Buenos Aires - Die argentinische
Präsidentin Cristina Fernandez ist nicht an Schilddrüsenkrebs
erkrankt. Die kurz nach Weihnachten verbreitete Diagnose erwies
sich nach Angaben ihres Sprechers vom Samstag als falsch. Nach
der Entfernung der Schilddrüse am 4. Januar sei eine genauere
Untersuchung möglich gewesen. Dabei habe sich herausgestellt,
dass dort niemals Krebszellen aktiv gewesen seien.
Einem Experten zufolge gibt es in seltenen Fällen derartige
"falschen Positiv-Diagnosen". Die Zellen hätten zunächst nach
Krebs aussehen können, sagte Eduardo Faure, Arzt für
Schilddrüsenkrebs in Buenos Aires. In zwei Prozent der Fälle
zeige sich dann aber nach einer gründlichen Untersuchung der
Hormondrüse nach einer Operation, dass sie nicht vom Krebs
befallen wurde.
Die beliebte Politikerin Fernandez hat die drittgrößte
Volkswirtschaft Lateinamerikas in den vergangenen Jahren durch
eine Phase starken Wachstums geführt. Argentinien stellt sich
derzeit aber wie andere Schwellenländer auch auf eine
gedämpftere Entwicklung ein. (Reuters)