Urheberrechte

Kunstschaffende fühlen sich durch Internet-"Gratiskultur" bedroht

9. Jänner 2012, 16:21

Forderung nach "gesetzlichen Regelungen, die den aktuellen Technologien entsprechen"

Heimische Kunst- und Kulturschaffende sieht die IG Autorinnen Autoren durch die "Gratiskultur" des Internet bedroht, weshalb nun in einer Deklaration ein "Umdenken der Konsumentinnen und Konsumenten" sowie "nachhaltige gesetzliche Regelungen" gefordert werden. Unter dem Titel "Kunst hat Recht" ruft die IG Einzelpersonen und Einrichtungen dazu auf, die Deklaration "zur Stärkung der Urheber- und Nutzungsrechte" der Künstler zu unterzeichnen. Ende Jänner will man die Initiative, die auch von den heimischen Verwertungsgesellschaften unterstützt wird, der Öffentlichkeit vorstellen.

Kreativität braucht wirtschaftliche Grundlage

So bezeichnet die IG den "mit der Verletzung unseres Rechts verbundenen Schaden für das Kulturland Österreich" als groß. Dementsprechend fordere man "ein entschlossenes Auftreten der österreichischen Politik", um eine positive Entwicklung für das "Kulturland Österreich" zu ermöglichen. "Wir brauchen grundsätzliche und nachhaltige gesetzliche Regelungen, die den aktuellen Technologien entsprechen", heißt es in der Deklaration weiter, da nur damit die Lebensgrundlage der Kunstschaffenden zu garantieren sei. Schließlich brauche Kreativität "eine wirtschaftliche Grundlage". (APA)

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11 Postings
michikklas
02
12.1.2012, 09:54

Ich glaub die spinnen!

Stefan Lindemann
04
10.1.2012, 18:25
ja die Gesetze sollen angepasst werden

wem kümmern schon Grundrechte?

Das Business-Modell an neue Technologien anzupassen, das ist anscheinend zu anstrengend für die Kunstschaffenden in AT.

Im Gaming-Bereich klappt das ganz ohne "Auftreten der Politik". Da ist keine Spur von Gratis-Kultur. Die wirklich guten Spiele kann man gar nicht kopieren, da man sie nur online spielen kann. Man bezahlt Effektiv für den Service, nicht für das Produkt.

Künstler sind ja bekanntlich Querdenker. Können die sich kein innovatives Business-Modell einfallen lassen anstatt dieses „Problem“ politisch zu lösen?

sledgehammer44
00
12.2.2012, 16:19
spiele mit dieser technik

habe ich boykotiert. also weder gekauft noch gespielt. ich kaufe die teile. ich möchte sie dann auch uneingeschränkt verwenden können. das trauma kommt wohl von einem rennspiel (name fällt mir nicht ein) wo der kopierschutz dermassen penetrant war, das das spiel teilweise nicht zu spielen war.
ich will bei einer gekauften dvd oder bd 1x den copyrightdisclaimer lesen, nicht jedesmal, minutenlang. mit dummer werbung werd ich auch gequält.

Mathias Steinlaus
 
01
10.1.2012, 15:21
Heimische Kunst- und Kulturschaffende sieht die IG Autorinnen Autoren durch die "Gratiskultur" des Internet bedroht.

Manche sind wohl der Meinung, mit dem richtigen Werkzeug ist man schon "kreativ" ... vielleicht ist der Kunst- und Kulturbereich schon so übersättigt mit langweiligen Darbietungen, daß der Konsument ("Kunstliebhaber") sich schon lange davon abgewendet hat.

Komisch nur, daß die großen Selbstdarsteller herum schimpfen, aber andere Künstler (zB bei Nuclearblast) mit dem Internet überhaupt keine Sorgen haben. Logisch, die können eben Live überzeugen ;-)

Andreas Grois
03
10.1.2012, 12:41
Lesenswertes zum Thema:

"Die Literatur in 100 Jahren" von Hermann Bahr. Zu finden in der Sammlung "Die Welt in 100 Jahren". Damals war die Entwicklung schon klar vorherzusehen und heute, mehr als 100 Jahre später, haben es Kommerz-"Künstler" immer noch nicht verstanden.

PepiOnkel
01
10.1.2012, 10:15
solange ich nicht wie aktuell üblich

eine Pauschalabgabe für Dinge zahle die ich nicht konsumiere - z.b. Datenträgerabgabe - dann ist es mir recht.

Stoppt den ZENSURWAHN der Politiker - JETZT
04
10.1.2012, 09:05
ich fühle mich von den Kunstschaffenden bedroht!

macht was dagegen!

M0ru
00
10.1.2012, 00:05
Kreativität braucht wirtschaftliche Grundlage

Kreativität steht immer auf den "Schultern von Riesen", wird immer geprägt sein durch Umfeld und vergangene Werke. Kreativität braucht Freiheit der Wiederverwendung, der Rekombination, der Collage, des Remixes.
Und schlussendlich, Kreativität braucht Werte. Und im Bezug auf diese: Gegeben der Möglichkeit, nach anfänglichem Rekombinationsaufwand, jedes Wort, jeden Pinselstrich, jedes Pixel, jedes Byte praktisch zum Nullaufwand an jeden Menschen dieser Erde zu verteilen, wäre es grob fahrlässig künstliche Grenzen zu ziehen und Mauern zu bauen, wie dies von der MAFIAA und Konsorten fortwährend aus purem Eigeninteresse gefordert wird.

Freud’scher Verbrecher
00

"Wir brauchen grundsätzliche und nachhaltige gesetzliche Regelungen, die den aktuellen Technologien entsprechen"

Na dann soll sich die heimische Politik gleich mal ein Beispiel an der Schweiz nehmen: http://www.newsgrape.com/a/musikdo... eibt-cool/

Lightning_Cock
03
Lieber ein sinnvolleres Handwerk ausüben.

Problem gelöst.

§126c Verfechter K.ing Leissner
00
Lieber nicht!

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