Kubas Revolutionsführer kritisiert US-Präsidentschaftsbewerber
Havanna - Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro
hat die Wahl eines Roboters ins Weiße Haus vorgeschlagen. Unter dem
Titel "Der beste Präsident für die USA" veröffentlichte Castro am
Montag seinen Vorschlag in einem seiner Artikel für die kubanische
Staatspresse. Der Roboter müsse in der Lage sein, "einen die
Menschheit auslöschenden Krieg zu verhindern", schrieb Castro. Er gab
sich überzeugt, dass 90 Prozent der Wahlberechtigten in den USA einen
solchen Roboter zum Präsidenten wählen würden.
Unter den US-Präsidentschaftsbewerbern sah Castro keinen
geeigneten Kandidaten. Die Bewerber der Republikaner hätten "mehr
Atombomben" im Gepäck als Friedensbotschaften und Amtsinhaber Barack
Obama sei um "Lichtjahre weiter von Martin Luther Kings Träumen
entfernt als der nächste bewohnte Planet".
Der 85-jährige Revolutionsführer veröffentlicht regelmäßig seine
"Reflexionen" zur Weltpolitik. Vergangene Woche schrieb er, die Welt
gehe unerbittlich auf den Abgrund zu. (APA)