Liberale Partei boykottiert Wahl

9. Jänner 2012, 18:33

Wahlkommission hat Beschwerden angeblich nicht ernst genommen

Kairo - Eine nach dem Sturz von Ägyptens Präsident Hosni Mubarak gegründete liberale Partei wird die Wahlen zur zweiten Kammer des Parlaments boykottieren. Das teilte die Partei der Freien Ägypter am Montag auf ihrer Website mit. Zur Begründung hieß es, die Wahlkommission habe die zahlreichen Beschwerden über Manipulation während der Parlamentswahl nicht ernst genommen.

Ägyptische Wahlbeobachter hatten während der Parlamentswahl unter anderem über Stimmenkauf, Prügeleien in den Wahllokalen und verschiedene Formen der Wählerbeeinflussung an den Urnen berichtet.

Die Wahl hatte am 28. November begonnen und soll an diesem Dienstag und Mittwoch mit einer Stichwahl der Direktkandidaten in neun Provinzen enden. Die Wahlen zum Shura-Rat, der im Gesetzgebungsprozess eine untergeordnete Rolle spielt, sollen am 29. Jänner beginnen. Sie finden in zwei Etappen statt und werden und am 22. Februar enden.

Islamistische vor radikal-islamistischer Partei

Bei der Parlamentswahl, deren Endergebnis noch aussteht, hat die islamistische Partei der Freiheit und Gerechtigkeit den ersten Platz belegt vor der radikal-islamistischen Partei des Lichts. Die beiden Islamisten-Parteien werden zusammen rund 60 Prozent der Mandate erhalten. Die von dem christlichen Geschäftsmann Naguib Sawiris gegründete Allianz der Partei der Freien Ägypter und die traditionsreiche liberale Wafd-Partei belegten nach den bisher bekanntgewordenen Ergebnissen in den meisten Wahlbezirken den dritten und vierten Platz. Nur wenige Stimmen erhielten die jüngeren Kandidaten der Allianz "Die Revolution geht weiter".

Die meisten Berichte über Manipulation bei der Wahl richteten sich gegen die Islamisten, die potenzielle Wähler mit Kleinbussen zu den Urnen karrten sowie Geld und Sachspenden verteilten. In einigen Fällen gab es jedoch auch Klagen über Kandidaten der Freien Ägypter. (APA)

hallo tschüss
00
10.1.2012, 15:56
Meine Befürchtungen sind eingetreten,

die Extremisten habe sich dieser Protestbewegung zu nutze gemacht.

Bin gespannt wie sehr sie einen Gottesstaat aufbauen können. Was geschieht mit dem Tourismus? der ein sehr großer wirtschaftlicher Faktor in Ägypten ist.

Quiche
00
10.1.2012, 11:35
Franklin Lamb in Libyen

"Disarming the militias and pressuring young men to go back home, give up their arms, join the police force or a new Libyan army or get a real job are very sensitive issues that the MB does not address with much conviction. Privately the MB, as well as the NTC, admits that there will be no disarmament of militias anytime soon."

http://libya360.wordpress.com/2012/01/0... elections/

Arbeiter
03
Bitte Herr Karim, lieber ORF, wo ist die "Demokratiebewegung" geblieben?

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.