Filmkritiker küren Lars von Triers "Melancholia" zum Film des Jahres

8. Jänner 2012, 16:33

Kirsten Dunst und Brad Pitt als beste Schauspieler ausgezeichnet

New York - Lars von Triers "Melancholia" ist von den US-Filmkritikern in New York zum besten Film des Jahres 2011 gekürt worden. Die 58 Mitglieder der National Society of Film Critics (NSFC) würdigten Kirsten Dunst für ihre Hauptrolle in dem surrealen Endzeitdrama als beste Schauspielerin.

Als bester Schauspieler wurde am Samstag Brad Pitt für seine Rollen in "Moneyball" und "Tree of Life" geehrt. Werner Herzogs "Die Höhle der vergessenen Träume" wurde zum besten Film im Bereich Nonfiction erklärt. Die NSFC kürte Terrance Malick für "Tree of Life" außerdem zum besten Regisseur. Die Entscheidungen der Filmkritiker könnten einen Einfluss auf die Oscar-Entscheidungen im Februar haben. (APA)

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12 Postings
nach gefühlten...

... drei wochen habe ich am zahnfleisch das urania verlassen, immerhin aber dankbar, dass melancholia doch noch gekommen und dem ganzen endlich ein garaus gemacht hat.

Beim fuenften Aufbranden

der immer gleichen Wagner-Overtuere konnte ich mir ein lautes Auflachen nicht mehr verkneifen. :-D

Der Wappler ist depressiv wegen der Nina

Das war ja das Tolle! So Art Leitmotiv für den Planeten melancholia!

Na ja, Leitmotivik definiert sich nicht darueber,

dass _exakt dasselbe_ wieder und wieder abgehandelt wird.

"Melancholia" ging ja im Großen und Ganzen (auch wenn der Streifen ein paar unfreiwillig komische Momente hatte), aber "Tree of Life" war von vorn bis achtern un-er-traeg-lich.

ich will Ihnen nicht Ihre meinung nehmen (kann ich auch nicht) aber tree of life ist ein meisterwerk, und malick einer der wenigen noch lebenden regisseure die verstanden haben daß das leben kein plot ist.

Tree of Life ist ein Kitsch der Sonderklasse. Universumbilder treffen auf Klassikabo Musikbegleitung. Brrrhhh.
Ein Meisterwerk ist Days of Heaven.

wenn Sie ashkenazy oder jovanovic für "klassikabo musikbegleitung" halten sind Sie ein richtiger punk ;)
ich könnte verstehen wenn Sie "the new world" für kitsch halten aber "tree of life"?hab in meiner kindheit viel universum gschaut, kann mich nicht erinnern damals das gefühl gehabt zu haben ,bei der entstehung der welt in all ihrer gewalt dabei gewesen zu sein.diese zwanzig minuten hat auch ein bekannter von mir zum anlass genommen dem film, der drei stunden dauert, seine qualität abzusprechen.ich fand es war formal der kompromissloseste den malick je gedreht hat.cinema paradiso ist kitsch.

kompromisslos, das ist im erzählkino heute manchmal bruno dumont, brillante mendoza... früher gabs mal ein kompromissloses europäisches kino, kubrick, antonioni...
aber tree of life erscheint so dünn, und zur musik: praktisch jedes bild benötigt diese überwältigungsgestik, und alles bekommt diesen ich bin irrsinnig groß und wichtig Anstrich. "best off" Classics.
zum kitsch: bei kubrick 2001 geht eine einzige sonne auf mit strauss walzer, das sitzt und trifft ins Herz; bei malick gehen etliche -hab sie nicht mitgezählt- sonnen jedoch im KubrickStil auf, mit klassischem Musikscore. Und dennoch, die redundanz dieses Musikteppichs macht diese Erfahrung so laborhaft, behauptet. Mich lassen eben diese Effekte kalt.
Es lebe der heisse Punk. ;-)

Auch Lars von Trier war schon mal deutlich heisser. Idioten. Breaking the waves. Dogville.

Danke, Giraffe18 -

Sie haben von da oben ganz klar den Ueberblick. ;-)

Bin ganz Ihrer Meinung - wobei die "Universum"-Teile noch das beste an "Tree of Life" waren.

Der Wappler wurde bei dem Film depressiv und fand das gut

Alleine von den Bildern und dem wunderbaren tristanvorspiel von wagner ist der Film sogar oscarreif! Freu mich schon auf die DVD!

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