Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 645x484Yamaha XJ650 Turbo
vergrößern 645x602Honda CX650 Turbo 3
vergrößern 645x419Honda-82-CX500-Turbo
vergrößern 645x450Rainhard Fendrich verliert am italienischen Strand Frau, Dokumente und Geld, was ihn mit Strada del Sole gleich acht Wochen auf Platz eins der heimischen Charts hält. Wir schreiben das Jahr 1981. Wir dealen mit Musik-Kassetten - und bringen die ersten schlechten Noten nach Hause, während Ronald Reagan Präsident der Vereinigten Staaten wird. Er verschärft den Ton im Kalten Krieg und nimmt einen neuen Anlauf im Wettrüsten.
Eine andere Art des Wettrüstens starten die japanischen Motorrad-Hersteller. Auf der Suche nach mehr Leistung finden die ersten Turbolader zu den Motorrad-Motoren und schreiben einen halben Absatz in der Motorradgeschichte - denn lange hält das Konzept nicht.
Turbo mit Vergaser und Einspritzung
Quasi zeitgleich laden 1981 Yamaha und Honda ihre Motoren auf - wobei beide Unternehmen einen unterschiedlichen Ansatz wählen und sich damit jeweils eine eigene Zeile in der Zweirad-Chronik sichern. Yamaha präsentiert auf der Tokyo Motor Show mit der XJ650 Turbo das erste Turbo-Vergaser-System der Welt, während Honda mit der CX500/CX650 Turbo das erste Serienmotorrad mit Turbo-Technologie baute und damit erstmals auf die Benzineinspritzung setzt. Auf 100 PS brachte es der 673 Kubikzentimeter große V2-Motor von Honda damals. Mit einer enormen Verkleidung dachte Honda die Turbo-CX als Tourenmotorrad an. Ein großer Erfolg waren beide Motorräder nicht.
Der mangelnde Erfolg lag aber anscheinend nicht daran, dass die Geräte lebensgefährlich waren. Wenn in der Kurve bei 5.000 Touren auf einmal der Turbo meint, dass es Zeit ist, seine Arbeit zu beginnen, und dir brachial den Hinterreifen wegreißt, dann ist ohne ein wenig Übung der Sturz sicher. Aber keine Sorge, wer diese Turbo-Motorräder nicht in den ersten Wochen am Asphalt zerrieben hat, durfte sich bald über einen Lagerschaden am Turbo freuen. Die kleinen Turbinen liefen mit extrem hohen Drehzahlen und rieben sich gerne einmal in sich selbst auf.
Der Preis war heiß
Doch der Hauptgrund, warum die Motorräder damals nicht zum Verkaufsschlager wurden, dürfte der Preis gewesen sein. Denn die Reiben waren wirklich teuer - eben nicht nur in der Anschaffung, sondern auch im Betrieb. Neben der Wartung dürfen wir davon ausgehen, dass sich die ersten Turbos eisern an das Gesetz „Turbo läuft, Turbo säuft" gehalten haben. Doch das ist nur eine Vermutung - klare Verbrauchsangaben zu den beatmeten Mammuts konnte ich keine finden, freue mich aber über jede Information.
Ach ja, Mammut: Friedel Münch experimentierte schon 1977 mit der Turboaufladung und rüstete sieben Münch-4 TTS-E 1200 zu Turbos auf. Mit ihrer Leistung von 125 PS soll die Münch damals eine Spitzengeschwindigkeit von 250 km/h erreicht haben und war damit das stärkste und schnellste Motorrad seiner Zeit.
Kawasaki und Suzuki laden auf
Vielleicht waren es Erfolge wie dieser, die 1983 auch Kawasaki und Suzuki dazu trieben, Turbinen in ihre Motorräder zu bauen. Kawasaki lud einen Vierzylinder-Motor auf Basis des Z-900-"Z1"-Aggregats auf und holte aus dem Hubraum von 739 Kubikzentimeter ganze 112 PS. Doch bei uns war das damals schon egal, weil wegen der freiwilligen Selbstbeschränkung der Motorrad-Importeure nur Eisen mit maximal 100 PS Leistung importiert wurden. Nicht künstlich heruntergefahren musste die Suzuki XN85 werden - denn die hatte nicht, wie der Name suggeriert, einen Hubraum von 85 Kubikzentimeter, der lag bei 673 Kubikzentimeter - sondern 85 PS.
Und eine Zeile in der Turbo-Geschichte geht nun auch an Österreich. Thomas Schickl baute in Mondsee mit der Shockster - auf Basis der Yamaha XJR 1300 und einem Motor von Isuzu - ein Motorrad, das von einem Turbo-Diesel-Motor angetrieben wird.
Die einen hassen ihn – die anderen brauchen ihn wie einen Bissen Brot: einen Auspuff von Akrapovič
die lässigste war damals die kawasaki z1r turbo:
http://michaelsmotorcycles.com/1978Kawas... rbo57.html
http://big-diesel.blogspot.com/2007/10/m... erful.html
Der Motor macht schon im Auto mit Allrad gut Laune ;)
Zur Info: Es handelt sich um eine Adaption des Opel Turbomotors der 90er (Calibra, Vectra). Ich denke nicht, dass man damit noch normal "fahren" kann.
Der verdient sich einen eigenen weiteren Absatz!
google Egli Turbo Kawa von 1979
160 PS, mit Lachgaseinspritzung kurzfristig 180PS!
Ich glaube mich erinnern zu können, dass zwecks Expansionsoptimierung und Kühlung auch Wasser in die Zylinder gespritzt wurde.
(für Faule zB. hier: http://thekneeslider.com/archives/... -kawasaki/ )
dass die Suche nach Leistung Anfang der 80er noch ganz andere "Auswüchse" hervorbrachte - aber von viel genialerer Art.
http://de.wikipedia.org/wiki/Honda_CBX
http://raresportbikesforsale.com/six-cylin... i-900-sei/
http://de.wikipedia.org/wiki/Kawasaki_Z1300
Ein Kompressor in einem Hochdrehzahlmotor wie in einem Moped macht nicht wirklich Sinn, da der Gesamtwirkungsgrad mit zunehmender Drehzahl durch Verluste im Kompressor abnimmt und dieser dann sogar unter Umständen mehr Leistung für den Antrieb benötigt als Leistungszuwachs bringt. Nicht umsonst koppeln die kleinen TSI VW-Motoren bei hohen Drehzahlen den Kompressor ab.
Richtig. Kompressor macht bei einer 1000 Hypersportmaschine schon Konzept- und Zielgruppenbedingt keinen Sinn.
Rein technisch wäre da der Turbolader effizienter.
Also ein kleiner Tipp: immer ein bisserl auch über den eigen Tellerrand schauen...
Es ist eben genau umgekehrt: die 2-Zylinder Maschinen zw. 650 und 1200 m³ führen die Zulassungsstatistik klar an (Wenn wir von richtigen Motorrädern sprechen und Roller auslassen).
Die Hyper- und Superbikes spielen mittlerweile nur mehr eine kleine Nebenrolle.
Nur weil Sie beim Motorradquartett mit den Superbikes immer gewinnen, heißt das nicht dass es in der Realität auch so ist. ;-)
Ich bin für Hubraum + Aufladung im Moped. Alles unter 400PS ist fad, die nächste Gerade kommt bestimmt.....Als nächtes erwarte ich vom Standard einen Bericht über Mopeds mit Dieselmotoren :-)
Wenns brutal sein soll dann ist die Hayabusa mit Turbo die erste Wahl, etwas für absolut Wahnsinnige
http://www.youtube.com/watch?v=Q... re=related
Dieselmopped, sogar mit Turbo, bitteschön:
http://www.dieselmotorfiets.nl/
bzw in englisch:
http://www.trackdiesel.co.uk/
:-)
Ich finde das Konzept "Turbo" hat was. ~350PS sind doch mal eine Ansage.
http://www.motorrad.net/lachgas/g... 48-ps.html
So wie seinerzeit der Herr Bogoly mit seiner
geturboteten Hayabusa.
ich habe mein motorradfahrerdasein als "autobahnhatzer" angefangen und damals gab es für mich nichts größeres als die dinger auszufahren.(natürlich nur auf legalen strecken.....) logische konsequenz daraus war dass ich natürlich dann ,zwar jahre später aber doch, die busa haben musste, leider wurde sie gestohlen, ist ein feines bike.
heute bin ich vernünftiger und älter , fahre langsamer und bedachter und geniesse schräglage mehr als topspeed und gebe zu dass ich mit meiner 1000er auf der rennstrecke masslos übermotorisiert bin, drauf stehen tu ich aber trotzdem.
Hinzuzufügen wäre noch:
Turbos, die Benzinsparend sein sollen werden nur sehr gering aufgeladen - wie der bereits erwähnte Saab z.b.
Und der Grund, warum ein Turbobenziner "säuft" wenn man ihm die Sporen gibt ist, dass das Gemisch fetter (weniger Luft, mehr Benzin) als bei einem Saugmotor ist.
Das ist notwendig um die Klopfneigung zu reduzieren und die Brennräume zu kühlen.
Bei Turbobenzinern geht es nämlich ganz schön heiß her :-)
ich hab den Saab 9000 Aero.
Den kann man mit 8.5 Liter Verbrauch fahren.
Wennst ihm die Sporen gibst dann trinkt er, dass man so schnell nicht nachtanken kann.
Der Unterschied zwischen gemuetlich und wild fahren wirkt sich im Verbrauch viel extremer aus als bei einem normalen saug Benziner.
Diesel sind eine andere Baustelle....
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.