ÖSV-Staffel nach Sturz auf Platz drei

7. Jänner 2012, 16:20

Denifl, Bieler, Stecher, Gruber führten nach dem Springen und kurz vor der Ziellinie, mussten sich aber nach einem Sturz von Bernhard Gruber mit dem dritten Platz begnügen

Oberstdorf - Viel hat nicht gefehlt, und Österreichs erfolgreiche Wintersport-Serie des jungen Jahres 2012 wäre auch mit einem Sieg durch die Nordischen Kombinierer versüßt worden. Bernhard Gruber lag am Samstag als Schlussläufer im Weltcup-Mannschaftsbewerb in Oberstdorf nach einem tollen letzten Anstieg in Führung, stürzte aber rund 100 m vor dem Ziel und fiel so noch auf Platz drei zurück. Der Sieg ging nach 51:36,7 Minuten und 4 x 5 Kilometern an Norwegen, hauchdünn vor Deutschland (+ 0,1 Sek.), Österreich fehlten 6,1 Sekunden zum Sieg.

Gruber, Mario Stecher, Christoph Bieler und Willi Denifl hatten nach dem Springen geführt. Startläufer Denifl ging mit 15 Sekunden auf den Norsker Magnus Moan und 18 auf den Deutschen Johannes Rydzek in die Loipe und blieb in Kontakt, Bieler verlor in Runde zwei etwa 20 Sekunden, die Stecher wieder egalisierte. Gruber lief mit Tino Edelmann und Jörgen Graabak zunächst ein so gemächliches Rennen, dass auch Frankreichs Jason Lamy Chappuis noch aufschließen konnte.

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Dank eines starken letzten Anstiegs setzte sich Gruber vom Rest des Feldes ab, dann geriet ihm aber kurz vor dem Ziel ein Stock zwischen die Beine und der Salzburger stürzte. "Ich war mir meiner Sache so sicher und konnte den letzten Stieg wirklich gut durchziehen. Auch in der Abfahrt kamen die Verfolger nicht mehr an mich heran und dann dieser Fehler. Es tut mir sehr leid für das Team", bedauerte Gruber, versuchte aber das Positive hervorzuheben. "Trotzdem weiß ich, dass ich wirklich gut in Form bin und auch als Team wissen wir, dass wir gewinnen können."

"Es ist wirklich ärgerlich, den Sieg so zu verspielen, aber das kann jedem passieren", zeigte Team-"Oldie" Mario Stecher Verständnis. "Ich habe auf der Schanze nicht gerade geglänzt, dafür konnte ich in der Loipe das Loch zur Spitze schließen." Der nächste Teambewerb, in dem Österreich 2011 in Oslo Doppel-Weltmeister wurde, wird übrigens erst wieder in der kommenden Saison stattfinden. (APA)

Auf einem Nebenschauplatz gab es doch noch einen ÖSV-Sieg für die Kombinierer: Tobias Kammerlander gewann den Continental-Cup in Erzurum (Türkei) im Ziel-Sprint.

Ergebnisse vom Mannschafts-Weltcup der Nordischen Kombinierer am Samstag in Oberstdorf:

1. Norwegen (Magnus Moan, Mikko Kokslien, Jan Schmid, Jörgen Graabak) 51:36,7 - 2. Deutschland (Johannes Rydzek, Fabian Riessle, Eric Frenzel, Tino Edelmann) + 0,1 Sek. - 3. Österreich (Wilhelm Denifl, Christoph Bieler, Mario Stecher, Bernhard Gruber) 6,1 - 4. Frankreich 16,9 - 5. USA 1:25,0 - 6. Italien 1:41,0

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Edelmann ist der Ballack der nordischen Kombination. Immer vorne mit dabei, aber im entscheidenden Moment immer der erfolgreiche zweite Sieger!

Ex-Lover von Bundesangie
 
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Ich würde Edelmann auch nicht als Schlussläufer einsetzen. Aber er ist durch den Sturz des Ösis behindert worden und hat an Geschwindigkeit verloren.

Trotzdem hat die deutsche Mannschaft sicher eine größere Zukunft auf dem Podest als die österreichische. Frankreich wird sicher noch stärker und Italien holt mit Riesenschritten auf. Dann kann sich der ÖSV im Nordischen Bereich komplett auf die Skispringer konzentrieren, nachdem bei Langläufern schon lange tote Hose ist und bei den Biathleten so langsam auch.

Is doch alles...super!
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Der Edelmann is ja wohl eine frechheit - der is da 2 runden mehr oder weniger durchgegangen - kein einziges mal vorgegangen, hat zugeschaut wie sich Graabak und Gruber vorne abwechseln und am ende is er noch immer zu schwach um davon zu laufen - ehrlich, das is einfach nur peinlich

Wo woar mei Leistung?
01

Wäre ich sein Gegner, bekäme der eine Schneedusche, dass er nie mehr im Leben Führungsarbeit verweigert.

Wo woar mei Leistung?
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Macht nichts, in Oslo war es wichtig

Der Edelmann bekommt schön langsam ein Verlierer-Image. Jeden Endsprint verliert er. Jetzt sogar schon gegen Graabak.

maxx 77
01

Zumindest hält sich das Mitleid in Grenzen, wenn der ständig Abgesprintete jemand ist, dessen Taktik sich in gefühlt jedem Rennen auf "keinen Meter vorne laufen, im Windschatten Kraft sparen und auf der Zielgeraden attackieren" beschränkt...

Wo woar mei Leistung?
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Die Deutschen sind bekanntlich die ewigen Lutscher. Inzwischen fallen aber die Gegner immer weniger darauf hinein. Insbesondere am taktischen Geschick von Mario Stecher beissen sich die Deutschen immer die Zähne aus.

Joerg A.
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Rot-weiß-rote Brille?

Jaja. Bei den eigenen ist es "taktisches Geschick", bei den anderen "lutschen".

findig
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so ein schmarrn. edelmann war praktisch in jedem rennen in dieser saison der schneepflug und stecher (bei allem respekt für seine spurtstärke) war immer der lutscher in den wm-rennen! es gibt wohl keinen läufer, der konsequenter führungsarbeit verweigert als unseren stecher, aber das ist ja auch seine clevere taktik. so gesehen, ist es kein wunder, dass sich edelmann heute auf anweisung seines trainers mal überhaupt nicht bemühen sollte.

Wo woar mei Leistung?
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Sage ich ja, bei Mario wissen die Deutschen inzwischen, dass ihre Lutscher-Taktik nicht funktioniert. Eher gibt es einen Steher. Bei Gottwald wussten sie hingegen, dass der das nicht aushält und die Lokomotive macht. Immer mehr lassen nun den Deutschen die Führungsarbeit machen. Die Lutscher-Taktik hat bei den Deutschen Tradition (Ackermann, Kircheisen)

Lilo1
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Absolut gut beobachtet!

Habe mich jahrelang über Kircheisens "Taktik" geärgert!

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