Was geht in Alexander Wrabetz vor?

KrisenFrey, 8. Jänner 2012, 20:40
  • Artikelbild
    foto: lilli strauss/dapd

    Alexander Wrabetz bei der Verkündung seiner Wiederkandidatur zum ORF-Generaldirektor im April 2011.

Fünf Hypothesen über die Motive des ORF-Chefs bei der Bestellung seines Büroleiters

In der Aufregung über die Bestellung des jungen SP-Parteisoldaten Niko Pelinka zum Büroleiter von Alexander Wrabetz wird oft übersehen, dass der ORF-Generaldirektor, und er ganz allein, diesen Schritt zu verantworten hat. Ein gerade auf fünf Jahre bestellter Unternehmenschef kann zu so einer Handlung nicht gezwungen werden, nicht einmal von einer mächtigen Regierungspartei.

Und kaum jemand stellt die Frage – oder gibt gar darauf die Antwort – was Wrabetz eigentlich dazu motiviert hat. Hier deshalb fünf Hypothesen über Wrabetz‘ Beweggründe:

1) Wrabetz wurde, wie Armin Wolf im Profil behauptet, tatsächlich von der SPÖ politisch erpresst – sei es mit der Drohung, er kann seinen Job wieder verlieren, der ORF würde Geld verlieren, oder irgendetwas anderes Schlimmes würde der ORF-Chef erleiden, wenn er Pelinka nicht in sein Vorzimmer setzt. Er hatte deshalb keine andere Wahl.

2) Wrabetz sah sich heftigem Druck vonseiten der SPÖ ausgesetzt und entschied sich, aus Bequemlichkeit oder Pragmatismus diesem Druck nachzugeben statt ihn zu bekämpfen. Wie ebenfalls Wolf andeutet, wollte er damit möglicherweise direkte Interventionen in die ORF-Redaktion den Wind aus den Segeln nehmen.

3) Wrabetz hat, wie er behauptet, tatsächlich in den vergangenen zwei Jahren ein Vertrauensverhältnis zu Pelinka entwickelt, ist von seinen Fähigkeiten beeindruckt, und sieht ihn als den geeignetsten Kandidaten für den Job des Büroleiters.  Er will ihn einfach stets an seiner Seite haben.

4) Wrabetz hat Pelinka im ORF-Stiftungsrat fürchten gelernt, war aber von seinen Qualitäten als Taktiker und Macher beeindruckt. Mit der Ernennung zum Büroleiter wird Wrabetz den unangenehmen Aufpasser los und macht ihn zum Untergebenen. Besser, so sein Gedanke, dieser talentierte Intrigant arbeitet für mich als für Laura Rudas.

5) Wrabetz wollte Pelinka im Stiftungsrat loswerden und inszenierte eine stümperhafte  Bestellung (Ankündigung vor der Ausschreibung), die nach hinten los musste. Angesichts der Empörung muss der ORF-Chef schweren Herzens auf Pelinka verzichten, aber damit ist er auch im Stiftungsrat Geschichte.

Anfangs neigte ich zu Hypothese 5, habe damit aber Wrabetz offenbar überschätzt. Wäre das ganze eine Intrige gegen Pelinka, dann hätte Wrabetz ihn bereits fallen lassen müssen. Indem er sich nun einbetoniert, wird ein Rückzug fast unmöglich.

Und die anderen Hypothesen?

Ad 1) Eine reine Erpressung ist nicht wirklich vorstellbar. Denn was soll die SPÖ Wrabetz tatsächlich antun können?

Ad 2) Ebenso wenig kann ich mir vorstellen, dass Wrabetz sich von der SPÖ seinen Büroleiter aufdrängen lässt. Andere Posten vergibt man aus politischem Kalkül, aber mit dem Bürochef muss man Tag für Tag zusammenarbeiten. Da nimmt man nicht jemanden, den man nicht auch irgendwie schätzt.

Ad 3) Aber genauso unwahrscheinlich ist es, dass Wrabetz Pelinka tatsächlich so schätzen und vertrauen gelernt hat, dass er ihn nun ständig an seiner Seite will. Mit einem Stiftungsrat, der nebenbei erzählt, dass der ORF-Chef die Gästeliste des wichtigsten Politik-Talks mit ihm bespricht, dem kann man nicht vertrauen.

Deshalb neige ich am ehesten Hypothese 4 zu. Wrabetz hat Pelinka zu sich geholt, um ihn einerseits zu neutralisieren, andererseits, um seine sicher existenten Talente für sich zu verwenden. Es wird schon so sein, dass die beiden Männer miteinander können. Aber vor allem sieht Wrabetz die Ernennung als taktischen Schachzug, mit dem er aus einem potenziellen Widersacher, der dringend einen gutbezahlten Job sucht, einen Verbündeten macht.

Wenn das stimmt, dann sitzt Pelinka nicht als Rudas‘ Entsandter im Wrabetz-Vorzimmer, sondern als Adjutant des Generaldirektors. Dann ist durch diesen Schritt der Parteieneinfluss im ORF nicht gewachsen – und dann sind die schlimmsten Befürchtungen, die derzeit geäußert werden, unbegründet.

Aber das ändert nichts daran, dass der Eindruck der politischen Abhängigkeit und Korrumpiertheit entstanden ist, was dem ORF gewaltig schadet. Wrabetz hat sich dabei als Manager entpuppt, der viel mehr auf sein eigenes Interesse schaut als auf das des Unternehmens, das er führt.

Und das ist kein gutes Zeichen.

    • 23.5.2012, 16:12
      Eric Frey

      Was wollen die Märkte? [24]

      TitelbildAnleger wissen genauso wenig wie Politiker, wie sich Sparprogramme auf die langfristige Staatsverschuldung auswirken

    • 19.5.2012, 09:47
      Eric Frey

      Ende eines Wunderknaben [246]

      TitelbildDer Facebook-Börsengang war der Höhepunkt eines Hypes, dessen Kollaps auch Mark Zuckerbergs Ruf bedroht

    • 16.5.2012, 08:10
      Eric Frey

      Showdown in Griechenland [19]

      TitelbildBei der Frage des Euro-Austritts stoßen Politik und Ökonomie aufeinander – und die Ökonomie wird siegen

    • 13.5.2012, 08:56
      Eric Frey

      Papandreou hatte recht [310]

      TitelbildDie abgesagte Volksabstimmung zur Sparpolitik hätte Griechenland das Chaos des Wahlergebnisses erspart

    • 8.5.2012, 19:38
      Eric Frey

      Israel - Iran: Komplexe Logik [57]

      TitelbildTeheran würde durch einen israelischen Militärschlag politisch nur gewinnen - solange es keinen Atomtest unternimmt

    • 6.5.2012, 07:30
      Eric Frey

      Die Narren von Kärnten [94]

      TitelbildDass eine Regierungspartei eine Autobahn blockiert, um gegen Weltmarktpreise zu protestieren, ist einzigartig

    • 28.4.2012, 14:23
      Eric Frey

      Nicht nur Nutella täuscht [105]

      TitelbildDie Werbung für ungesunde Lebensmittel gehört streng geregelt – und vielleicht überhaupt verboten

    • 25.4.2012, 15:54
      Eric Frey

      Hoffnung für Österreich [10]

      TitelbildDie friedliche AUA-Einigung zeigt die Stärke des Landes als teurer, aber wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 55
1 2
staud
00
11.1.2012, 21:53
Wrabetz fürchtet sich vor Niko?

Habe ich das richtig verstanden, daß der Alexander Wrabetz, der seinerzeit Lindner und Mück ziemlich alt aussehen ließ und sich mit einer taktischen Meisterleistung einer "Allparteienkoalition" (exklusive ÖVP) an die Spitze des ORF trickste, sich nun ob der weltmännischen Gewandtheit eines 25jährigen Rotzlöffels, um seinen Verbleib als ORF-General fürchtet?

Steak vom Milchlamm
00
11.1.2012, 13:37
In A.W. Kopf befindet sich ein Machtvakuum.

sonst nichts.

fex1
00
10.1.2012, 08:19
Schuldenbegleichung

Wrabetz löst seine Versprechungen ein, welche ihm seine Wahl zum Oberguru des ORF ermöglichten. Er hat mit den jüngsten Besetzungen die Wünsche der Parteien erfüllt. Von wegen Unabhängigkeit des ORF!
SPÖ Freundeskreis und ÖVP Freundeskreis im Stiftungsrat...
Der ORF ist nicht parteipolitisch unabhängig, er war es nie und wird es auch nie sein!
Auch wenn es ein Gesetz gibt wo die Unabhängigkeit festgeschrieben steht.

Klaus Woltron
12
10.1.2012, 07:10
....tu, felix Austria...

Nordafrika brennt, Europa bröselt, die Finanzen gehen den Bach hinunter, die USA haben 120% Schulden - bei uns sind die ach so qualitätsvollen Journale voll Wrabetz und Pelinka. Führwahr ein weltbewegendes Ereignis. AEIOU - sic.

baneck08
00
13.1.2012, 11:45
nicht böse sein?

der "journalist" frey muss eben auch der blattlinie gehorchen ...

weltenfreund
00
10.1.2012, 01:12
wie naiv, so zu argumentieren

Was kann SPÖ Wrabetz antun?
Der will noch länger in Ö leben. Dazu braucht er Erfolg. Den hat er nicht, wenn SPÖ ihm im Stiftungsrat alles blockiert, ihm den Beschwerdeterror macht, und ihn dann nach der Zeit beim ORF fallen lasst.
Und was ist mit einer schriftlichen Vereinbarung?
Und er muss gut sein um im Ausland Erfolg zu haben a la Zeiler. Das geht nicht, wenn die SPÖ im Stiftungsrat, mit den Betriebsräten, den Gewerkschaften, mit Baugenehmigungen in St MArx usw das Leben schwer macht - der hängt völlig am roten Tropf. Und seine Frau als Ärtztin im Gemeinde-Win Spital sowieso.
Also wo kann man ihm weh tun?

gegenfrage
07
Hypothese 7

Advent 2011: Dr. Wrabetz betritt sein Büro. Nichts ist da wo es sein sollte: Die DVDs der letzten Chili-Sendungen liegen da, wo das ORF-Gesetz stehen soll, der Vertrag über die Oberhauser-Abfindung ist verschwunden ... und was sucht der lebensgroße Aufsteller von Roman Rafreider hier? Das reinste Chaos! Wrabetz denkt nach.

"Ein Büroleiter muss her!" und schon fällt ihm der Niko ein. "Der hat doch als Kind schon immer sein Zimmer so schön sauber gehalten und die Buntstifte nach Farben sortiert." erinnert er sich. "Was macht der gleich? Achja, Stiftungsdings und irgendwas mit Eisenbahnen. Also nichts, wo man ihn dringend braucht."

Ein Anruf beim Niko, ein Ja. Stolze Gedanken: "Super Entscheidung! Das poste ich sofort in der APA."

napo sarko
00
alex das war echt "gewulfft" warum koehlerst du nicht?

kaeuflich-opportunistisch-feig=:alexander wrabetz gib deinen polit-job an den youngster nico pelikan und melde dich als sein subalterner buerolehrling in der löwelstrasse zur betreuung der wernerfaymann@dämlich.com(munity)

WässrigesWienerWürstchen
00
nix - oder?

Tante Herbert
01
1.) 2.) 3.) 4.) 5.)

Herr Frey, haben Sie das von der Boston Consoulting Trulla gelernt die anno hier in diesem Medium ein paar Seiten vollmachen durfte??

Vseckojedno von Jednovsek
02
Ich glaube an eine 6. Version, die typisch österreichische

Nämlich, dass Wrabetz aus vorauseilendem Gehorsam gehandelt hat.
Als gut in den österreichischen Politapparat mit den ungeschriebenen Gesetzen integrierter Aufsteiger, weiß er einfach, was er zu tun hat um sich erkenntlich zu zeigen. Das muss ihm keiner extra sagen.

01052004
03
version 6

wrabetz kann und will nicht denken (muß er als parteilakai auch nicht). der liebe niko, jung und karreiregeil, hat sich freiwillig angeboten, das für ihn zu übernehmen...

wär kein problem. nur glaube ich ncht, daß der nko der tatsächlich am besten qualifizierte ist. und ob man diesen posten überhaupt braucht (normal macht das doch eine pa, oder???).

machtvolle stiftungsräte, die den sessel des gd kippen können??? ist mir neu (das sind allesamt brave partei-soldadeska, die machen nur das, was ihnen dick und doof und der blaue befehlen)...

orf zusperren - da hätten wir schon viel gespart (könnte man in bildung (echte) investieren, beispielsweise)...

Mostbluzza
01
und mit solchen spielchen

beschäftigt sich auch unsere hohe politik, den ganzen tag.

sesselsäger und sesselkleber, verräter und faserschmeichler, vitamin b kinder und unfähige bastarde unterbringen und das in tausenden positionen und ämtern und managerjobs alljährlich ....

wenn wir öl hätten, wär ganz österreich eine rotschwarze eliten-baggage-sippenversorger-republik. wie in den emiraten. und hackeln würden ein paar mio ausländer. aber leider für die rotgrünen ... ist es nicht mehr.

solange es uns gut ging, was nur heissen soll, dass wir noch verschuldensfähig waren, war es auch egal, weil die zeche erst viel später bezahlt wird - oder nicht?

danke euch allen dafür. auch der feinen presse, die diese spielchen zwecks auflage hochkocht, siehe wulff oder pelinka.

flohimpelz
02
Ein Grund mehr den ORF zu zusperren,

das bisserl Programm macht ATV gegen ein geringes Honorar mit.
Ohhjehh - da fallen ja dann die ganzen Landeskaiser um ihr Manipulationsinstrument um.

flohimpelz
00
Österreich - du musst nicht schön sein, du musst nicht gscheit sein

kennt der Papa einen Jemand, wirst du bald reich sein!!

Mary Ann
05
Freunderlwirtschaft

Wrabetz und Pelinka sen. sind befreundet.
Da ist´s wohl klar, dass Wrabetz dem Sohn seines Freundes - welcher ohne Studium am Arbeitsmarkt als schwer vermittelbar gilt - zu einem gut dotierten Posten verhilft. Mit Wrabetz an Seite droht dem Sprössling zudem wenig Ungemach.
Und nach ein paar Wochen (Monaten) ist der Sturm ein Windhauch geworden. Das ist Österreich.

anders and
 
10
da bleibt eine Frage offen:

hat Pelinka senior oder Wrabetz dem NIko zu dessen Zwischenjob bei der ÖBB verholfen?

Wen halten Sie für wahrscheinlicher?

Mary Ann
02
da bleibt die Frage offen...

... wie bekommt ein 23jähriger ohne Studium und ohne Qualifikation überhaupt so einen Job?

anders and
 
30
10.1.2012, 06:16

manchmal ist es ja intelligent eine Frage mit einer Gegenfrage zu beantworten -

aber nur manchmal...

chrilly donninger1
02
Heimat bist du grosser Väter

Wiema so sitzn in da Eden und redn
Inzwischen woa's scho Viertl, Hoiba drei
Do sag i, nachdem i bissl grübl:
"Gießhübl, ich hör du host a kleine Schererei?
In unseren Kreisen sprichtma überall davon
Man hätte dich einfach abgelehnt
Für irgendan Job, bei der Atomkommission
Mit monatlich 13.000 Schlei ois Lohn
Sie sogn du wärst zu unintelligent!“
....

Na und die Universität...
Du kennst mi jo! Des liegtma ned!
Drum wor ich bissl desperat
Ois man mich dort ned gnommen hot!“
...
Da Papa wird's s schon richten....
a Papa wird's scho richtn
Des ghört doch zu den Pflichten
Von jedem Herrn Papa
Und brauch ich einen Postn
Dann lasst er sich's was kostn
Sunst frog ich mich "Zu wos'n
Is er sonst da?“

Mary Ann
00
der Papa wird´s schon richten

und hier das Video dazu:

http://www.youtube.com/watch?v=hTS6-lt9UBo

Demokrit 007
00
Sie vergessen Herr Frey ...

... das Wrabetz sich ein privates Vertrauensverhältnis zu N.Pelinka seit dessen Kindheitstagen, also seit rd. 20 Jahren, aufgebaut hat. Vielleicht ist es auch ein Abhängigskeitverhältnis seitens des Jungen ("Anhimmelung"). Zusätzlich hat 4) auch was für sich. Also eine Mischung aus 3) und 4) halte ich für recht wahrscheinlich.
P.S.: Im übrigen bin ich der Meinung von R.Misik, der im letzten TV vor der Sippenhaftung warnt. Seinen Vater braucht der Junge bei Wrabetz (s.o.) schon länger nicht mehr, das bestätigen auch ZIB-Redakteure. Einen, wie ich meine, integren linken Vater zu haben, ist auch nicht immer einfach ... NEWS berichtet jedenfalls korrekt. Dass der Sohn als ideologiefreier Karrierist aufsteigt, wird ihm wenig erfreuen ...

mikromalist
 
11
Der tiefe Grund:

Wrabetz korrekte Position auf der Eignungs-Funktionslandkarte ist Mittelmanagement bei einem kleinen Provinzmedium.
Die Differenz zur tatsächlichen Position lässt sich nur durch ein ausgeklügeltes Intrigen-Taktik Spiel übertünchen.

Und dazu ist W weitaus nicht intelligent genug.

Das gilt auch für seine Pusher. Die glauben Pushen sei Almosen und gehe deshalb nur im Zusammenspiel mit Aufpassen.

Deshalb landen alle Beteiligten unvermeidlich im Untergeher-Korb.

Die Grenze der eigenen Unfähigkeit kann nicht dauerhaft überschritten werden.

Pink Fanta
00
hoffentlich zahlen sie dem wrabetz

a gscheite provision

weil ohne seine aktionen, bräuchten sie nicht so einen ausgefeilten artikel schreiben

chrilly donninger1
01
Der Wrabetz hat Handschlagqualität

Er hält sich an die vor seiner Wahl gemachten Absprachen.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 55
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.