Justiz stellt Verfahren gegen Ex-Militärmachthaber ein

6. Jänner 2012, 22:35

80-jähriger Oscar Mejia für prozessunfähig erklärt

Guatemala-Stadt - Der frühere Militärmachthaber Guatemalas, Oscar Mejia, entgeht einem Prozess wegen Kriegsverbrechen und Völkermordes. Die zuständige Richterin Carol Patricia Flores teilte am Freitag mit, dass sie das Verfahren gegen den 80-Jährigen wegen Prozessunfähigkeit einstelle. Ärzte hatten Mejia bescheinigt, er leide unter geistigem und körperlichem Verfall.

Am 10. Oktober war Haftbefehl gegen Mejia ergangen, der von 1983 bis 1986 in dem zentralamerikanischen Land herrschte und dem Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Bürgerkrieges (1960-1996) vorgeworfen werden. Mejia hatte sich 1983 an die Macht geputscht; sein Vorgänger Efrain Rios Montt ist heute Parlamentsabgeordneter. Die Jahre ihrer Herrschaft gelten als die blutigste Periode im guatemaltekischen Bürgerkrieg.

Laut einem Bericht der nach dem Ende des Bürgerkrieges eingesetzten "Wahrheitskommission" wurden in dem 36 Jahre andauernden Konflikt zwischen Armee und linksgerichteter Guerilla rund 200.000 Menschen getötet oder verschwanden. Im August des vergangenen Jahres wurden erstmals vier Ex-Militärs wegen eines Massakers an 201 Dorfbewohnern verurteilt, das 1982 begangenen worden war. (APA)

Ernst Guevara
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unsere tägliche APA-lüge gib uns heute

die 250.000 opfer sind nicht opfer des "konfliktes zwischen armee und guerilla" gewesen. bewaffnete zusammenstösse gab es nicht soviele im bürgerkrieg in guatemala. die meisten der opfer sind massakern zum opfer gefallen, die die armee im zuge ihrer politik der "verbrannten erde" an den indigenen verbrochen hat. da die austria propaganda agentur die wahrheitskomission zitiert, müsste sie das eigentlich wissen. der bericht "dokumentiert 669 Massaker, von denen 626 durch Staatsorgane verübt wurden".
http://www.gerechtigkeit-heilt.de/texte/chi... -2002.html
http://www.oneworld.at/start.asp?ID=231523

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