ÖSV-Doppelsieg in Adelboden

Des Hirschers nächster Streich

7. Jänner 2012, 11:45

Marcel Hirscher gewinnt den RTL vor Benjamin Raich, der erstmals nach seiner Verletzung wieder aufs Podest steigen darf

Adelboden - Das österreichische Ski-Team räumt derzeit ab. Die Herren haben am Samstag im Riesentorlauf-Klassiker in Adelboden einen Doppel-Triumph gefeiert. Marcel Hirscher siegte in einem Krimi vor 29.000 Zuschauern auf dem Chuenisbärgli 0,08 Sekunden vor Benjamin Raich, der den ersten Stockerlplatz nach seinem Kreuzbandriss bejubelte. In einem Herzschlagfinale landeten der Italiener Massimiliano Blardone (0,10) und der US-Amerikaner Ted Ligety (0,14) auf den Plätzen drei und vier.

Hirscher, der sich weiter in Hochform befindet, fuhr bereits Saisonsieg Nummer vier ein. Damit hat der 22-Jährige seine Führung im Gesamt-Weltcup ordentlich ausgebaut. Vor dem Slalom in Adelboden am Sonntag (10.30 und 13.30 Uhr) weist der Salzburger bereits 169 Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Aksel Lund Svindal auf. Der Norweger schied am Samstag aus.

Das ÖSV-Team ist im neuen Jahr scheinbar nicht zu stoppen. In den bisher vier Weltcup-Bewerben 2012 gab es ebenso viele rot-weiß-rote Erfolge. Bei den Damen gewannen Marlies Schild (Slalom Zagreb) und Elisabeth Görgl (Abfahrt Bad Kleinkirchheim), bei den Herren schlug Hirscher zweimal zu (Slalom Zagreb, Riesentorlauf Adelboden).

Wenn die Form stimmt

"Momentan fahre ich schon brutal frech", meinte Hirscher nach seinem neuerlichen Husarenritt inklusive einiger Schrecksekunden. So verlor der ÖSV-Jungstar diesmal im ersten Lauf kurz vor dem Ziel den rechten Stock und kassierte einen heftigen Schlag gegen die rechte Hand. Das steckte Hirscher aber ebenso cool weg wie die Magenprobleme, die ihn seit Freitag plagen.

Hirscher weiß, dass er im Moment einfach einen Lauf hat. "Ich muss ehrlich sagen, momentan funktioniert alles sehr, sehr gut. Ich habe eine Riesenfreude beim Skifahren." Nach der Zieldurchfahrt im Finale brauchte Hirscher zunächst einige Momente, ehe er seinen Sieg realisierte. "Ich habe einige Schwünge nicht so gut erwischt und mich eher schlecht gefühlt. Da ist mir das Herz in die Hose gerutscht." Im Riesentorlauf-Weltcup weist Hirscher nur noch 15 Zähler Rückstand auf Ligety auf.

Hirscher sorgte für ein kleines Jubiläum, nämlich den zehnten ÖSV-Sieg in einem Adelboden-Riesentorlauf. Gleich drei davon hat Raich beigesteuert. Und auf einem seiner absoluten Lieblingsberge gelang dem Tiroler nun nach bisher durchwachsenem Saisonverlauf der ersehnte Befreiungsschlag. "Meine Freude ist unglaublich groß. Geholfen hat mir natürlich, dass ich gute Erinnerungen an den Hang habe und er mir sehr gut liegt."

In seinem Revier

Der 33-Jährige hatte sich am 16. Februar 2011 bei der WM in Garmisch-Partenkirchen einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen. Dass er nicht einmal elf Monate später wieder auf einem Weltcup-Podest stand, ließ den Doppel-Olympiasieger 2006 strahlen. "Ich habe immer daran geglaubt, dass ich auf Dauer wieder zurückkomme. Dass es so schnell gegangen ist, ist umso schöner", betonte Raich.

Romed Baumann rundete als Sechster das starke ÖSV-Ergebnis ab, Punkte gab es auch für Marcel Mathis (25.). Philipp Schörghofer stapfte hingegen nach seinem Ausfall im ersten Durchgang schwer enttäuscht aus dem Zielraum. Immerhin nahm der Salzburger aber die Gewissheit mit, dass er schnell ist, sehr schnell sogar. Bis zu seinem Out war er besser als Hirscher unterwegs gewesen. "Das ist extrem ärgerlich, das Podest wäre ganz sicher drinnen gewesen", sagte Schörghofer. Dem 28-Jährigen verschlug es einen Ski so unglücklich, dass er sich auf den Teller eines Skistocks stieg, hängen blieb und den Abflug nicht mehr verhindern konnte.

Die Hausherren hatten im Kampf ums Podest nichts mitzuplaudern, Carlo Janko wurde als bester Schweizer Zwölfter. Besonderes Pech hatte Beat Feuz, der im zweiten Lauf aufgrund eines verirrten Pistenarbeiters abschwingen musste. Feuz fuhr noch einmal mit dem Sessellift an den Start und belegte am Ende Rang 26.(APA)

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Posting 1 bis 25 von 160
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Dr Martin Maier
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Viele Grüße an das österreichische Schiteam. Ihr macht uns viel Freude !!!

Bravo !!!!!

funfan
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Typisch,

dass auf der Startseite der Erfolg der Männer, und nicht jener der Damen zu finden ist.

Der Manner
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Hirschi und Raichi!

Bitte, lieber Standard, mehr Stil, wenn ich bitten darf.

Rudolpho der I
01
Mich kotzt der Alpinsport an!

Warum,weil die ORF Reporter peinlich sind und
schon längst das Niveau vom Hans Knaus er-
reicht haben.

ab ins exil
 
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des geyers schwarzer haufen.

niki123
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wenn kostelic den gesamt wc gewinnen kann, dann kann es ein hirscher auch!

sysiphos
 
01
kostelic fährt aber mehr disziplinen!!

auch super-g und sogar abfahrt und macht da auch punkte!! so gesehen schon schwer, denn es kommen noch fünfzehn oder so abfahrten und super-gs, wo svindal etc viel holen können...
aber möglich ist natürlich alles... wäre cool :-)

MarcoMadre
01
wenn er 999 punkte im jänner macht

ja dann schon.

vor dieser leistung muss man schon respekt zollen. kostelic hat das geschafft.

gratis trinken
02

Ohne polzer waers ein netter nachmittag gewesen.

tho_mi
01

Also ganz so rosig ist's nun auch wieder nicht, im Slalom hat Hirscher's Erfolg ja nur über das mannschaftlich schlechte Ergebnis hinweggetäuscht, da hatten wir schon ganz andere Zeiten und die sind noch keine zehn Jahre her.

captivity of negativity
00

Ö sollte nicht die gleichen Fehler machen wie die ch im rtl. Da wurde wegen den erfolgen von janka auch alles rosig gesehen und jetzt siehts bitter aus.

Modjo
00

Die Schweizer schaffen es schon jahrelang nicht, gescheiten Nachwuchs in den technischen Disziplinen aufzubauen. Ganz schlimm schaut es im Slalom aus, wo es keinen einzigen Läufer gibt, der in die Top 10 fährt. Dafür haben die Schweizer die konstantere Speedmannschaft.

wirsinddiedoofen
54
Österreich und Skifahren ist wie selbstverliebtes Spiegelonanieren

Wo woar mei Leistung?
10

Erzählen Sie mal, worin die Ähnlichkeit besteht. Sie kennen sich offensichtlich mit beiden Materien sehr gut aus.

wirsinddiedoofen
00
hoho was für ein brillianter conter

ganz nach dem motto "mir wurde zuviel ins hirn gewichst"

don't follow me
00

Stimmt. Es erfreut die Nation, und erweckt den Neid wenig potenter Betrachter..

norici
00

nationalistisches wohlgefuehl

mein freund
01

genau. trotzdem total schön und aussenstehende (die halt nix reissen) verstehen das nicht. lmaa...

ol_blue_eye
62
siegte in einem Krimi

Was ist denn mit den Sportjournalisten los? Permanent hoer ich was von Fussballkrimi....dann siegt der Hirsch in einem Krimi?

Mir ist schon klar, dass diese Gruppe wenig liest, aber was ein Krimi ist, sollte doch schon klar sein.

wikipedia: Bei einem Krimi geht es in der Regel um ein Verbrechen, meist einen Mord oder ein sonstiges rechtlich schweres Vergehen,.......

gratis trinken
13

Eierkopf

tho_mi
11

Langeweile?

Poidl_Grausam
11

ein (guter) Krimi sollte aber spannend sein. Gechecked?

Modjo
00

Vielleicht wäre es besser, von einem Thriller zu sprechen, als von einem Krimi.

ol_blue_eye
20

Sorry, aber was ein Krimi ist, laesst sich recht genau definieren.

Und nicht alles was spannend ist, ist automatisch ein Krimi. Gechecked?

Poidl_Grausam
13

offenbar ist die (lt. deiner definition) unbelesene zielgruppe eher fähig ums eck zu denken als du.

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