SPÖ will auch Arbeitgeber in die Pflicht nehmen
Wien - Ein massives Streitthema zwischen den Koalitionspartnern sind die Pensionen, bei denen die ÖVP Druck macht. Parteichef Michael Spindelegger möchte bis 2020 das Regelpensionsalter um vier Jahre erhöhen. Das Bonus-Malus-System mit Ab- oder Zuschlägen bei späterem bzw. früherem Ruhestandantritt soll stark ausgebaut werden. Die Gewerkschaft hat gegen diesen Plan massiven Protest angemeldet.
Neu ist die Forderung der ÖVP, dass Frühpensionisten bis zum Erreichen des Regelpensionsalters die jeweils zu Jahresbeginn fälligen Pensionsanpassungen gestrichen werden sollen.
Die ÖVP kann sich auch eine frühere Angleichung des Frauenpensionsalters an jenes der Männer vorstellen.
Allein bei den Pensionen ortet die ÖVP ein Einsparungspotenzial von 2,6 Milliarden Euro.
Die SPÖ will wiederum jene Arbeitgeber in die Pflicht nehmen, die ihre Mitarbeiter frühzeitig in Pension schicken. Sie sollen die Pensionskosten bis zum Regelpensionsalter übernehmen. (völ, DER STANDARD; Printausgabe, 9.1.2012)