Pläne im Detail

AUA fliegt zum nächsten Sparpaket

Claudia Ruff , 9. Jänner 2012, 17:43

Teilweise Flottentausch erwartet - Betriebsrat will Sozialplan verlängern

Wien - Am Dienstag will AUA-Chef Jaan Albrecht seine Sparpläne im Detail vorstellen. Im Vorfeld brodelte die Gerüchteküche, zumal die Mitarbeiter, vor allem das fliegende Personal, zu keinen Zugeständnissen mehr bereit scheint.

Spekuliert wird mit einer geplanten Umflottung, bei der teilweise Boeing-Flieger der AUA auf Airbusse aus dem Lufthansa-Konzern getauscht werden. So könnten elf Boeing 737 der AUA sukzessive gegen sechs Airbusse ersetzt werden. Experten verweisen dabei auf folgenden Nebeneffekt: Wird eine Flotte wie die 737 ausgemustertet, so kann das Unternehmen die darauf eingesetzten Mitarbeiter leichter abbauen. Die AUA wäre demnach nicht mehr an das Senioritätsprinzip, wonach zuerst die (billigeren) Jung-Piloten abgebaut werden müssen, gebunden, sondern könnte auch ältere und damit teurere Piloten freisetzen. Bord-Mitarbeiter wiederum bezweifeln dass es dazu kommt, sie rechnen mit einer Umschulung von Boeing auf Airbus.

Die AUA-Langstrecken-Flotte, zu der sechs (betagte) Boeing 767-Maschinen zählen, soll bleiben, zu den derzeit vier B 777 könnten möglicherweise vier weitere 777 dazu kommen. In Summe soll eine vereinheitliche Flotte Wartungskosten sparen. Der für das Bodenpersonal zuständige Betriebsrat will den bis März 2012 geltenden Sozialplan verlängert haben und verlangt für die Mitarbeiter Perspektiven und Garantien.

Die Lufthansa will wie mehrfach betont, weitere Zugeständnisse der Lieferanten, also Flughafen und Austro Control einfordern. Darüber hinaus will der frühere Chef der Star Alliance, Albrecht, die Kooperation in der Gruppe zu der auch die AUA gehört verbessern und zusätzlich Star-Alliance-Mitglieder nach Wien holen.

Partnerschaft mit Washington

Eine derartige Kooperation passt offenbar auch ins Konzept des Flughafens. Dieser ging mit dem Airport Washington/Dulles eine Partnerschaft ein, von der man sich Know-how-Austausch erwartet. Der Flughafen Washington sei mit jährlich 23 Mio. Passagieren ähnlich groß wie Wien, berichteten die Flughafen-Vorstände Günther Ofner und Julian Jäger. Hauptkunde der Amerikaner ist Star-Mitglied United Airlines. Weil es in Wien ein "Defizit an Anbietern Richtung Nordamerika gibt", hoffen die Wiener, dass United einmal auch Wien anfliegt. (Claudia Ruff, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 10.1.2012)

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11 Postings
walter prohaska
21
10.1.2012, 11:18

hohe preise uraltes fluggeraet, genau das ist sicher das allheilmittel. fuer wie bloed halten die die kunden aber wenn emirates kommt gibts einen aufschrei.
fliege nach bkk aber sicher nicht mit der aua, fast doppelt so teuer wie die konkurrenz. dafuer hat man flieger wo die beleuchtung nicht funktioniert, das unterhaltungsprogramm sowieso nicht, bei der aircon ist man entweder gegrillt oder tiefgekuehlt, die sitze besser sehr vorsichtig behandelt sonst hat man ein teil in der hand das der vorherige benutzer uebrig gelassen hat.

tom5000
01
10.1.2012, 11:05
Ausflottung der B737

wenn die AUA schon die mit neuem Interieur ausgestatteten B737 ausflottet, sollte man konsequent sein und die 24 Stk F70/F100, die im Durchschnitt mehr als 15 Jahre am Buckel haben ebenso ENDLICH ausflotten-dann noch die mehr als betagten 6 B767 aus der Langstrecke ausflotten-die restlichen 4 B777 aus der Langstrecke an die "Mutter LH"-und die AUA ist ab 2013 mit Airbus A319/20 und den Bombardier Q400 mit ca.35 Flugzeugen unterwegs, aber "leider" aufgrund des Abbaues schwer defizitär-dann die Keusche als "Einmaleffekt" endgültig abdrehen und als "Austrian Commuter" mit 5 Q400 wieder starten&das "lange Sterben, hervorgerufen durch unrühmliche ÖV/SP-Politik" seit der Lauda Übernahme hat dann hoffentlich endlich ein Ende.......

Snoopy47
00
10.1.2012, 10:48
Na das hätte sich die alte AUA trauen sollen!

man hätte sofort den Generalstreik am Flughafen ausgerufen, mit Unterstützung der Gewerkschaft, des Gewerkschaftsbundes, der roten Minister und natürlich des roten Bundeskanzlers und .......

Ja hätte man die Sparmaßnahmen früher gesetzt wäre die AUA noch ein österreichisches Paradeunternehmen.

Airbus380
10
10.1.2012, 10:24
Fasse zusammen:

1) Tausche B737 gegen A320
2) Die Langstreckenflotte wird aufgestockt oder die B767 werden mit T7 ersetzt - das ist nicht ganz klar aus dem Artikel hervorgegangen
3) Lieferanten müssen Beitrag leisten
4) Hoffen, dass United kommt

Hurra die OS ist saniert. Bei soviel Kreativität kann nix mehr schief gehen.

KomaPoster
00
10.1.2012, 08:41
Das ganze klingt eher nach panischem Aktionismus.

pardon!
01
Know-how-Austausch mit Dulles?

klingt nach gefährlicher drohung.

unruly passenger
00

Ja, da dürfen sich die Experten im Management wieder austoben:
Die 767, die mehr in der Werft stehen als daß sie fliegen behält man, selbes gilt für die schrottreifen Fokker. Aber die 737 stößt man ab um Personal abbauen zu können und kurzfristig schwarze Zahlen zu schreiben (hat noch jemand ein Ötsch-deja-vù?)

katharina10002
00
bei der Abgabe der A330/A340

hat man genau diesen Mitarbeiterabbau mit der Begründung " Redimensionierung" durchgeführt.
Damals hat man sich von vielen Technikern, aber auch generell von Mitarbeitern aus fast allen anderen Bereichen getrennt.Wen ich einen Flugzeugtyp nicht mehr betreibe...
Damals sagte ein betroffener Pilot,das sei als verkaufe man die Schreibmaschine einer Sekretärin.
Das "Arbeitsgerät" ist weg....

Mac McMack
00
plus vier t7?

weihnachten war erst.

chlorophyllmarxist
00
10.1.2012, 08:01
plus 4 t7?

Ich habe im Netz von einer gelesen, die jetzt bei China Southern fliegt, IIRC.

franzi50
00
10.1.2012, 13:30

Genau, das habe ich auch gelesen, daß eine T7 aus China kommen soll. Ich habe vor 6 Wochen in Dubai
und habe leider die Austrian gebucht. Geflogen wurde
mit der OE-LAT, diese war abgewohnt bis zum geht nicht mehr, und ausgestattet wie ein Langstrechenjet in den 70er Jahren des vorigen
Jahrtausend.

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