Nikon D4: Geschwindigkeit statt Pixel

7. Jänner 2012, 11:49
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Die Nachfolgerin der D3S macht bis zu 11 Bilder/s im FX-Format

Nikon hat kurz vor der PMA in Las Vegas mit der D4 eine neue DSLR vorgestellt. Dabei wurde weniger Augenmerk auf viele Megapixel gelegt als auf eine hohe Auslösegeschwindigkeit. Der neu entwickelte CMOS-Sensor im FX-Format (Vollformat) ermöglicht Serienaufnahmen mit bis zu 11 Bildern/s im FX-Format. Um die Datenmenge verarbeiten zu können, benötigt man eine schnelle Speicherkarte.

IS0 204.800

Die D4 hat zwei Kartenslots. Einen für CF-Karten und einen für die neuen XQD-Karten. Neben der Geschwindigkeit zeichnet sich der Sensor auch durch geringeres Rauschen und höhere Lichtempfindlichkeit aus. Die Nikon D4 schafft ISO 50 - ISO 12.800. Mit Unterstützung des Hi4-Modus kann sogar ISO 204.800 erreicht werden. Der neue Belichtungsmesser ist mir 91.000 Messpunkten ausgestattet. Das Vorgängermodell D3S hatte 1005.

Neuer Autofokus

Nicht nur der Sensor arbeitet schnell. Die Ein- und Ausschaltzeiten will Nikon stark verkürzt haben. Auch der Autofokus wurde gegenüber der Vorgängerin D3S verbessert. Es stehen 51 Messfelder zur Verfügung, 15 davon sind Kreuzsensoren. Auch wenn die Anzahl der Megapixel nicht im Vordergrund standen, hat die D4 mit 16,2 mehr als die D3S mir 12,1 Megapixel.

GPS und WLAN

An die Kamera lassen sich ein externes GPS-Modul und ein WLAN-Modul anschließen. Die Module können auch gleichzeitig genutzt werden. Mit der Software "Nikon Camera Control Pro 2" kann die Kamera vom PC aus ferngesteuert werden. Mit Hilfe eines Webinterfaces kann die D4 auch drahtlos gesteuert werden.

Video

Videos können mit der D4 in FullHD aufgezeichnet werden. Dabei kann man die Bildrate auf 24, 25 oder 30 Bilder pro Sekunde einstellen. Nikon hat den Verschluss überarbeitet und an die besonderen Anforderungen beim Filmen angepasst. Das Kevlar-Kohlefaser-Verbundmaterial ist auf 400.000 Auslösungen ausgelegt. Wer neben guter Bildqualität auch eine gute Tonqualität möchte, muss ein externes Mikrofon anschließen. Das interne Mikrofon nimmt Ton nur in Mono auf. Langfilme sind mit der Nikon nicht möglich, die Aufnahmedauer ist auf 29 Minuten beschränkt.

Outdoor

Die D4 eignet sich auch für Outdoor-Aufnahmen. Das Gehäuse ist Spritzwasser- und Staubdicht. Dank einer speziellen Thermo-Farbbeschichtung soll sich das Gehäuse in der Sonne nicht all zu sehr aufheizen. Die D4 ist ab Mitte Februar erhältlich und soll 5930 Euro kosten. (soc)

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  • Die Nikon D4 ist schnell
    foto: nikon

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