Plus 40 Prozent: Linux wächst am Desktop

7. Jänner 2012, 08:52
  • Artikelbild
    foto: apa/dpa

    Einige WebStandard-Redakteure nutzen Linux am Desktop seit über zwölf Jahren

Auf Arbeitsplatzrechnern konnte das Open-Source-Betriebssystem bisher nur schwer Tritt fassen

Auf Serversystemen und Smartphones und hat sich Linux einen hervorragenden Namen gemacht. Am Desktop konnte das Open-Source-Betriebssystem nur schwer Tritt fassen, obwohl jeder, der schon einmal mit einem Windows-PC oder Mac gearbeitet hat, auch mit Desktop-Linux zurecht kommt und es keine Lizenzfesseln gibt.

Marktanteil auf dem Desktop um über 40 Prozent gestiegen

Laut den Marktforschern von Net Applications wird Linux allerdings zunehmend auch auf Arbeitsplatzrechnern eingesetzt. Demnach ist seit Sommer 2011 dessen Marktanteil auf dem Desktop um über 40 Prozent gestiegen, so der aktuelle NetMarketShare-Bericht.

100.000 bis 150.000 neue Nutzer pro Monat

Im Dezember des vergangen Jahres lief das offene Betriebssystem auf 1,41 Prozent der erfassten Desktop-Systeme. Sechs Monate zuvor hielt Linux einen Marktanteil von rund 1,0 Prozent. Insgesamt zählte Net Applications 160 Millionen Unique User. Demnach wächst Linux um 100.000 bis 150.000 Nutzer pro Monat.

ChromeBooks?

Den Grund für das Wachstum nennt Net Applications nicht. Heise.de vermutet die Verbreitung von ChromeBooks oder eine Veränderung der Messmethode hinter dem Wachstum.

Windows und Mac

Platzhirsch am Desktop bleibt Windows. Das Microsoft-Betriebssystem hielt im Dezember 2011 einen Marktanteil von 92,2 Prozent. Mac OS findet sich auf 6,4 Prozent aller gezählten Desktop-Systeme. Bei mobiles Systeme dominierte 2011 iOS von Apple. (red)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 630
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14
LeChacal
01
part 2

Nicht falsch verstehen - ich liebe die Unixoiden gerade deswegen, weil sie "freaky" sind (gestern habe ich einem 386er SX, 4MB RAM, eine neue 80 GB(!)-Platte verpasst - mit FreeBSD 2.2.9, wo die CHS der Platte keine Rolle spielen)... aber Linux funktioniert "in der Verbreitung" genau so wie Windows: Man muss es jemandem vorkonfigurieren. SELBST machte das KAUM jemand gern. (Windows ist ja nicht besser - wie oft hören wir von WinXP-Benutzern, die es wagen, es selbst zu installieren, "Kannst du bitte die Ballons unten rechts wegmachen? Die nerven!")

Mathias Steinlaus
 
00
Man muss es jemandem vorkonfigurieren.

Für 99% der User sind die fixfertigen Distributionen mehr als ausreichend genug ... und nur wirklich 1 % würden selber kompilieren in Betracht ziehen ... ist zu vernachlässigen, weil die Standarddistros schon sehr viel mehr zu bieten haben als Microsoft oder Apple zu Träumen wagen ...

LeChacal
00
Unixoide SIND freaky.

Nun, es IST ein System für... nennen wir es, "Enthusiasten". Das ist nicht negativ - ich bin auch einer; aber es ist eine Tatsache. Z.B. der "Öffnen mit"-Dialog in Ubuntu, wenn man eine Datei herunterlädt: Allen Ernstes kann ich nicht sagen "Editor", sondern muss auf /usr/bin/gedit verweisen; und wie soll ein "normaler" User draufkommen, was wo ist, so unter /bin, /sbin, /usr/bin, /usr/sbin, /usr/local/bin, /usr/local/sbin ... ? Wie schaut es aus mit den verschlüsselten Partitionen unter CentOS? - Da kann man auf "File System" klicken (das verschlüsselte Zeug), würde ich aber "64 GB..." ansteuern (also die (unverschlüsselte) Hauptplatte per se) ist es der falsche Ort - logisch?! Wieso wird die dann überhaupt noch angezeigt?! (Fortsetzung)

novalue
00

das sind aber nunmal so gnome eigenheiten.. der "öffnen mit" dialog zb. bringt bei kde die programm liste (so wie es sein sollte) und wenn man weiss wie das programm heisst kann man auch einfach "amarok" reintippen und es geht auch.

LeChacal
00

Na, na, das gilt nicht. Denn dann werde ich bei einer KDE-Eigenheit auf Gnome verwiesen. Und was ist nun mit meiner ach so tollen Freiheit, wenn dann doch nur sehr wenig WIRKLICH funktioniert?

Das ist keine obskure Macke, wie es sie z.B. beim Rendering der Start-Icons bei Windowmaker gibt, sondern Designschwächen einer der zwei Haupt-Desktopumgebungen, zumindest in ihrer Vorversion. ;)

So was fällt Ihnen deswegen nicht auf, weil Sie wissen, was Sie tun. Aber Computer sind auch für die, die es nicht wissen, und der, der das versteht, der gewinnt am Markt... (Bill & Steve haben es sehr wohl kapiert!)

novalue
01

das ist allerdings eine obskure macke.. vorallem wenn man bedenkt dass gnome aber auch überall wo es nur geht abspeckt und minimalisiert um ja alles so einfach wie möglich zu halten.. für mich ein schwerer usability bug der mich sogar dazu geführt hat nur kde zu verwenden... aber ja.. es gilt nicht.. denn es ist einer der linux definierenden desktops... (wobei ich zugeben muss hier nur gnome2 wissen zu besitzen)

im übrigen bin ich sehr interessiert an beispielen bei denen es umgekehrt ist.. ich programmiere zwar nicht aber ich kommuniziere gerne mit entwicklern (kwin, plasma, dolphin, kdenlive, amarok, etc.) und habe auf diesem wege schon manche änderung erreichen können..

LeChacal
00

Tut mir leid - seit Jahren kein KDE mehr selbst verwendet ... (nur bei zwei Kumpels mit der Installation geholfen - der eine will nie mehr zu Gnome zurück).

Aber Grün dafür, dass Sie sich ebenfalls die Mühe machen, den Entwicklern Bescheid zu sagen! Ich finde ja, dass Bug-Reports überhaupt einen großen Anteil am Erfolg einer Software ausmachen...

Atheist von Gottes Gnaden
24

ich poste meine antwort an achmo ledbid direkt, damit der unsinn, den er da postet schneller nach unten wandert. linux/unix hatte schon ein zentrales betriebssystem management, da hat windows noch gar nicht existiert. firefox am beispiel ubuntu: hier passiert das update genauso wie bei allen anderen programmen im ubuntu repository, naemlich ueber den zentralen software manager. und natuerlich geht das nur mit admin rechten. und der user muss da gar nichts machen.

LeChacal
00
Stimmt nicht.

Man musste sich alles selbst zusammensuchen - vielleicht sogar selbst kompilieren. (Es ist heute z.B. sehr schwer, eine wirklich alte Distri zu betreiben, wenn nicht alles "eh mitgeliefert" wird. Denn die Verweise auf die FTP-Seiten mit den Programmen sind nur mehr in 5-10% der Fälle valide.) - Man sehe z.B. Slackware, wo man sich im Grunde selbst um die Abhängigkeiten zu kümmern hatte...

Und unter Windows wurden - abgesehen von MS Office - v.a. DOS-Programme betrieben, zumindest in der Anfangszeit. Und die liefen super bis hin zu Win98... und dann fing auch schon die Zeit von DOSBox & Co an... Sie glauben ja gar nicht, wie viele Unternehmen noch Custom-Lösungen haben, sogar in BASIC, die aber eben behalten werden, weil sie funktionieren!

Mathias Steinlaus
 
01
Slackware

Naja, es ist ja Ihre freie Entscheidung, sowas zu installieren.. niemand hat Sie dazu gezwungen .. Ihre Argumentation kann so nie für die Masse der User gelten!

Selbst als langjähriger Linux-User hat man gerne mal ein fixfertiges SuSE, Debian oder Mandriva ;-)

novalue
00

alte distris zu betreiben ist wahrlich kein zuckerschlecken... ubuntu vereinfacht hier das verfahren etwas durch die verschiedenen ppa's (backports in dem fall)

ich mache eigentlich jeden versionssprung der distribution mit weil ich so immer auch bei der anwendungssoftware am neuesten stand bleib und keine probleme habe.. es reicht aber aus von LTS zu LTS zu springen um u2date zu bleiben dank backports.

LeChacal
01

von LTS zu LTS... ja, genau dies tue ich! :D (Und ich freue mich schon sehr auf den 5J-Support bei Ubuntu 12.04!)

Achmo Ledbid
00
ich meinte..

..mit zentralen management über netzwerk zentral. dass jede distri seine eigenes paket-management hat (die sehr guten sogar mit sauberen dependencies-check) und auch zentrale konfigurationstools mitbringen ist klar. aber im unternehmen spricht man von zentraler administration wenn man alle clients über das netzwerk konfiguriert an einem punkt. im fehlt den im unternehmen eine OSS-alternative für AD/GPO/SW-Verteilung. und nein, LDAP ist kein AD, und nein, AD ist kein reiner verzeichnisdienst. da bin ich gern diskussionsbereit, meine kritik ist kein trollen sondern persönliche erfahrung.

motd
12
sorry Sie posten Bullshit

Das Softwaremanagementsystem alter Unixe nennt sich gcc.
Geh mit deinem Ubuntu spielen und lerne, dann poste.

Freud’scher Verbrecher
01

In diesem Thread finden sich einige Beiträge, die den Linux-Usern arrogantes Verhalten vorwerfen. Ich habe versucht, dies zu entkräften ( http://derstandard.at/plink/132... 6/24334444 ) ... Ihre entbehrliche Wortwahl ist leider ein gefundenes Fressen für all jene, die Linux-User ins Arroganzeck drängen wollen.

Atheist von Gottes Gnaden
02

danke fuer die schützenhilfe. leider gibt es immer noch zahlreiche ITler, die ihrem frust freien lauf lassen. dabei hat man extra den system administrator appreciation day eingeführt, um diesen wahnsinn ein bisschen einzudämmen.

die gcc (gnu compiler collection) gibts erst seit GNU. und Gnu is Not Unix, wie sogar wir halbgebildeten wissen.

motd
20
Ich habe nicht auf ihr Post geantwortet

Oder brauchen sie für ihre Propaganda jetzt schon mehrere Nicks.
Sorry ich bin Techniker, und Halbgebildete sollen sich ins Politikforum verabschieden.

Atheist von Gottes Gnaden
01
hier noch mal extra fuer sie:

die gcc (gnu compiler collection) gibts erst seit GNU. und Gnu is Not Unix, wie sogar wir halbgebildeten wissen.

Freud’scher Verbrecher
01

Sie richten sich selbst ... Danke, kein weiterer Kommentar.

opryde
01

für unix mag das stimmen, aber nicht für linux, weil das zum einen lange nach windows kam und zum anderen - achtung, klugscheisserei - kein anerkanntes unix ist.

Mathias Steinlaus
 
00
grün ...

.. man könnte ja auch Unix-Derivat schreiben... gilt disbezüglich auch für BSD und deren Derivate :-)

Speziell wird es dann, wenn man bedenkt, daß Unix ursprünglich als "offenes System" entwickelt wurde, und dann durch "kommerzielle Geier" zu "closed source" wurde ...

AlBundyFan
 
22
blödsinn - er hat teilweise recht

es gibt kein ZENTRALES betriebssystem management.
jede distro hat da was anderes und es funktioniert auch bei einigen völlig unterschiedlich.

und solange nicht in den wesentlichen teilen jedes linux, unabhängig von der distro, gleich funktioniert gibt es kein linux sondern nur viele distros die eigentlich eigene betriebssysteme sind.

LeChacal
00
Nicht zu vergessen die Mischungen!

Wenn sie von rpm zu deb mit alien irgendwas transportieren, oder irgendein make install machen, wo es aber kein make deinstall gibt oder es nicht funktioniert oder irgendwas entfernt, was es beibehalten sollte... oder wenn zwei Pakete plötzlich verschiedene Versionen von derselben Abhängigkeit fordern (oder nicht fordern, sondern einfach abstürzen, wenn die sich geändert hat)! - Ungefähr so benutzerfreundlich wie Versicherungsverträge... Es hat sich natürlich viel getan und es ist heutzutage viel reifer und runder als noch vor 5 Jahren... aber man sollte es nicht verklären. ;)

honni soit
20
Stimmt, da hat der Arme ja zielsicher

den grössten Schwachsinn verzapft der überhaupt möglich ist. Gerade die Software-Repositories sind ja eines der Hauptmerkmale von Linux-Distributionen gegenüber anderen "Betriebssystemen".

Charlie Brown
00

Ich glaube die Antwort geht an Achmos Frage vorbei: gemeint war wohl eine Alternative zum Domain Controller / Active Directory - System von Windows. Das ist wirklich eine Stärke der MS-Architektur imho.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 630
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.