Obamas Berater Daley tritt zurück

10. Jänner 2012, 10:34

Stabschef im Weißen Haus und enger Vertrauter Obamas

Nur kurz durfte US-Präsident Barack Obama den frischen Schwung nutzen, der ihm durch eine Reihe guter Nachrichten vom Arbeitsmarkt im neuen Jahr zuteilwurde. Am Montag ist sein ranghöchster Mitarbeiter im Weißen Haus zurückgetreten. Stabschef William Daley, wie Obama selbst aus Chicago, habe um seine Entlassung gebeten, sagte Obama am Montag in Washington. Er habe ihn gebeten, seine Entscheidung noch einmal zu überdenken - vergebens. Als Nachfolger präsentierte der Präsident seinen bisherigen Haushaltschef Jacob Lew.

Daley war erst vor einem Jahr auf Rahm Emanuel gefolgt, der im Februar 2011 zum Bürgermeister von Chicago gewählt wurde. Obama nannte vor Journalisten im Weißen Haus familiäre Gründe als Ursache für Daleys Rückzug. "Bill hat mir gesagt, dass er mehr Zeit mit seiner Familie verbringen möchte", sagte der Präsident. US-Medien zufolge soll allerdings die Chemie zwischen dem 63-jährigen Daley und Obamas engstem Umfeld nicht gestimmt haben. Daley war erst vor einem Jahr nach Washington berufen worden, weil sich der Präsident von ihm Hilfe im Parteienstreit erhofft hatte.

Die "New York Times" berichtete, dass Daley den Präsidenten bereits in der vergangenen Woche über seinen Amtsverzicht in Kenntnis gesetzt habe. Nach Gesprächen mit seiner Frau während der Weihnachtsfeiertage habe Daley den Entschluss gefasst, das Weiße Haus wieder zu verlassen. Laut "Chicago Tribune" hatte Obama im November einige Kompetenzen Daleys an seinen Vertrauten Pete Rouse übertragen, der bereits nach dem Abschied Emanuels übergangsweise die Aufgaben des Stabschefs wahrgenommen hatte.

Obama dankte Daley für seine Leistungen. "Bill war ein herausragender Stabschef während eines der arbeitsreichsten und folgenschwersten Jahre meiner Präsidentschaft", sagte er. Nach Informationen der "Chicago Tribune" soll Daley noch bis Ende Jänner im Amt bleiben, damit Lew die Arbeiten am Haushaltsentwurf der Regierung beenden könne.

Der Jurist Daley entstammt einer Politikerfamilie aus Chicago, wo Obama lange gelebt und selbst seine Politikerkarriere begonnen hatte. Von 1997 bis 2000 war Daley Handelsminister unter Präsident Bill Clinton. Vor seiner Berufung ins Weiße Haus gehörte er der Leitungsebene der US-Großbank JP Morgan Chase an. "Am Ende war die Anziehungskraft unserer Heimatstadt, die wir beide lieben, wohl zu groß", sagte Obama.

Sein designierter Nachfolger Jacob Lew gehört seit Sommer 2010 als Haushaltschef zum inneren Machtzirkel im Weißen Haus. Zuvor war der 56-Jährige als einer der Stellvertreter von Außenministerin Hillary Clinton für das Budget des Außenministeriums zuständig gewesen, er gehört der mächtigen Politclique aus Chicago an. Ende der 90er-Jahre hatte er bereits unter Präsident Clinton als Haushaltschef gedient. (red/APA)

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1 2
F S 3
07
13.1.2012, 11:34
Alle drei bisherigen Stabschefs des Obamaramas wurden durch die Wall Street reich!- Genauso benutzte Jacob Lew die phantastische Drehtür zwischen Demokraten und Money-Wonderland als CFO bei der CITIGROUP Altern.Invest.Group,…

…die alleine im 1Quartal 2008 509 Mill $ in den Sand setzte. Dafür erhielt er dann -nach erfolgreichem Bail-Out durch die Steuerzahler- Anfang 2009 $900.000 als "Bonus", zusätzlich zu den 1,1 Mill$, die er noch von der City als "Kompensationspaket" im "erfolgreichen" Jahr zuvor erhalten hatte.

Und all diese netten Männlein und Weiblein helfen dem Obamarama ganz sicher, sich bei der Wahl als "Kontrolleur" und "Gegener" des Wall Street Selbstbedienungsladens zu positionieren, wie es weithin zu lesen ist.

Vanilla Bear
36
10.1.2012, 11:18
An alle Obama-Kritiker: Klicken und lesen!

http://files.abovetopsecret.com/files/img... ed604f.jpg

-Lucien-
91
10.1.2012, 09:16

Europas Lieblingspräsident scheint ja ein sehr sympathischer und angenehmer Chef zu sein...

Odo
142
10.1.2012, 09:10
Mit Jacob Lew bekommt Präsident Obama nach drei Jahren Amtszeit schon seinen 4. (!) Stabschef im Weißen Haus. Rekordverdächtig. Daley hatte ja schon vor einiger Zeit erklärt, dass er im Falle einer zweiten Amtszeit Obamas Ende 2012/Anfang 2013

abtreten würde. Das er nun aber noch früher geht zeigt, wie zerstritten Herr Obama und sein engstes Umfeld im Weißen Haus sein müssen (viel mehr als die "bösen" Republikaner in den Vorwahlen). Obama steht eben scheinbar nicht nur was seine Wiederwahl anbelangt mit dem Rücken zur Wand. Dazu passen auch Berichte aus einem jüngst erschienenen Buch,wonach die First Lady öfters Zoff mit engen Beratern des Präsidenten (z.B. Rahm Emanuel) gehabt haben soll.
Jetzt fehlt eigentlich nur noch, dass Hillary Clinton ihren Posten als Außenministerin vorzeitig aufgibt. Dann wäre Obama vollends blamiert. Sie hat ja auch erklärt,dass sie im Falle einer zweiten Amtszeit Obamas nicht mehr als Außenministerin oder für einen anderen Posten zur Verfügung steht.

Walter KURTZ
 
21
10.1.2012, 10:22

Der ehemalige Chefredakteur der NYT hat ja schon gefordert, daß Clinton als Vize antreten soll (obwohl Joe Biden ja Obamas "beste Entscheidung" war). Ob der nach Eigeneinschätzung - zumindest! - viertbeste Präsident aller Zeiten diesen Schritt eingeht, um seine Kandidatur zu retten?

Odo
11
10.1.2012, 12:37
Ich glaube nicht daran. Zum einen wird Hillary Clinton ihre Meinung nicht ändern, zum anderen bekäme Präsident Obama dann eine Führungsdebatte und die will er sicherlich vermeiden.

Denn wenn man die beliebteste Politikerin der USA als Vizepräsidentin aufstellt um einen schwachen Präsidenten zu stützen, warum dann nicht gleich die beliebteste Politikerin als Präsidentschaftskandidatin aufstellen? Bislang ist die Position Obamas als Präsidentschaftskandidat seiner Partei ungefährdet. Das würde sich aber ändern, wenn er Hillary Clinton als "Vize" nominieren würde.

hoba goas
10
10.1.2012, 13:02
Obama wird die Wahl trotzdem gewinnen!

Es gibt nichts besseres, als schlechte Umfragewerte zu Beginn eines Wahlkampfes! Der "Spin" kann nur mehr nach oben gehen, und das wird er auch... Wenn erst mal die Kampagne anläuft, wird man nur so staunen!

See Tal
04
10.1.2012, 09:32
Einen widerlichen, geradezu republikanischen Pauschalhass lassen Sie da durchscheinen...

Sind Sie etwa republikanischer Wahlkämpfer? Möge dieser unserer einzigen Welt ein(e) republikanische(r) Präsident(in) erspart bleiben, hoffe ich sehr, wenn ich diese KandidatInnen höre!

enzo77
22
10.1.2012, 08:44
Niko Pelinka

jetzt steht die nächste Wahl ins Haus. Schicken wir doch Niko Pelinka als neuen Berater ....

Anton Friesl
13
10.1.2012, 07:43
Americans are NOT stupid - WITH SUBTITLES .,.

http://www.youtube.com/watch?v=fJuNgBkloFE

Peacefaktor
13
10.1.2012, 07:41
na ja, sollte nicht weiter tragisch sein:

immerhin wo steht Obama heute?

Also so gut dürfte die Arbeit des Beraters nicht gewesen sein. Neuer Mann, neues Glück?
Die Frage bleibt ohnehin, ob man ohne systemrelevante Änderungen, und da meine ich Dinge wie Abschaffung des Zinssystems, den Karren USA überhaupt noch aus dem Dreck ziegen kann?

Man beschreitet zusätzlich gefährliche Pfade. Auf vielen Ebenen (zB Afrika) führt man eigentlich einen versteckten Krieg gegen China, auch durch die Politik des schwachen $`s, die Ressourzenkriege, jetzt will man sich an den Iran ranwagen, und da wirds eng mit China: oder führen uns die Damen und Herren gerade in den 3.WK, als letzte Konsequenz, als Resetknopf um das System danach neu zu starten, sollte man erfolgreich sein?

Allmächtiger Satan
53
10.1.2012, 07:24

Wer will schon einen Unberatbaren beraten?

sanginius
102
10.1.2012, 04:54

der Stabschef wirft hin wo gerade 2 neue Kriege vor der Haustüre stehen?
Hr. Daley war wohl mit Obsama nicht einer Meinung...

stefan esema
14
10.1.2012, 09:14

"Obsama", wie kreativ. Da sollte mindestens ein Literaturnobelpreis drinnen sein.

sanginius
00
11.1.2012, 14:26

danke, ich warte quasie stündlich auf den entscheidenden Anruf aus Stockholm.

Wenn einem wahlkämpfenden Politiker (und späteren Kriegstreiber / verbrecher) vorab der Friedensnobelpreis verliehen wird, kann mir doch der Literaturnobelpreis ebenfalls verliehen werden.

02515151541
10
10.1.2012, 02:38
wohl beratungsresistent der gute...

und damit meine ich, dass er sich von einem Typen von
Jp beraten lässt...

Walter KURTZ
 
21
10.1.2012, 08:31

Paßt ins Muster...Am Anfang seiner Amtszeit hat sich Obama ja auch von John Corzine, dem damaligen Gouverneur von New Jersey und ehemaligen Goldman Sachs Manager, beraten lassen.
Den möchten mittlerweile viele im Gefängnis sehen, weil er als Chef einer Investmentfirma das Geld seiner (zumeist nicht unbedingt reichen) Kunden in Casino-Manier verzockt hat...

Chukche
00
11.1.2012, 08:16

Als Zocker passt er auch besser zu den Reps!

Soft Werker
94
10.1.2012, 01:56
Die Ratten verlassen...

...das sinkende Schiff.

yomellamo
06
10.1.2012, 06:45

... wohin geht denn ihre reise?

Trollblume
00
10.1.2012, 04:56

die sehen alle nicht gut aus - http://www.spiegel.de/politik/a... 02077.html

der erleuchtete
54
10.1.2012, 00:52
die ratten verlassen das sinkende schiff...

'die chemie' stimmte nicht :))
oder war er mit obamas neujahr-coup net einverstanden: jetzt ist auch die zeitlich UNBEGRENZTE festnahme und verwahrung von US-BÜRGERN durch die us army in den USA rechtens...
und damit die errichtung von kz's gegen terrorverdächtige/missliebige in den usa jederzeit möglich.
und keiner sagt was dazu, geschweige denn, dagegen. am allerwenigsten die demokraten des 'standard'.

Walter KURTZ
 
31

War klar. Der einzig vernünftige in der Spinnertruppe...

spoamasta
 
12
jetzt ist alles aus

das imperium americanum geht seinem untergang entgegen.

Le_Blöb
 
00

Obamas Wall Street Administration wächst.

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