Eigene TV-Version der Linux-Distribution präsentiert - Erste Geräte sollen Ende des Jahres kommen
In den letzten Tagen pfiffen es die sprichwörtlichen Spatzen schon von den Dächern, nun macht man es offiziell: Im Vorfeld der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas hat Ubuntu-Hersteller Canonical eine speziell auf Fernseher ausgerichtete Variante der eigenen Linux-Distribution präsentiert.
Prototyp
Diese demonstriert man auf der CES gleich anhand eines entsprechenden TV-Prototypen, geht es nach dem Hersteller soll das eigene System künftig fix in Fernsehern verbaut werden. Dabei zeigt man sich überzeugt davon, dass es einen Bedarf für einen "neutralen Player" im derzeit rasch wachsenden Markt für TV-Betriebssysteme gibt - noch dazu für einen, der offener als die abgeschlossenen Welten von Apple und Google sei.
Die aktuelle Version der Software bedient sich der Erweiterbarkeit des Ubuntu-Desktops Unity mittels sogenannter "Lenses" um eine eigene TV-Umgebung zu erzeugen. Darüber gibt es dann beispielsweise die Möglichkeit Filme zu streamen oder Musik zu hören. Den Start des Systems will man in den USA und China vornehmen, andere Regionen sollen hinzugefügt werden, wenn es gelingt für zugehörige Content-Abkommen zu schließen.
Angebot
Canonical will die Ubuntu-TV-Variante den Herstellern kostenlos anbieten, Geld macht man dann wohl über eine Beteiligung an den Verkäufen von Filmen und Co. Erste fix damit ausgestattete Fernseher sollen Ende des Jahres auf den Markt kommen, konkrete Abkommen mit Herstellern kann oder will man derzeit aber noch nicht nennen. Der Hersteller betont zudem, dass das wachsende Engagement in zusätzlichen Sparten keineswegs einen Abgang vom Fokus auf den klassischen Desktop bedeuten soll. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 09.01.12)
Ich bin der Meinung, dass, folgend der Argumentation von Cory Doctorow, Fernseher bloß universelle Computer sind die optimiert wurden um primär Fernsehprogramme zu empfangen und anzeigen zu können. Somit ist auch der Fernseher ein Schauplatz dieses "war on general computing". Daher sollte es unser Bestreben sein die Kontrolle über diesen Computer zu erlangen. Ob Ubuntu TV betriebene Fernseher dazu geeignet ist, wird sich zeigen.
Wie im Artikel erwähnt handelt es sich um eine Prototype implementation, also gibts noch jede menge kanten... (funzt nur mit fullhd resolution, metadata muss zuerst mit einem xbmc scraper erzeugt und dann importiert werden, ect.) aber du kannst die Lens schon auf einem herkömmlichen unity-2d desktop install testen. Siehe https://wiki.ubuntu.com/UbuntuTV/... ntributing
UbuntuTV ist blos eine Oberfläche für das Fernsehgerät - Empfangen tut man im Normalfall immer noch über DVB-T/S/C - wenn man UbuntuTV als Streaming-Client einsetzt erzeugt man genau Null Volumen an Datenstrom.
Spannend weil Canonical frischen Wind nicht nur auf den Computerdesktop bringt, sondern auch auf den Tablet & TV - hoffentlich finden sie potente (chinesische) Partner um ihre Ideen auch umsetzen zu können. Canonical ist mir jedenfalls symphatischer als MS&Co...
Offenbarung: Angesichts der Milliarden von Euro die die EU-Staaten und die EU selber in unsere IT-Branche "buttern" und man das Ergebniss sieht - richtig nämlich gar keines. Da muß man sich von einer kleinen "Softwareklitsche" (nicht böse gemeint) aus einem Entwicklungsland (Südafrika) vorführen lassen...
naja, UK würde ich zwar nicht als Entwicklungsland bezeichnen... aber bitte :-D
(mr. shuttleworth ist weißer [damit relativ wahrscheinlich finanziell nicht unterentwickelter] südafrikaner, canoncial hat mit südafrika darüber hinaus nicht viel zu tun, afaik).
Doch hat es. Es gibt nähmlich viele leute die nicht 1000 sachen ändern wollen. Naja die Freaks verstehen des hoit ned. Es is wie beim Mac einfach und übersichtlich. Ubuntu soll Unity immer behalten und denn Gnome rausschmeissen. Gnome ist für die würst.
"es ist wie beim mac" tut mir weh. ich mochte ubuntu am desktop (klar, einfach, funktioniell) vor unity, und ich mags ohne gui auf dem server, aber unity ist unfertiger mist. vielleicht hat sich's irgendwer zu ende durchdacht und überlegt, dann ist aber gefühlt die hälfte noch nicht umgesetzt worden. wir waren wochen von einem wechsel von windows auf ubuntu entfernt mit den desktops, bis unity kam. seit daher liegt das auf eis und ich bin auf der suche nach alternativen. und hier sind weit und breit keine nerds oder frickler. aber hier sind leute die ein funktionierendes system brauchen. nicht umsonst befindet sich ubuntu im freien fall (siehe distrowatch) und z.B. mint auf höhenflug.
;-)
also der einfache weg ist wahrscheinlich, ubuntu ohne unity zu installieren (xubuntu, lubuntu...). aber auch ihnen kann gehölfen werden. http://tinyurl.com/77g79e8 ...
danke, googeln kann ich selber. man muss sich wohl stundenlang in foren herumschlagen, bis man was passendes gefunden hat.
anm.: ich wollte ubuntu eig. nicht löschen, habs jetzt doch getan und mint installiert.
glauben sie mir, google ist ihr feund. was bei ihnen "stundenlang" dauert ist sicher, mit etwas recherche, in einer halben stunde getan. gerade die vielen guten deutschen foren, sind großer vorteil von ubuntu. ansosten funktioniert mint auch gut...
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