Ländereinkommen

Tiefe Bremsspuren in Kärnten

10. Jänner 2012, 11:26
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    foto: apa/günter r. artinger

    Nur der Lindwurm in Klagenfurt kennt keinen Schmerz.

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Kein anderes Bundesland wurde von der Wirtschaftskrise 2009 so stark getroffen wie Kärnten, Aus­reißer nach oben war Vorarlberg

Wien - Die Wirtschaftsleistung (Bruttoregionalprodukt) 2009 ging in Kärnten um 4,7 Prozent (auf 15,3 Mrd. Euro) zurück, jeder 50ste Job (2 Prozent) ging verloren. Am glimpflichsten kam das Burgenland davon: Hier sank die Wirtschaftsleistung nur um 0,2 Prozent (auf 6,3 Mrd. Euro), es wurde nur jeder tausendste Job gestrichen (Minus 0,1 Prozent), geht aus den Zahlen der Statistik Austria hervor.

Im Durchschnitt ist das Bruttoregionalprodukt (BRP) österreichweit um 2,8 Prozent zurückgegangen, die Zahl der Erwerbstätigen fiel um 0,9 Prozent. Überdurchschnittliche Rückgänge der Wirtschaftskraft gab es in der Steiermark (3,5 Prozent), Niederösterreich (3,3 Prozent), Salzburg und Vorarlberg (je 3,2 Prozent) sowie Oberösterreich (3,1 Prozent). Besser weggekommen sind Wien (Minus 2,2 Prozent) und Tirol (Minus 0,9 Prozent).

Geringere Schwankungen gab es beim verfügbaren Einkommen. Im Schnitt verzeichnete die Statistik Austria einen Rückgang um 1,1 Prozent, wobei es in Wien zu einem Minus von 1,7 Prozent kam, in Tirol zu einer Verringerung um 0,2 Prozent. Ausreißer war Vorarlberg: Hier stieg das verfügbare Einkommen des Bundeslandes sogar um 0,7 Prozent. Dabei war das Primäreinkommen der Haushalte vor Transferleistungen um 3,1 Prozent gefallen: "Die Umverteilung durch die monetären Transfers konnte die Einkommensrückgänge und die regionalen Unterschiede zumindest im Jahr 2009 teilweise abfedern", so die Statistik Austria. Beim Einkommen pro Kopf sind die Unterschiede zwischen den Bundesländern sehr gering, vermerken die Statistiker: Hier führen die Vorarlberger und Niederösterreicher mit je 20.500 Euro vor Salzburg (20.200), Wien (20.100) und Oberösterreich (20.000). Unter dem Österreich-Schnitt von 19.900 Euro liegen Tirol und Burgenland (je 19.500), die Steiermark (19.300) und Kärnten (19.000).

Wien bei Einkommen an der Spitze

Gemessen an der Wirtschaftsleistung bleibt Wien als Bundesland absolut und pro Kopf an der Spitze: Mit 72 Mrd. Euro werden 26 Prozent des heimischen BRP (274,8 Mrd. Euro) hier erwirtschaftet, pro Kopf waren es 42.600 Euro. Salzburg landet mit einem BRP pro Kopf von 37.500 Euro auf Platz zwei vor Vorarlberg (34.700 Euro/Kopf) und Tirol (34.600 Euro/Kopf). Unter dem Österreich-Schnitt von 32.900 Euro liegen Oberösterreich (32.800), Steiermark (28.500), Kärnten (27.400), Niederösterreich (27.000) und das Burgenland (22.200).

Auf Regionalebene (Nuts 3) war Linz-Wels mit einem BRP/Kopf von 43.600 Euro das wirtschaftlich stärkste Gebiet vor Wien (42.600) sowie Salzburg und Umgebung (40.800). Schlusslicht war das Weinviertel (17.600) vor dem Mittelburgenland (19.400) und dem Mühlviertel (19.800). (APA)

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13 Postings
AlliGator
00
10.1.2012, 20:55

Wen interessieren die Bremsspuren? Wie das Wrack und die (mit)Fahrer nach dem Überschlag bei der nächsten Landtagswahl aussehen werden wollen wir wissen...

G. Lavant
00
10.1.2012, 18:12
Das Kärntner Ergebnis ist irre levant

Kärnten ist reich, da es beim Verkauf der Hypo-Alpe-Adria die Bayern so richtig über den Tisch gezogen hat, die Fußballeuropameisterschaft ein irrer Erfolg war, der Koralmtunnel noch einer wird man zum Schutz gegen Angriffe aus Wien eine mittelalterliche Burg in errichtet wird, damit der Reichdumm auch wirklich im Land bleibt.

Emiliano Zapata
 
00
10.1.2012, 17:58
das kann nur ein komplott des wasserkopf in wien sein

so wie nordkorea das einzig wirklich freie land der welt ist, ist kärnten selbstverständlich der wirtschaftsmotor österreichs. am kärntner wesen soll die republik genesen... und wird eher verwesen

Adam Markus
00
10.1.2012, 17:18

Das sollte man vielleicht all jenen "Befragten" sagen, die einen Artikel weiter, der FPÖ die besten Kompetenzen zur Lösung von Problemen zusprechen.....

Für deppert gehaltener Wähler
00
10.1.2012, 16:37

Alles so 2009. Inzwischen wurde ordentlich Gas gegeben (2010+2011) und wieder gebremst (2011 + 2012).

Cerberus303
00
10.1.2012, 16:10
hehe....

... das ist so wie "braune Bremsspuren" in der Hose Österreichs :-)

Irrer Wahnsinn
04
10.1.2012, 13:42
Nette Titelüberschrift,

aber besser wäre "Tiefe braune Spuren in Kärnten".

Lectrice
05
10.1.2012, 13:45

Bremsspuern in der Unterhose sind braune Spuren - also passt schon ;-).

Knochenmann
20
10.1.2012, 13:33

Und woran liegt das? Logisch: am Assistenzeinsatz des Budesheeres in Burgenland!

Der Große von Gegenüber
01
10.1.2012, 12:47

zu Bremsspuren fallen mir nur die braunen in der Hose ein, paßt ja farblich auch zu Kärnten ...

Sven Dirks
08
10.1.2012, 12:34
Das liegt ganz sicher...

... an den anerkannten Qualitäten der Kärntner Landesregierungen der letzten Jahre. Mit ihrer ausgeweisenen Wirtschaftskompetenz (zumindest was die eigenen Taschen angeht) und ihrem soliden Finanzgebahren haben sie sicher das Schlimmste verhindert und müssen als Helden gefeiert werden.

Ab 2013 dürfen wir Segnungen brauner (Verzeihung, blauer) Politik sicher auch auf Bundesebene genießen.

Der Onkel mit dem Speiseeis
39
10.1.2012, 12:08

ist nicht kärnten selbst eine einzige tiefe ...?

Seria
80
10.1.2012, 11:53

trotz Rezession spricht man in Wien von Steuererhöhungen

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