Geschäft wäre fast am Streit um EU-Emissionshandel gescheitert
Hongkong - Die chinesische Fluggesellschaft Hong Kong Airlines will laut Medienberichten zehn Airbus A380 kaufen. Der europäische Flugzeugbauer habe mit der Airline vereinbart, die erste Maschine des größten Passagierflugzeugs der Welt im Jahr 2015 auszuliefern, berichteten die Nachrichtenagentur Bloomberg und die Zeitung "Financial Times" am Samstag. Der Kaufvertrag hat nach Katalogpreisen ein Volumen von rund 3,8 Milliarden Dollar (2,97 Mrd. Euro). Airbus wollte sich nicht zu den Berichten äußern, Hong Kong Airlines war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
Wie die "Financial Times" weiter berichtete, hatte die chinesische Regierung im Streit um den europäischen Emissionshandel in der Luftfahrt damit gedroht, das Geschäft mit Airbus platzen zu lassen.
Hohe Geldstrafen
Im Dezember hatte der Europäische Gerichtshof in Luxemburg die seit Anfang 2012 geltende Einbeziehung aller in Europa startenden und landenden Airlines in den EU-Handel mit Verschmutzungsrechten für zulässig erklärt. Widerspenstigen Airlines drohen hohe Geldstrafen oder sogar ein Flugverbot innerhalb der EU. Gegen die Ausweitung des Emissionshandels hatten der US-Luftfahrtverband und drei große US-Fluggesellschaften geklagt. Im September hatte auch Peking mit "Gegenmaßnahmen" gedroht - vor allem gegen Airbus. (APA)