EZB

Bankeinlagen auf Höchststand

9. Jänner 2012, 10:30

Die Über-Nacht-Einlagen wuchsen auf 463,6 Milliarden Euro

Frankfurt - Die "Vorsichtskasse" der Banken bei der Europäischen Zentralbank (EZB) ist am Montag zum zweiten Mal in Folge auf den höchsten Stand seit der Einführung des Euro im Jahr 1999 gestiegen. Die Einlagen über Nacht lagen bei 463,57 Mrd. Euro, teilte die EZB am Montag in Frankfurt mit. Erst am Freitag hatten sie den bisherigen Rekord von 455,3 Mrd. Euro erreicht.

Die eintägigen Ausleihungen der Banken bei der EZB gingen hingegen erneut merklich zurück. Sie fielen von 1,9 Mrd. Euro auf 1,4 Mrd. Euro. Zum Jahresende 2011 hatte der Wert bei 17,3 Mrd. Euro den höchsten Wert seit zwei Jahren erreicht.

Die eintägigen Einlagen und Ausleihungen der Banken bei der EZB gelten als Zeichen für das Misstrauen der Institute untereinander. Normalerweise greifen Banken der Eurozone kaum auf diese sehr kurzfristigen Geschäfte mit der Notenbank zurück, da die Konditionen vergleichsweise ungünstig sind. Ende 2011 hatte die EZB über einen Dreijahreskredit ein Volumen von fast 500 Mrd. Euro an Banken der Eurozone ausgereicht. Nach Einschätzung von Experten wird ein Großteil dieses Geldes nun über Nacht bei der EZB geparkt. (APA)

Gerhard Polak
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Dann hat die EZB diese Anlagen mit Minuszinsen anzunehmen

wozu sollen die EU - Staaten den Systembanken und ihren Tochtergesellschaften für BASEL III Eigenkapitaluntergrenzensicherstellungen weiterhin Milliarden in den Po blasen?

Die Realwirtschaft geht währendessen den Bach runter, weil Kredite und Kreditlinien äußerst selektiv vergeben werden. Dass im Finanzsektor keine Einsicht zu erkennen ist, weil damit eine Spirale betrieben wird - ein Unternehmen, das nicht in Investitionen und Märkte finanzieren kann, wird absehbar sein wirtschaftliches überleben im Wettbewerb nicht gestalten können - ist das traurige und absehbare Ergebnis.

Thomas turnbichler
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ÜBERFORDERUNG

Ist eh klar. Bei all den ökonomischen Daten, Theorien, Praxis und Praktischem Tun, Verstrickungen, Private und Staatliche Eigeninteressen, Egoismen, Diskussionen und Experten aus 17 Eurostaaten und der restlichen Welt, kann eine Währung schnell mal überfordern. Der letzte Halt in der EZB zeigt eindrücklich, diese Überforderung und Panik des Euroraumes. Ihr Eurobürokraten, bereitet schon mal den Ausstieg vor! Dies wird unseren Eurohelden wohl auch überfordern. Denn den bankrotten Arbeitsplatz räumt man nicht gerne. Die tote Kuh gibt ja weiter Milch, so deren Logik.

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