von den niedrigen Zinsen, die der Euro gebracht hat. (rb, derStandard.at, 10.1.2012)

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Posting 1 bis 25 von 1183
Gabriela L.
00
17.1.2012, 04:15
2. Teil - Andere Faktoren sind ausschlaggebend

Da europäische Großkonzerne zueinander zu sehr schon in Konkurrenz stehen in Europa, sind sie inzwischen eher Blutsauger der Länder als das sie viel geben an Steuern, Innovationen und Arbeitsplätze den Ländern. Sie sind zu Monstern herangereift, die stark die Gemeinwohlorientierung der Länder angreifen. Österreich besitzt keine Atomkraft, hohe Errungenschaften durch die Zivilgesellschaft, Bürger lehnen sich schneller auf gegen Gentechnik, behinderte Kinder in Schulen integrieren viel länger auf der Tagesordnung als in Deutschland.

Aus den Euro rauspringen ist nur möglich mit einem hohen Grad an Schuldenschnitt, sonst ertrinken diese südlichen Euro-Länder in nicht zahlbaren Zinsen und Schulden, Bankrottsituation.

Gabriela L.
00
17.1.2012, 04:14
Andere Faktoren sind ausschlaggebend, wie kaum Großkonzerne, die aussaugen

Ob die Staaten vom Euro profitieren, bezweifle ich, oft erläutert. Es schafft ähnliche Situationen wie der Anschluss der DDR an die BRD mit einer harten Währung. Die EU verkommt zu einer Transferunion mit bereits entstandener Deindustrialisierung südlicher Euro-Länder. Dieser Prozess ist weit fortgeschritten.

Der Grund, warum Österreich gut dasteht, ich sehe andere Faktoren. Erstens, einige westeuropäische Staaten mit gutem Sozialsystem sind geblieben bei ihrer alten Währung. Österreich besitzt kaum eigene Großkonzerne, einen hohen Grad an effektiver Volkswirtschaft zu Beginn der Einführung des Euros. Allerdings ist Österreich gefährteter von der Not anderer Länder ausgesaugt zu werden, überrannte Unis von westdeutschen Studenten... .

warp.faktor
01
13.1.2012, 07:09
Nicht Österreich sondern die Mafia ...

... ist der größte Gewinner des Euro!
http://www.heise.de/tp/blogs/8/151207

GodCoolio
00
12.1.2012, 15:28
zum besseren Verständnis ..

http://www.welt.de/wirtschaf... -Euro.html

darkwing
11
12.1.2012, 11:57
Österrerich profitiert?

Schwindlige Elemente wie Grasser, Meinl, Mansdorff-Poully und Konsorten profitieren....die Großbonzen der FI profitieren.....Konzernchefs und sog. "Leistungsträger", also Ausbeuter und Spzialschmarotzer aller Art profitieren.....
Das Volk hat Reisefreiheit innerhalb der EU, das war's dann aber auch schon.

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20
12.1.2012, 13:12
s. mein posting darunter...

...sie sind ein guter austriake.

darkwing
00
13.1.2012, 09:44
Jeden seine Meinung

Sie sind ein gutes Schäflein des Systems.

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00
13.1.2012, 14:56
keineswegs: aber ihc haenge das versagen der hiesigen politik und justiz...

...nicht einfach "der eu" um.

von wegen "schaf", und so: dafuer, dass ei sich ueberhaupt net auskennen riskieren s' a nettes lipperl.

dass sie mit ihrem gebloeke schlicht und einfach vertrottelt wirken nimmt sie hoffentlich nicht weiters wunder: weder wissen sie um die tatsaechlichen vorteile fuer jeden einzelnen buerger bescheid noch darueber, dass die genannten herrschaften auch voellig ohne "die eu" genau dasselbe abgezogen haetten.

ach is ja wurscht: bei ihresgleichen ist hopfen und malz im hirn.

darkwing
00
14.1.2012, 09:25
Naja...

Immerhin hab ich es nicht nötig, meiner Meinung mit Untergriffen und Beleidigungen Nachdruck zu verleihen.
Schönen Tag noch, Sie Auskenner.

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00
15.1.2012, 17:01
was sie noetig haben ist eine solide lektion...

...in behnehmen, diskussionskultur und logik.

und abgesehen davon ist es voellig irrelevant: so daneben wie sie sich kronesprueche-klopfend, -jaulend und klatschend gehaben nimmt sie ohnehin niemand als gespraechspartner ernst.

darkwing
00
16.1.2012, 09:03
Und immer noch....

....krieg ich kein Argument von Ihnen zu lesen. Jetzt werfens schon Nebelgranaten und schwingen die krone-Keule, anstatt dass Sie Ihre Meinung mal begründen würden.
Wie stehts denn um Ihre eigene Diskussionskultur?
Naja, ich tät mir auch schwer wenn ich anführen müsste, was uns die EU alles Gutes gebracht hat - Da ist draufhauen schon einfacher, gell?

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22
12.1.2012, 11:54
summa summarum: die "eu-diskussion" in A wird,...

...wie die meisten anderen themen, von strache-krone adePPten ohne jedwede ahnung, ohne information, ohne wissen ueber die eu-insitutionen, regeln und gesetze, dafuer aber umso großlippiger, untergriffiger und voellig faktenfrei gefuehrt.

ein mit vorurteilen vollgepfropfter, sich dafuer umso staerker waehnender haufen von armbeleuchteten austriaken.

haut's de oa..lecha ausse, moegen sie sich in ihrem bierzeltjammer suhlen, und wenn's dann gluecklich von dem voelkerkerker losgeloest auf die papp'n knallen wird es mir eine freude sein, noch mehr oel ins feuer zu gießen.

ceterum censeo: austria excludenda est (lat?).

ich schau' mir das dann aus dem zivilisierten ausland an.

Kummerl1
02
11.1.2012, 23:50
Jeder Österreicher hat 800 Euro gewonnen?

Im Durchschnitt vielleicht, in der Praxis haben das alles Kapitalisten und Spekulanten eingestreift.
Dem gewöhnlichen Hakler blieb davon gar nichts, im Gegenteil, er durfte die Abcasher noch mitfinanzieren.

Sepp Papmahl
13
11.1.2012, 18:22
Vom EURO Profitiert?

bestimmt nicht die europäische Bevölkerung. Einziger Vorteil, die Geldwechselei fällt weg. Nachteile sind bekannt. Einfachste Lösung wäre gewesen, dass jedes Land die angestammte Währung beibehalten hätte und man jederzeit wahlweise in € oder Heimatwährung hätte zahlen können. Den gäbe es keine PIIGS-Probleme und Reisende hätten die Möglickeit des Preisvergleichs. Aber D A S war nicht gewollt.

Chiricahua
10
11.1.2012, 17:29
liebe politiker, liebe industrie!

es wird wieder ein tag kommen, wie vor 223 jahren in frankreich oder der oktober 1917 in russland. und er sollte in wien kommen.
schön, wenn sich die journaillen der kronen zeitung mit den orflöchern so einig sind, dass ja die schlimme eu und der böse euro schuld sind an der großen misere in österreich. aber mckinsey sagt uns, dass der politische feind in wien sitzt und der direkte feind im chefbüro nebenan.
auch wir österreicher sollten endlich den urschrei loswerden zur befreiung. aber wir sitzen lieber im wirtshaus und tun uns gegenseitig leid wie ungerecht wir nicht behandelt werden. noch heute beneide ich die franzosen um ihre hymne, in der es heisst: "aux armes, citoyens!" zu den waffen, bürger, genug ist genug!!

zimbo
 
11
11.1.2012, 18:03
EU-Hymne : Seid umschlungen Millionen

Muss man auf Mrd ändern.

Habe noch niemand jemand den Schrott singen hören.Aber wahrscheinlich vergewaltigt man die Kinder in der Schule damit.

theHenry78
00
16.1.2012, 13:31
Die EU-Hymne hat keinen Text

Chiricahua
00
12.1.2012, 13:53
de grünen stricherl gibst dir heimlich selber, oder?

kann ja niemanden ausser dir neben, der den schas ah no guat findt...

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11
12.1.2012, 07:39
sie waren noch nie in frankreich, offenbar...

...die hymne wird dort oefter und ganz selbstverstaendlich gesungen.

kein wunder: eine muntere melodie, einpraegsmaer text, ganz ohne toeschtersoehne-geschwurbel.

ein echter hit unter den hymnen: kennt man weltweit.

net-diver
 
21
12.1.2012, 12:01
Geben...

... Sie es einfach auf. Gegen den grassierenden Zimboismus kommt man mit Fakten, Zahlen, Vernunft und Wahrheiten einfach nicht an.

Dieser Mix aus Unwissenheit und angewandtem Ignorieren ist nahezu unschlagbar.

Anstatt sich ernsthaft zu informieren werden alle möglichen und unmöglichen Argumente zu einem Anti-EU Konglomerat zusammengeschweißt und mit allem verteidigt was sich das geneigte Zimboerl textlich auch nur einfallen lassen kann und die Kombination von beliebigen Buchstaben so hergibt.

Wilhelm Guschlbauer
30
11.1.2012, 15:10
Ein vernünftiger Artikel.

In Frankreich bilden sich due Leute ein, dass die Baguette, die letzt 0,9 euro kostet, 1 bis 1,5 Franc im Jahr 2000 gekostete hätten (grosse Umfrage vorige Woche) - wirklichkeit 4 bis 4,5 Franc. Nur sind die Löhne um ca das Doppelte gestiegen.
Z.B. sind heute Autos billiger als vor 10 Jahren.

zimbo
 
12
11.1.2012, 13:30
Und hier mal was, was nicht von der Propagandamaschinerie gefertigt wurde.

http://www.focus.de/magazin/m... 97468.html

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00
11.1.2012, 13:39
seit wann diktiert "der voelkerkerker" die preise?...

zimbo
 
02
11.1.2012, 14:44
Günstieg Leuchtmittel wurden verboten.

stattdessen flackerndes Licht mit Quecksilber, damit auch die Pharmaindustrie was davon hat.

Extrem teure Gaszähler, und was osnst noch alles per Zwang an den Mann/Frau gebracht werden kann.

Und damit das alles geht eine extrem teure Feudalzone, die auch zugleich ein Wanderzeirkus ist, wegen der höheren Spesen und doppelten Büros vermute ich mal.

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00
11.1.2012, 16:37
zusatzfrage: kaufen sie taeglich gluehbirnen und gaszaehler?...

...sie selbst haben ja den "focus" artikel da unten verlinkt.

der bauer kriegt fuer's haeupl salat 10ct, wenn's hochkommt.

und wir zahlen dafuer 1.50-2€ im regal.

"schuid is de eu". na sicher, doch.

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