Weiter rote Zahlen

AUA versucht weitere Sparmaßnahmen

10. Jänner 2012, 18:26

Ansatz bei den Personalkosten - Betriebsrat fordert Gesamtkonzept

Wien - "Die AUA hat kein Produkt-, sondern ein Kostenproblem", analysierte bereits Ex-Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber als die Deutschen 2009 die AUA übernahmen. Zu diesem Schluss kam nun auch der seit November 2011 amtierende neue AUA-Chef Jaan Albrecht bei seiner ersten Pressekonferenz. Er will in den nächsten drei Jahren die Kosten um 260 Mio. Euro drücken, heuer bereits um 200 Mio. Euro.

Albrechts Vision ist es, die Kollektivverträge zu "modernisieren" und die Personalkosten etwa durch den Stopp von automatischen Vorrückungen einzudämmen. Albrecht: Ohne Gegensteuern lägen die Personalkosten heuer auf dem Niveau von 2009, obwohl seither 1500 Leute abgebaut wurden. Ein Mitarbeiterabbau sei nicht geplant.

Stimmung

"Mit uns hat darüber noch niemand gesprochen", sagte Bord-Betriebsratschef Karl Minhard zum Standard und beschrieb die Stimmung der Mitarbeiter: "Die Leute wollen nicht einmal irgendwas hergeben." Minhard urgiert ein Gesamtkonzept, wonach Doppelgleisigkeiten etwa zwischen AUA und Tyrolean beseitigt werden. Das müsste doch AUA-Vorstand Peter Malanik wissen, der seit über 20 Jahren im Betrieb sei. Wie überhaupt die Führungsebene mit drei Vorständen und 17 Bereichsleitern für die kleine AUA etwas üppig konzipiert sei, argumentiert der Betriebsrat. Wenn sich die AUA mit Billigairlines vergleiche, dann sollte sie auch in der Führungsetage die Strukturen anpassen. Dass die Gesundung der AUA nicht allein an den Personalkosten hängt, weiß auch Malanik: "Selbst wenn die Mitarbeiter aus purem Idealismus um die Hälfte der Gage arbeiten, würde das die AUA nicht in die schwarzen Zahlen bringen."

Und daher verlangt die Airline wiederholt auch Beiträge von den Lieferanten wie Flughafen, Austro Control oder seitens der Regierung (Stichwort: Ticketsteuer, Emissionshandel).

Albrecht versicherte jedenfalls, dass am Kunden nicht gespart wird, die neuen Sitze kommen, und das Catering bleibt auch. Die elf Boeing 737 werden ausgemistet und durch von der Lufthansa geleaste Airbusse ersetzt. Auf die Frage, was passiert, wenn das alles nichts nützt und die Verluste auch heuer nicht beseitigt werden können, wusste Albrecht keine Antwort. Ob er, Albrecht, dann auch persönlich Konsequenzen ziehen würde? "Diese Frage kann ich nicht beantworten." Die von AUA-Vorstand Andreas Bierwirth zitierten Frühindikatoren geben jedenfalls wenig Anlass zur Freude: Bei den Privaten sind die Vorausbuchungen auf einem historischen Tiefstand und damit noch negativer als bei den Firmenkunden. (cr, DER STANDARD, Printausgabe, 11.1.2012)

Kommentar posten
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Roland Schmid
00
24.1.2012, 16:22
Das ist der Unterschied

Gleicher Flug, gleiches Produkt Grz-Muc-Hel + ret, AUA 1.000,49 Euro, Lufthansa 589,49 Euro. Warum sollte ich AUA fliegen? Es wäre natürlich auch die Geschäftspolitik zu hinterfragen.

Airbus380
12
11.1.2012, 12:56
Das ist alles gut uns schön und ausserdem nicht neu.

Die Mitarbeiter werden am Ende des Tages ihren Beitrag leisten müssen und ich auch leisten allerdings nur wenn es ein Gesamtkonzept gibt, dass den Mitarbeitern das Vertrauen in ihr Unternehmen zurückgibt. Dazu gehört Abschaffung von Doppelgleisigkeiten (Tyrolean und Lauda einstampfen), Zusammenstreichung des künstlich gross gehaltenen Streckenentztes, Reduktion der Diversifikation der Flotte (eh geplant), kleinerer Vorstand, Sparprogramm auf Basis der Vorschläe der Mitarbeiter und vieles mehr. Wenn das nicht kommt gute Nacht!

fasziniert
20
11.1.2012, 11:52
Die AUA hat in erster Linie dadurch ein Problem, dass der Flughafen um jeden Preis zu wachsen versucht

Der berühmte Plan B wie Billigflieger eines Herrn Kaufmann hat der AUA sicher mehr geschadet als genützt.

Übrigens ist es auch bemerkenswert, dass das Überfliegen dicht besiedelten Gebiets - beispielsweise die von der AUA geforderte Abflugroute über Liesing - dem Unternehmen auch nichts genützt hat. Gleichzeitig produziert man damit unnötig hohe Gesundheitskosten, die pro Jahr viele Millionen Euro ausmachen und frustiert auch 100.000 potentielle Kunden, die Flieger mit blauen Bauch möglichst vermeiden.

datum abgelaufen, ware in ordnung
01
11.1.2012, 09:20

bei meinem letzten flug in einer fokker-100 der aua hatte ich sehr wohl den eindruck, dass ein produktproblem vorliegt.

der adler
02
11.1.2012, 11:32
Produktproblem

In Wahrheit ist das eines der Hauptprobleme der AUA, das Produkt stimmt nicht mehr: alte Flieger, das Interieur der Flieger inkl. Entertainmentsystem drittklassig und das Personal frustriert und überarbeitet.

zu verdanken hat die AUA das dem Managment und der 2. Und 3. Führungsebene, die jede Folge von MA2412 alt aussehen lässt.

Da liegt der dringendste Handlungsbedarf, solange diese Karikaturen nicht durch ernstzunehmende Manager ersetzt werden, und zwar bis in die 3. Ebene, wird das nichts mit den Gewinnen.

Tintininafrica
12
11.1.2012, 08:29
AUA

In Konkurs schicken und neu gründen. Die fetten Zeiten sind für immer vorbei.

Vorsicht beim Tippen,
00
12.1.2012, 06:53
vielleicht arbeitet die lh schon daran.

frank rosner
00
11.1.2012, 07:59
albrecht ist ja ein netter umgänglicher mensch

lt. zib2 ist er dafür da die bereiche der beiden anderen zu "kontrollieren", und der azufsichtsrat kontrolliert dann was albrecht kontrolliert hat? - geldverbrennung ersten grades, vielleicht solte man zwei fähige manager bestellen, anstatt der jetzigen 3 (albrecht kanns ja vielleicht gut, dann soll er eben bleiben). und die aufgaben für den vorstand für 2012 , diese aufgaben haben sie bereits seit 2010- und scheinbar nicht erfüllt, also... auf wiedersehen. wie groß das intersse von politik,omv und fwag an der aua bezügl. kostensenkung sein wird - ich schätzte es als sehr gering, weil die annahme herrscht, das vie auch von anderen arlines entsprechend bedient wird. und die ev. verlorengehenden arbeitsplätze, sind auch kein druckmittel mehr.

Charly Firpo
00
11.1.2012, 08:48

Naja, aber ob eine andere airline ein hub in vie betreiben würde... eher nicht! Der Standort Wien würde darunter leiden.

Etrillard
21
11.1.2012, 09:12

Wenn die Kostenstruktur einfach nicht verbessert werden kann, wäre es eine Alternative, die AUA in Konkurs zu schicken und Lufthansa (oder Tochter Germanwings) einen Hub in Wien aufbauen zu lassen. Flieger und die meisten Mitarbeiter können von der Lufthansa größtenteils übernommen werden.
So eine Lösung wäre wohl von Anfang an gescheiter gewesen.

fasziniert
30
11.1.2012, 11:41
Wien und Hub vertragen sich einfach nicht

Ein Mega-Flughafen hat im dichtest bevölkertste Gebiets Österreichs nichts zu suchen. Dazu setzt der Flughafen viel zu viele Emissionen frei - nicht nur Lärm sondern auch Unmengen an krebserregenden Feinstaub.

Airbusflieger
02
11.1.2012, 19:16
Dichtest bevölkerte Teil Österreichs als Kriterium?

Wir sind in Europa generell dicht besiedelt, da liegt es wohl eher an der Gestaltung der An-/Abflugstrecken und dem Willen aller Beteiligten.
Grundsätzlich ist der Flughafen natürlich fehlgeleitet wenn er seinem Hauptkunden permanent in die Parade fährt. Es wird keinen Ersatz der AUA geben, das würde diverse Lärmgegner anfänglich freuen, aber die kurzfristig hohe Zahl an neuen Arbeitslosen, ich denke da an 15 bis 20.000, sowie die zu erwartenden Folgeprobleme, muß man auch erst verkraften. Solange der eigene Arbeitgeber nicht vom Flugverkehr abhängig ist mag das egal sein, aber die Verbindungen sind undurchsichtig.

AWave
44
11.1.2012, 07:39
Leider zu wahr

Soweit ich michnzuruck erinnere stimmt das das die AUA immer rote Zahlen geschrieben hat, das war ja positiv da ja die SPÖ ja auch rot ist und somit immer ihre Stammwählerschaft verpflichtet war und half. Somit war ein negativer Betriebserfolg immer ein Erfolg für die Partei. Das das die Steuerzahler ausbaden mussten interessierte niemanden. Jetzt wo wirtschaftliches handeln zählt brechen diese alten Struturen auf und wehren sich mit allen Mitteln, GSD ohne Erfolg.

frank rosner
00
13.1.2012, 09:07
positiv an ihrem posting ist

das sie, gemessen an ihrem erinnerungsvermögen noch sehr jung sein sollten, ws mich freut, da sie dann für meine pesnion einzahlen dürfen. NEGATIV ist leider der erst ihres postings. über den erfolg, ws wir verteidigen wollen/werden/müssen, lesen sie später hier - keine sorge. parteipolitisch wurd austrian nicht immer geholfen, aber trotz ihrer jugend sollten sie sich erinnern könnne, das eine zwangsübernahme für austrian nicht wirklich ein finanzieller vorteil war- aber das ist nur ein überstandenes randthema,wenn die flotte nun wirklich bereinigt wird. vor dem golfkrieg I, waren gewinne vorhanden. auch als AG wurden dividenden ausgeschüttet, seit golfkrieg II nicht mehr,auch als angestellter wünsche ich mir anderes, glauben sie mir!

Tatjana4
13
11.1.2012, 08:37
Selten so ein schwachsinniges Posting gelesen.

Fussball, Hundstrümmerln und die Luftfahrt - das sind die Themen wo es in Ö offensichtlich 8Mio Experten gibt.

Mondmann
23
11.1.2012, 06:57

"Die AUA hat kein Produkt-, sondern ein Kostenproblem", "schreibt weiter rote Zahlen"...

Hat die AUA schon jemals NICHT-ROTE Zahlen geschrieben?

Sind mit "Kostenproblem" das völlig unfähige Management, die überhöhten Gehälter und das lausige Service gemeint?

site:°~+*-||!#.\>
12
11.1.2012, 00:49

Die AUA, eine Ö Erfolgsgeschichte der unfähigsten SPÖVP Politiker aller Zeiten.

Die AUA in Konkurs schicken und ohne die abartig parteipolitisch begründeten, überhöhten Einkommen neu gründen, hätte dem Ö Steuerzahler damals mind. 500. Mio. erspart.

Denn auch die LH kann nun nichts anderes, als unnötiges Personal zu entlassen, total abgehobene Pilotengehälter zu senken und defizitäre Flüge einzustellen.

AUA=Verschleuderung von Mrd. an Ö Steuergeldern.

SCANone
31
11.1.2012, 01:12

Bei der LH verdient man als Pilot sogar deutlich besser als bei der AUA. Ich denke also, dass es nicht an den (zugegeben: sehr guten) Pilotengehältern liegt.

Ich denke, dass man bei administrativen Stellen noch Einsparungspotenzial hätte und auch beim Kerosin schlechtes Hedging betrieben wurde.

Auch die Flughafengebühren sollen angeblich in Wien nicht ohne sein. (wenn wer genaueres weiß, bitte kommentieren, vielleicht lieg ich da ja falsch).

Mit Emirates etc. wird man sich nicht messen können...die haben keine EU Auflagen und werden massiv subventioniert.

Friendly_Fire
30
11.1.2012, 08:45
Immer die Jammerei über die Emirates Subvensionen...

...die Austrian ist die letzten 30 Jahre massiv vom Staat subvensioniert worden und erst seit der Übernahme durch die LH nicht mehr...schon vergessen?

McDonnell Douglas
00
11.1.2012, 21:21
Stimmt nicht!

Hat jahrelang Dividenden abgeliefert.
Zuerst informieren, dann posten!

Fritz, der Fratz
50
11.1.2012, 00:02
wien-hanoi im herbst 2011

aua-eco (uralte 777) nur wenige hunderter unter der moderneren aeroflot (a330) BUSINESS. na, was habe ich da wohl gebucht (umsteigen muss man ja bei beiden)? Aeroflot business wurde es - immer wieder.

Charly Firpo
00
11.1.2012, 08:51

die 777 ist eines der wenigen Lichtblicke der Aua, alles muss man nicht schlecht reden!

SCANone
00
11.1.2012, 01:18

Ich weiß ja nicht was sie als "uralt" bezeichnen, die 777 der AUA gehören mMn jedoch nicht in die Kategorie "uralt". Bei den 767 sieht´s da schon ein wenig anders aus...

ikepod
100
10.1.2012, 23:43
wer brauch noch die aua?

meine lieblingslinie ist adria airways
und fliege am meisten mit easyjet.

The Chaos Path
00
11.1.2012, 08:59

solang man nicht irgendwo hin muss, was nicht gerade das 08/15 touristen ziel ist, mag das wohl stimmen. für alles andere ist man in österreich bereits schon fast gezwungen, die lufthansa zu nehemn - und die lässt sich das teilweise auch schön vergolden.

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