Selbstmordversuch des Militär-Staatsanwalts

9. Jänner 2012, 17:35
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    foto: epa/marek zakrzewski

    Mikolaj Przybyl während der Pressekonferenz in Poznan.

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    Bei der Pressekonferenz ging es um Vorwürfe, wonach die Militär-Staatsanwaltschaft Journalisten und Ermittler des Flugzeugunglücks bespitzelt haben soll, um ein Leck in den eigenen Reihen zu finden.

Während Pressekonferenz über Ermittlungen zum Smolensk-Flugzeugunglück - Staatsanwalt wies Bespitzelungs-Vorwürfe zurück

Warschau - Ein Staatsanwalt der polnischen Militär-Staatsanwaltschaft hat am Montag in der Pause einer Pressekonferenz, bei der es um die Ermittlungen zum Flugzeugunglück von Smolensk ging, einen Selbstmordversuch unternommen. Mikolaj Przybyl bat die anwesenden Journalisten, den Raum zu verlassen, und schoss dann nach Medienangaben mit einer Pistole auf sich. Derzeit wird er im Spital behandelt, über seinen Zustand gibt es keine verlässlichen Angaben.

Die Pressekonferenz fand in Poznan (Posen) statt und betraf Vorwürfe gegen die Militär-Staatsanwaltschaft. Die Zeitung "Rzeczpospolita" hatte einen Bericht veröffentlicht, wonach sich die Behörde unerlaubt Handy-Daten und SMS-Mitteilungen von Journalisten sowie Ermittlern des Flugzeugunglücks beschafft habe, um diese zu bespitzeln. Dabei wollte sie aufspüren, wie Informationen aus der Ermittlergruppe an die Presse gelangt waren.

Nachforschungen seien nötig gewesen

Przybyl sei während des Pressetermins auffallend nervös gewesen, berichten Journalisten. Er wies die Vorwürfe gegen seine Behörde zurück und erklärte, die Militär-Staatsanwaltschaft habe im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften gehandelt. Ihre Nachforschungen seien notwendig gewesen, weil die durchgesickerten Informationen aus der Smolensk-Ermittlergruppe die Zusammenarbeit zwischen Polen und Russland in der Sache stark behindert hätten. "Ich verteidige heute die Ehre der Militär-Staatsanwälte und der Richter, die als unfähig und anachronistisch beschrieben wurden", erklärte er. Przybyl deutete an, die Kritik an seiner Behörde solle diese unter Druck setzen, um Ermittlungen in einer ganz anderen Sache zu behindern, bei der es um Korruption gehe.

Der polnische Präsident Bronislaw Komorowski zeigte sich am Montag bestürzt über den Selbstmordversuch. Er habe den Inlandsgeheimdienst BBN beauftragt, sich mit dem Fall zu beschäftigen, so einer seiner Mitarbeiter gegenüber Journalisten. Innenminister Jacek Cichocki sagte eine "schnelle und sehr gründliche" Aufklärung des Vorfalls zu.

Beim Absturz eines polnischen Regierungsflugzeuges in der Nähe der russischen Stadt Smolensk starben im April 2010 alle 97 Passagiere, darunter der damalige Staatspräsident Lech Kaczynski. Bis heute sind sich Polen und Russland nicht einig über die Ursachen des Unglücks. Während Moskau die Schuld alleine bei den polnischen Piloten sieht, machen polnische Ermittler die Fluglotsen am Smolensker Flughafen mitverantwortlich. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 47
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01
10.1.2012, 14:03
Da bahnt sich etwas großes an. Teil2

Keine Ahnung was man von einen Aussagen halten soll, aber wenn die nur annäherend Stimmen steckt das was wirklich großes dahinter.

Langsam wissen wir alle, dass etwas bei dem Absturz nicht gestimmt hat und man versucht es anscheinend zu vertuschen. Denke auch langsam nicht nur das es wegen Kaczynskis "Befehl" gewesen ist, genauso wenig wie ich die Russen in der Schuld sehe.

Aber was zZ Rund um die Geschichte passiert ist nicht mehr normal.

Für alle die Polnisch verstehen, hier der Link zum Interview

http://wiadomosci.onet.pl/wideo/ura... .html#play

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02
10.1.2012, 14:03
Da bahnt sich etwas großes an. Teil1

Habe gerade eben ein Telefoninterview mit dem Staatsanwalt gehört und es ist ziemlich harter Stoff.

Ich war jetzt nicht wirklich am laufenden was im poln. Militär passiert, aber er sagte etwas von , "er wollte die Ehre der anderen Mitarbeiter bewahren die einen guten Job machen" ? . Danach hat er noch einen General gelobt welchen er als ehrenvolle und ehrliche Person bezeichnete.

Danach beschrieb er, wie man sein Auto demolierte, die Luft aus seinen Reifen ließ damit er verunglückt, angeblich 1 Million Zloty "Kopfgeld" ausgesetzt hat, seinen Hund umgebracht hat. Er sagt die ganze Sache wird manipuliert und wenn "Sie", wer damit gemeint ist weiß ich nicht, es könnten, dann würden "Sie" es am liebsten ohne Rechte mit privaten Firmen lösen

RisusSardonicus
 
25
10.1.2012, 10:25
Die haben wenigstens eine Rücktrittskultur

Der Seppl
 
14
10.1.2012, 00:31
ikepod
32
(mein) dein wille geschehe

wer damals das verhalten von kaczinsky verfolgte musste annehmen dass kaczinsky die piloten unter druck setzte um doch in smolensk zu landen.
natürlich wird versucht das zu verschweigen.

die polen hatten glück
es ist unwahrscheinlich, dass so etwas nochmal passiert mit österreichischen politikern und lobbyiste.

mawi89
00
10.1.2012, 08:53
Ist doch klar

daß der Piloteur seinem Cheffe nicht NEIN sagen konnte. Vertuschen war spätestens zum Zeitpunkt des Absturzes angesagt. Warum waren denn so viele Leute im Cockpit? Sag's mir!

Spaceman Spiff
00
10.1.2012, 10:26

Der Kapitaen ist immer der Chef.

Raphael Hythlodeus
00
10.1.2012, 11:06
ja, solang das flugzeug in der luft ist. nach einer der kartoffel nicht genehmen landung wäre er seinen job los gewesen.

thecrystalship
00
10.1.2012, 14:29

aber wenigstens noch am leben.

Arbeit für die Zensur
10

Schreiben Sie immer solchen Schwachsinn?

ikepod
00
10.1.2012, 10:42

sie meinen "die polen hatten glück"?

Das Kapital ist die wahre Macht
01
War das Mission Impossible 8.0?

Die Realität übertrifft das Kino langsam immer öfter...

Bertel Mann
173
Wann wird dem Treiben Putins endlich ein Ende gesetzt?

j.h.k.
06
sie meinen sicher kaczinsky?!

r_f
013

Kapitän Ramius hat Putin bereits in der ersten Hälfte des Filmes mit einem James-Bond-artigem Handkantenschlag gegen den Kehlkopf ausgeschaltet. Der eigentliche Saboteur ist der Hilfskoch...

Bruno Flex
06
...falls keine Ironie: erklären Sie mir bitte

was Putin damit zu tun hat?

Bertel Mann
22
Und falls Sarkasmus?

Laris
11
10.1.2012, 11:15

habe bemerkt, dass Putin erstaunlich viele Freunde bei Standard-Poster hat (siehe div. Bewertungen - fast immer rot wenn kritisch über Putin geschrieben wird).

Bruno Flex
10
... bleibt

meine (nicht übertrieben hohe) Neugier aufrecht.

goldstandard
3211
Es muss heißen: Suizidversuch

und nicht "Selbstmordversuch". Der Ausdruck "Selbstmord" ist diskriminierend und außerdem unsinnig. Kein Mensch kann sich selbst "morden". Wenn man vom Substantiv zum Verb übergeht, wird das jeder erkennen. Kein Journalist schreibt: Er hat versucht sich selbst zu morden.

Dr. Heloise Silberberg
00
10.1.2012, 13:46

http://derstandard.at/plink/128... id18325753

Auch ich halte eine kritische Untersuchung des Gebrauchs sowie des Begriffes "Selbstmord" an sich für angebracht.

Joseph C. Reznik
110
10.1.2012, 10:12

Bei allem Respekt, (den Sie sich verdienen, denn man merkt- es ist Ihnen ernst und sie meinen es gut) aber angesichts eines Kerls der sich offenkundig eine Kugel in den Schädel gejagt hat, finde ich diese bourgoisen First- World- Problems wie das säuerliche Gemäkel wegen der angeblichen sprachlichen Diskriminierung von Selbstmördern grotesk. Obendrein- meiner Meinung nach- ist Selbstmord ein ernstes Wort. Es impliziert Wissen um sein Tun, dass einem unwiderruflich aus diesem Leben hauen wird. Angesichts der ultimativen Ernsthaftigkeit dieser Tat erscheint mir ein dunkles Wort wie "Selbstmord" tausendmal besser als dieses für den Ökofrühstückstisch geeignete Wort "Selbsttötung". Ausserdem: Scheiss auf Selbstmord, der ist keine Lösung. Nie.

goldener_drache_spielt_mit_phoenix
01
10.1.2012, 03:30
Mord ist die absichtliche und geplante Tötung eines Menschen

Wenn das Opfer dann zufällig zugleich der Täter ist, ja warum sollte das dann kein Mord sein?

Quintus Beckloeffel
12
10.1.2012, 10:21
So stimmt es nicht.

Zur Tötungsabsicht muss noch eine moralische bzw. gesetzliche Normwidrigkeit hinzukommen.

Eine Tötung in Notwehr ist erstens absichtlich (und unter umständen auch "geplant" - wobei zwischen Absicht und Plan kein grundsätzlicher, sondern nur gradueller Unterschied besteht). Dennoch wird Notwehr (angemessenheit vorausgesetzt) in der Regel weder moralisch noch gesetzlich als Normwidrigkeit eingestuft, weshalb man dann auch nicht von Mord zu sprechen pflegt.

Selbstmord idt freilich dennoch möglich: wenn entweder die geltende moralische Norm oder das geltende Gesetz (oder beide) die Selbsttötung verbieten.

Karv
11
10.1.2012, 14:12
Heißt das jetzt...

...er hat sich gegen sich selbst verteidigt? o.O

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