Parken und Beten

Andachtsinitiative: Erste "Drive-In-Kapelle" in der Steiermark

9. Jänner 2012, 16:21
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    foto: www.parkandpray.org

    So sieht das Logo des Netzwerks "Parken und Beten"

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    foto: www.parkandpray.org

    Initiator des Projekts ist der Deutsche Hans J.F. Karrenbrock.

"Park + Pray"-Kapelle soll ab August im weststeirischen Rassach mobile Gläubige anziehen

Graz - Eine neue Andachtsinitiative für mobile Zeitgenossen wird in der Weststeiermark gesetzt: Im August soll laut ORF Steiermark in Rassach (Bez. Deutschlandsberg) die weltweit erste "Park+Pray"-Kapelle eröffnet werden. In der kleinen Kapelle direkt an der Radlpass-Straße (B76) zwischen Stainz und Deutschlandsberg sollen vor allem Autofahrer, Biker und Radfahrer rund um die Uhr innere Einkehr halten, ihre Bitten in ein Fürbittbuch eintragen und für das Wohl Anderer beten können.

"14.000 Autofahrer fahren täglich an der Kapelle vorbei. Wir wollen sie motivieren, stehenzubleiben und innere Einkehr zu halten", sagte Bürgermeister Gernot Becwar. Das war jedem Gläubigen auch bisher schon möglich, allerdings sollen sie künftig mit einer neuen, international verständlichen Wort-Bild-Marke verstärkt auf diese Möglichkeit hingewiesen werden. Am Andachtsort sollen die Gläubigen besonderes Service in Form von Eintragungen in Fürbittbücher in Anspruch nehmen können.

"Halte an, parke und bete!"

"Andachtsräume, Kapellen und Kirche gibt es viele. Viele werden aber auch übersehen, vor allem wenn sie abseits der Straße liegen", erklärte "Park+Pray"-Initiator Hans J.F. Karrenbrock, der aus Deutschland stammt und vor einiger Zeit in die Weststeiermark gezogen ist. "Park+Pray" ist nicht nur eine Beschreibung, es sei auch "ein wohlgemeinter Imperativ" und löse einen Impuls aus: "Halte an, parke und bete!", so Karrenbrock. Zu seiner Idee hat er sich von der - durchaus nicht zu übersehenden - direkt neben der Straße liegenden Marxenkapelle inspirieren lassen.

Nach seinem Konzept sollen alle "Park+Pray"-Orte weltweit gleiche Standards bieten: "Zum Beispiel liegen in allen Gebetsräumen Fürbittbücher aus, in die Besucher ihre Wünsche, Bitten und Dank eintragen." Neu sei, dass sich alle "Park+Pray"-Kirchen- und Kapellengemeinschaften verpflichten, für die Erhörung der Fürbitten zu beten: "Für den einzelnen Gläubigen ist dies eine große Stärkung, denn die Mitglieder der Kapellen versprechen ihm aufrichtig, dass für sein persönliches Anliegen weltweit gebetet wird", so Karrenbrock.

Kapelle als Besuchermagnet

Seit Herbst 2011 wird die aus dem 19. Jahrhundert stammende, dringend sanierungsbedürftige Marxenkapelle hergerichtet und als "Flag-Ship" einer "Park+Pray"-Kapelle umgestaltet. "Von Rassach aus dehnt sich eine Idee auf die ganze Welt aus", so der Bürgermeister. Er hofft nicht zuletzt, damit mehr spirituell bewegte Besucher anzuziehen. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 33
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DD1981
00
10.1.2012, 15:17

Ich bin ja da nicht dabei bei dem Verein. Aber wieso muss man in die Kirche gehen um zu beten? Geht das nicht auch zu Hause...oder im Auto...beim fahren?

Mir ist schon klar das man am Land am Sonntag in die Kirchen gehen muss um gesehen zu werden, aber irgendwo im niergendwo extra stehen zu bleiben => das tut doch niemand oder? Wird man ja nicht mal gesehen^^

F S 4: The science channel
00
10.1.2012, 23:25

Beim Autofahren zu beten halte ich aus Gründen der Verkehrssicherheit für einen ganz, ganz schlechten Vorschlag.

rudolf schladming
 
00
10.1.2012, 10:18

die kirche: immer ein garant für lächerlichkeit.

triage
00
10.1.2012, 10:03

Bitte VIP-Bereich nicht vergessen! Was sein muß, muß sein.

herbert steiner1
00
10.1.2012, 09:16
Rassach

ein kleines Kaff vor Stainz. bisher nur aufgefallen durch einen Bauernmarkt an der Strasse mit ausgezeichnetem kulinarischem Angebot. Parkandpray: eine Fremdenverkehrsoffensive, die damit spekuliert: wer erst mal stehen bleibt bei der kirche, der kauft auch ein und bringt geld ins dorf. - clever

Helicopterman
00
10.1.2012, 08:21
Die häufigsten Fürbitten an diesem Ort

werden sich wohl um niedrigere Benzinpreise drehen...

Ruth Schlabbeeritzka-Pangl
00
10.1.2012, 07:14
Pay & Pray - Geile Idee!

Im Lichte der nächsten anstehenden Parkgebühren-Räuberei in Wien wäre das eine gute Idee, das angekratzte Image der Kirche wieder aufzupolieren: Kirchenasyl für Kraftfahrzeuge! Parkraum auf Kirchengrund wäre ja genug vorhanden. Natürlich nur für Katholiken, als Legitimation dient der letzte Einzahlungsbeleg der Kirchensteuer, der "gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe anzubringen ist". Ich bin mir sicher, dass es dadurch vermehrt zu Wiedereintritten kommen wird. Und ausserdem ist's ja für deinen "guten Zweck"... :)))

Carlos Clementin
00
10.1.2012, 07:13

Achso, nachdem aus der "Kirchensteuer für alle" nichts wurd machen wir aus den Kirchen ein Parkhaus. Keine schlechte Idee - sind verdammt hoch und ungenutz, diese Gebäude.

f l o
 
01

ist das wieder mal so ein kunstprojekt, von dem sich dann in zwei wochen herausstellt, dass damit eine marketingfirma auf ein ganz unglaublich wichtiges soziales problem aufmerksam machen wollte?

Vormund von Peter W1
00

stimmt, das wäre das passende pendant zur sex-akademie!

nihil obstat
010

Gibt's auch einen Ablassautomaten?

badge
03
10.1.2012, 00:11

Toilette?

Rene Stangeler
03
Zum Foto:

Würden sie von diesem Mann einen Gebrauchtwagen kaufen?

Kleiner Tipp: Würstelbude und Toiletten neben die Kirche stellen, dann bleiben mehr Leute stehen.

mlzt
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Der schaut halt irgendwie aus, wie ein amerikanischen Fernsehpfarrer (die scheinheiligsten Kasperln weltweit).

Salz Burger
02

Hinter der Fassade könnte sich durchaus ein radikaler, evangelikaler Christ, amerikanischer Prägung, verstecken.

Ulrike Reiter
012
"Park+Pray" 2.0

Darüber hinaus wären eine Power-Pray-Lounge für Autofahrer in Eile und Drive-thru-Beichtstühle irgendwie cool.

„… dass für sein persönliches Anliegen weltweit gebetet wird.“ Das ist mir zu unverbindlich. Eine Bestätigung per E-Mail oder SMS wäre wohl das mindeste. Hipper wäre natürlich eine Facebook-Applikation à la „Dein persönliches Anliegen gefällt mir“.

hallo hallo101
01
Hm...

Aber Autobahnkirchen gibt es doch schon lange...was ist da jetzt genau das novum? Nur dass es nun Park and Pray und nicht mehr Autobahnkapelle heisst?

Arne Karlsson
02
denk' ich mir auch

vor allem auf deutschen Autobahnen habe ich immer wieder welche gesehen (zumindest die Hinweisschilder).

Wo da der Unterschied sein soll ist auch für mich völlig unverständlich.

Wäre aber schön, wenn man so eine Einrichtung Konfessionsübergreifend und von weitem sichtbar machen könnte. So wie wir alle die grossen gelben "M" kilometerweit sehen wäre es ja denkbar, Kreuz, Halbmond, Davidstern, Spaghettisieb und Internetterminal auf Masten zu stellen. Letzteres für die Filesharer, die seit kurzem in Schweden als Religion anerkannt sind.

Trismegisto
 
02

ich hab nichts gegen die Initiative, aber dass sich der Bürgermeister so involviert gefällt mir nicht sonderlich.

nihil obstat
01

Richtig, was reitet den Herrn Becwar?
Trennung von Kirche und Staat dürfte ihm eher fremd sein...

Salz Burger
02

Sieht nach irgend einer evangelikalen Gruppe aus. Dem radikalen christlichen Gegenstück zu den Islamisten.

Andreas Anders
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hm.

Ich fürchte mich vor kultureller Überfremdung. Die können mir noch nicht mal sagen, ob das eine evangelische Kirche ist oder eine katholische. Der Typ ist ja Piefke.

Hab Angst, die Christen kommen immer mehr und bald haben wir statt Klohäusln immer mehr Kirchen und Kapellen, ein Zeichen des Herrschaftsanspruchs. Und dann kriegst ohne Vaterunser keinen Job mehr.

baroli
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...und viel schlimmer, womöglich kann man dann nicht einmal mehr aufs Häusl gehen, ohne vorher beten zu müssen.

Darius Minor
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In Kaernten, kurz vor Klagenfurt / Celovec

gibt's doch seit Ewigkeiten die ominoese "Autobahnkirche", oder nicht?

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