Ex-Rebellen heillos zerstritten

8. Jänner 2012, 14:25

Heftiger Konflikt um künftigen Generalstabschef - Westerwelle in Tripolis

Benghazi - In Libyen hat die Ernennung von Oberst Youssef al-Mangouch zum Generalstabschef der neuen Armee heftige Streitigkeiten zwischen verschiedenen Gruppierungen von früheren Aufständischen ausgelöst, die gegen das gestürzte Regime von Muammar al-Gaddafi gekämpft hatten. Mangouch, der im April vorigen Jahres bei Brega von Gaddafi-treuen Truppen festgenommen und im August von Gaddafi-Gegnern befreit worden war, werde von der Mehrheit der Mitglieder des "Nationalen Übergangsrates" unterstützt, seine Ernennung zum Generalstabschef sei "unwiderruflich", erklärte ein Sprecher am Sonntag in Benghazi.

Eine mächtige Koalition von "Thowar" (Revolutionäre) im Osten des nordafrikanischen Landes hat Mangouch als Armeechef abgelehnt und will die Entscheidung des Übergangsrates nicht akzeptieren. Dieser hat die früheren Aufständischen aufgefordert, sich im Jänner registrieren zu lassen, um ihre allfällige Eingliederung in die neuen Sicherheitskräfte zu prüfen. 25.000 Ex-Rebellen sollen vom Innen- und 25.000 vom Verteidigungsministerium aufgenommen werden.

Übergangsrat hat Land nicht unter Kontrolle

Der regierende Übergangsrat hat laut Analyse der "International Crisis Group" keineswegs die Kontrolle über das kriegszerstörte Land. Mehr als 125.000 Libyer sollen unter Waffen stehen. Der einflussreiche Kommandant der früheren Aufständischen in Misrata, Fraj al-Soueilhi, hatte scharfe Angriffe gegen den Übergangsrat gerichtet und die Forderung erhoben, dass die "Thowar" mindestens "40 Prozent" der Ratsmitglieder stellen müssten.

Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle hat unterdessen bei seinem Besuch in Tripolis Libyen weitere Unterstützung für den Wiederaufbau nach dem Bürgerkrieg zugesagt. "Deutschland steht dem neuen Libyen als Freund und Partner zur Seite", sagte er. (APA)

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Captain Smoker
10
12.1.2012, 23:14
Verloren

Bei denen ist alles verloren. Die haben sich ja teilweise schon gegenseitig umgebracht als sie ihren Feind Gaddafi noch hatten. Und jetzt gibt es natürlich im ganzen Land Kämpfe um Macht und Gebiete. Da ist auf Jahre hinaus kein Ende zu sehen.

hixposon
37

Der wohl größte Schlag in die Fresse der Kriegsverbrecher: Rasmussen droht eine Anklage in Dänemark, weil er als ehem. dänischer Premier, das Parlament über Folterungen dänischer Soldaten an irakischen Gefangenen täuschte. Nicht genug damit, hat nun Amnesty International alle Hände voll zu tun, um das Ergebnis der jährlich sattfindenen Wahl zum "Held der Menschenrechte" zu vertuschen. Die hat Gaddafi für 2011 nämlich gewonnen.
http://matrixchange.blogspot.com/2012/01/g... echte.html

naval
32

Sie haben vergessen zu erwähnen, dass Michael Jackson auf dem zweiten Platz gelandet ist. Ging es da wirklich um Menschenrechte oder vielleicht doch eher um "Kinderrechte" ?

hixposon
07
Was ich wirklich zu erwähnen vergaß...

Ich vergaß zu erwähnen, daß die AI, obwohl seit langem vor Ort, die völkerechtswidrigen Bombardements und Greueltaten seitens der NATO gegen die libysche Zivilbevölkerung mitverfolgte, untätig zusah und schwieg. Ich vergaß außerdem zu erwähnen, daß Gaddafi nicht ob seines Widerstands gegen den Westen gewählt wurde, sondern wegen der einführung eines wohl weltweit einmaligen Systems einer direkten Demokratie namens Dschamahirija. Zu erwähnen wäre zusätzlich noch, daß AI diese jährliche durch User online durchgeführte Wahl, eigentlich bis Ende Jän. laufen lassen sollte. Da Gaddafi aber so weit vorne lag, wurde sie bereits Ende Dez. beendet. Das Ergebnis wird natürlich totgeschwiegen.

heinrichspamer
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"Held der Menschenrechte"

Mann sind sie daneben ! Zenga, zenga ! Tar, Tar !

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Danke ...

... Frankreich, danke USA. Lob an Deutschland, das sehr zögerlich war bei dem Kampf gegen Gaddafi. Nun bin ich froh, dass der Despot weg ist, so wie alle vernünftigen Menschen. Aber wie meist gibt es keine Struktur, die die Macht übernehmen kann. Ich ahne schlimmes.
Übrigens: Der 38-jährige Pastor Umar Mulinde aus Uganda wurde am 24. Dezember in Kampala von fanatischen Moslems mit dem Ruf „Allah hu-Akbar“ angegriffen und schwer verletzt. Der Körper und das Gesicht des Gemeindeleiters der Gospel Life Church in Nama ist schwer verletzt.

Wenn ich nun daran denke, dass es die Moslemparteien sind, die Macht in den arabischen Ländern gewinnen, dann sage ich: Gute Nacht für alle, die keine Moslems (Christen, Juden..) oder liberale Moslems sind

jolo -
21

Die große Koalition ist zerstritten - haben wir nun einen Bürgerkrieg in Österreich ?

Peace 4 Libya
23

Perverse Aussage, ich glaube bei Ihnen hat es was an der Wahrnehmung.
Bei anderen auch, hier ein Hetzer der ersten Stunde:
http://www.youtube.com/watch?fea... koJQDI5ENU

Gefällt Ihnen sicher, ein "kämpfer".

JT1980
62
Wie solls

auch anders sein. Der Islam der dort im Nahen und Mittleren Osten gelebt wird, kennt keine Kompromisse, daher hatten die auch nur Diktaturen. Dazu kommen die zig verschiedene Stämme die sich untereinander nicht vertragen. Ägypten wird auch keine ordentliche Demokratie sondern eher eine Islamistische Diktatur werden.

Das Problem dort ist und bleibt deren Religion!

wurm83
 
02
falsch!

das problem ist und bleibt religion!!!

egal welche...nicht nur "deren"!

bei uns ist es nicht deshalb besser weil wir eine andere religion haben sondern einfach nur weil wir der religion einen großteil ihrer weltlichen macht genommen haben!

das problem ist, dass religiöse gruppen von armut und angst profitieren (da lassen sich die leute leichter zum beten animieren...)

je reicher und vor allem gebildeter eine bevölkerung wird umso weniger religiös wird sie...also versuchen diese gruppen alles um die armut zu erhalten...

nur wenn man die religion (egal welche!!) an den rand drängt, kann ein land wohlstand und glück erreichen!

--> und das dauert..jahrzehnte!! war bei uns nicht anders!

Peacefaktor
03
ist aber auch falsch:

wenn Sie sich die religiösen Lehren genauer ansehen, dann werden Sie feststellen: die Religion soll die Menschen miteinander verbinden und dem Leben Sinn geben.

Dass, was Sie meinen sind die Kirchen, deren Vertreter und was diese mit den eigentlich friedlichen Lehren der Religonen machen.

Ich mache Sie deshalb darauf aufmerksam, weil es eben einen Unterschied macht, ob man die Religion an sich meint, oder die Kirche, denn die haben oft nicht viel gemeinsam: siehe kath. Kirche, wo ein jüdischer Mann Namens Jesus den jüdischen Glauben verbreiten wollte und gegen die Institution Kirche aufgetreten ist. Die Christen sind aber keine Juden und es ist die größte und reichste aller Kirchen entstanden, die richtigen Jesusreden werden nicht akzept.

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Religion ist Teil des Menschen ...

... ob man es will oder nicht. Nur weil bei uns die christl. Religion an Einfluss verloren hat, heißt das nicht, dass die Menschen weniger religiös sind. Man glaubt halt an Feng Shui, an Steine, an "gesunde Ernährung", an Wünschelruten, an "das Gute im Menschen" etc.

Martin Müller10
 
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Libyen im Nahen Osten?? Haben Sie einen Atlas?

Andreas Anders
04
selten so einen Blödsinn gelesen...

....was hat das bitte mit Religion zu tun?

Führen sie auch den US-Imperialismus auf religiöse Ursachen zurück?

Hier geht es schlicht und einfach um Macht, um den größten Anteil am Kuchen. Religion ist da nur ideologisches Blendwerk.

Peacefaktor
12
Religion selbst ist grundsätzlich nichts schlechtes:

Das was daraus gemacht wird, und zwar von den Kirchen ist das, was die meisten meinen, wenn sie Religion generell verurteilen.
Es gibt viele Menschen, die aus den verschiedenen Lehren viel Kraft beziehen für ihr Leben.

Kirchen allerdings sind Machtinstitutionen. Dass die Religionen dort oft nicht so gut aufgehoben sind, offenbahrt die Realität. Kirchen dürften keine geschlossenen Systeme sein, sie sollten all ihr Wissen freigeben und keine Reichtümer horten ( sind ja Sünden: Jesus war nicht so gut zu sprechen auf die reichen Institutionen der jüdischen Kirche ( um eine andere ging es ja nicht))
Ist nur als Anmerkung gemeint.
mfg

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Nein, sie täuschen sich.

Der Konflikt im Nahen Osten ist natürlich Macht etc. Aber die Religion, sprich der Islam, ermuntert die Menschen dazu, den Ungläubigen zu bekämpfen. Wer es nicht glaubt, der lese den Koran. Beinahe in jeder Sure wird zum Hl. Krieg aufgefordert. Mohammed lebte diesen Hl. Krieg auch vor und somit kam er auch in die Hadithen.

Lady Pyrra of Danubien
 
00
10.1.2012, 08:18
Sie haben den Koran gelesen?

ich hab nicht jede einzelne Sure gelesen, aber die, die ich gelesen habe rufen eben NICHT zum heiligen Krieg auf. Und die bei der sich sehr wohl um Djihad gehandelt hat, ging eigentlich darum unter welchen Bedingungen dieser (in Form von hl. Krieg) überhaupt stattfinden darf.
Darum wundert es mich ja auch so, dass manche Imame immer wieder zum Djihad aufrufen können; da eben missbrauchen die die Mächtigen der "Religionsgemeinschaft" die Religion. Da kann stehen: Wenn sie die Straßen blockieren und euch daran hindern die Moscheen zu betreten und zu beten, dann führt Krieg. - und die Imame lesen: Wenn sie auf der Straße stehen, dann führt Krieg. (zum Beispiel)

Djihad ist übrigens immer, wenn man sein Leben einem größeren Ziel widmet.

kelchstein
31

Libyen wird der Kongo Nordafrikas. Steinreich und dennoch bitterarm und Stammesfehden.

YuandI
13
Wo sind ...

eigentlich die "humanistischen Intervenierer" geblieben, welche anscheinend keine langfristigen Strategien (Friedensstrategien) kennen, um dann, panikartik und hysterisch Friedensbomber schicken.

Scheint sie nicht mehr zu interessieren. ... Suchen wahrscheinlich schon wieder nach neuen Möglichkeiten nach Heilsbringung ... so nach den Motto: "Das eigene Heil suchen, in dem man es den Anderen bringt."

naja: einige Verhältnisse ändern sich nie: Wie musste Karl Kraus feststellen: "Es geht vorbei; nachher wars einerlei".

Plinius
01
einfach Quatsch!

Natürlicch gibts Meinungsversciedenheiten, wenn es nicht so wäre hätte ja bloß eine Diktatur die andre abgelöst. Jetzt kann man sich zusammenstreiten ohne fürchten zu müssen erschossen od. lange Jahre in einem Kerker verrotten zu müssen...

YuandI
11
Meinungsverschiedenheiten

... ist gut!

eh nur bewaffnete Konflikte welche Tote fordern.

Verfolgung von Schwarzafrikanern und Lynchjustiz.

Die Flüchtlingssituation ist auch nicht besser geworden: die EU hat sich da schon abgesichert, dass der Übergangsrat die Flüchtlingsströme in Libyen aufhaltet.

Wie naiv ist das alles?!? Man braucht wirklich nicht meinen, dass in Libyen NUR DER GADAFFI GEHERRSCHT hat: Das hat SYSTEM gehabt!

Aber das ist alles wurscht: "hinter mir das Chaos" - das Öl ist gesichert und man kann sich immer noch alles GUT REDEN mit dem BÖSEN BÖSEN GADAFFI.

Plinius
30
bei Revolutionen...

...gehts nicht zu wie im Mädchenpensionat und nachher genausowenig. Es kristallisiert sich ein neues Gleichgewicht heraus. Auf das man aufbauen kann. Wesentlich ist aber, dass man den grausamen Diktator los ist. Gadaffi hat selbstverständlich eine Schar von Helfern gehabt die dafür mit Privilegien belohnt wurden. Jetzt wo alle endlich weg sind kann das Land nach Klärung der Meinungsverschiedenheiten, mit der Beseitigung der Schäden im großen Stil beginnen.

Marcus Maccabaeus
01
Wir werden durch Erfahrung dümmer!

Ein anderes Zitat von Karl Kraus, das auf das gesamte Politestablishment passt!

YuandI
20
Eine der verbreitetsten Krankheiten

ist die Diagnose. --- Vielleicht gelingt es aber dann doch einige, Zitate sinnvoll und richtig anzuwenden, und nicht nur als "Phrase" verwendet, bzw. sollte SELBSTERKENNTNIS nicht ganz ausgeschlossen werden, bevor man einseitig beurteilt.

Peace 4 Libya
13

Die "Menschenrechtsbringer" haben in Libyen ihren Zweck erfüllt.

Aktuell bringen sie die "Menschenrechte" nach Syrien und nach Iran.

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