Kulturmanager

Einkommensbericht: Schröder löst Seipel ab

6. Jänner 2012, 18:48
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    foto: apa/herbert neubauer

    Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder bei der Präsentation der aktuellen Ausstellung "Rene Magritte - Das Lustprinzip"

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    grafik: der standard

Der Direktor der Albertina war laut Rechnungshof 2010 der bestverdienende Kulturmanager Österreichs

Auf Platz zwei hinter Klaus A. Schröder folgt Sabine Haag, die Chefin des Kunsthistorischen Museums.

Wien - Jahrelang hatte Wilfried Seipel als Generaldirektor des Kunsthistorischen Museums das Ranking der bestverdienenden Kulturmanager des Landes angeführt. Nun, nach seinem nicht ganz freiwilligen Abgang, gibt es einen neuen Spitzenreiter: Klaus Albrecht Schröder, der Direktor der Albertina, verdiente im Jahr 2010 laut Einkommensbericht des Rechnungshofes 275.500 Euro. Im Jahr zuvor hatte er 213.300 Euro erhalten. Schröder durfte sich also über eine Gehaltssteigerung in der Höhe von 62.200 Euro beziehungsweise 29,16 Prozent freuen.

Das Leitungsduo des Kunsthistorischen Museums bleibt aber das teuerste unter all den Kulturinstitutionen, die vom RH geprüft werden. Denn Sabine Haag, Seipels Nachfolgerin, kam 2010 auf 270.900 Euro - und Paul Frey, der kaufmännische Direktor, auf deren 220.600. Der Einkommensbericht legt die Gehälter zwar anonymisiert offen, allerdings unterscheidet der Rechnungshof erstmals zwischen Frauen und Männern. Bei je einem weiblichen und einem männlichen Mitglied in der Geschäftsführung ist die Zuordnung daher recht einfach.

Aufgrund der exakteren Darstellung wird ersichtlich, dass Helga Rabl-Stadler, Präsidentin der Salzburger Festspiele, 175.300 Euro verdiente. Ihre männlichen Kollegen im Direktorium kamen im Durchschnitt auf je 199.400 Euro. Jürgen Flimm hat in seinem letzten Jahr als Intendant aber bedeutend mehr verdient als der Schauspieldirektor und der Konzertchef; sein Einkommen dürfte um die 260.000 Euro betragen haben. Ähnlich viel verdienen dürfte auch Dominique Meyer. Er trat seinen Job als Direktor der Staatsoper im Oktober 2010 an; die in der Grafik (siehe links) angeführte Summe ist daher eine Hochrechnung aufs gesamte Jahr.

Ähnlich vorgegangen werden musste im Fall des Burgtheaters: Matthias Hartmann übernahm die Direktion mit Oktober 2010. Die Gehälter von Hartmann und Meyer liegen in etwa auf dem Niveau von jenen der Vorgänger Klaus Bachler bzw. Ioan Holender. Einen massiven Einkommensunterschied gibt es aber im Fall des Mumok: Karola Kraus, die neue Direktorin, erhält erheblich weniger als ihr Vorgänger Edelbert Köb. Auf das gesamte Jahr hochgerechnet verdiente Köb 251.900 Euro, Kraus hingegen nur 140.000.

Das vom STANDARD zusammengestellte Ranking ist leider wieder lückenhaft: Die Wiener Sozialdemokraten weigern sich beharrlich, die Gehälter offenzulegen. Einige Kulturmanager von Institutionen in Wien, die nicht der RH-Kontrolle unterliegen, würden in der Liste ganz oben zu finden sein, darunter Luc Bondy (Wiener Festwochen), Herbert Föttinger (Theater in der Josefstadt) und das Leitungstrio der Vereinigten Bühnen Wien mit Generaldirektor Thomas Drozda. Die Bezüge von Operndirektor Roland Geyer und Katrin Zechner, bis Ende 2011 Musicalchefin, übertrafen, wie das Kontrollamt kritisierte, "um mehr als 80 Prozent die Vergleichswerte" der Geschäftsführer in der Wiener Holding, zu der die VBW gehören. (Thomas Trenkler / DER STANDARD, Printausgabe, 7./8.1.2012)

Kommentar posten
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Cooper the Bloom1
 
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19.1.2012, 02:37
Das unappetitliche an diesen Zahlen ist nicht so sehr

die Höhe der einzelnen Gehälter, sondern der eklatante Unterschied dieser Höhe zu denen der Mitarbeiter. Als Lehrbeauftragter an einer Uni verdient man netto knapp soviel, wie man einer Putzfrau zahlt, als Freier Theaterkünstler mitunter sogar weniger. Man sollte ein bestimmtes Verhältnis einführen, das innerhalb einer staatlich finanzierten Institution nicht überstiegen werden darf. Als Ratio würde ich 1:4 vorschlagen, maximal!

Polarschwimmer
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17.1.2012, 22:58
da werden sich die ...

... kritiker von matt aber jetzt ordentlich in den hintern beißen, dass er nicht auf der liste ganz oben steht (oder überhaupt vorhanden ist) ...

iqbeastie
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sagenhaft -

das ist doch echt das letzte........

Morpheus
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Orientierung an Durchschnittsgehalt der MitarbeiterInnen

Ich finde es frivol, wenn der Chef des Hauses das 8fache des Durchschnittsgehalts seiner MitarbeiterInnen erhält. Man sollte hier eine Relation festlegen, z.B. "max. das 5fache des Durchschnittsgehalts" oder ähnlich. Da ist nur Karola Kraus im Rahmen, was ihr hoch anzurechnen ist. Das mumok setzt hier ein sehr positives Beispiel.

Keikobad
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Lackenbucher

Bei den Bundestheatern wurde soeben ein neuer hoher Verwaltungsposten für Herrn Lackenbucher geschaffen. Es wäre interessant zu erfahren, was er für ein Gehalt bezieht.

a weng
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seine bisherige stelle im ministerium wurde nicht nachbesetzt. es wäre also interessant zu wissen, was er dort überhaupt getan hat.

Keikobad
00

Und ebenso wäre es interessant, was er bei den Bundestheatern zu tun hat. Diese Stelle gab es nämlich bisher nicht. Im Schatten der Pelinka-Affäre geht dieser parteipolitischer Postenschacher problemlos durch.

donna corleona
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Gehalt Föttinger

Warum wird das Theater in der Josefstadt nicht vom Rechnungshof geprüft??
Laut Kurier, siehe unten, wird das Theater zu 53 Prozent von der Stadt Wien und zu 47 Prozent vom Bund subventioniert.
http://kurier.at/kultur/43... bstanz.php

Easy Rawlins
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Weil das Prüfungsrecht des Rechnungshofs dann besteht, wenn die öffentliche Hand an einer Gesellschaft mit über 50% beteiligt ist (was hier nicht der Fall ist) und nicht davon abhängt, wieviel Protzent der Subventionen sie beiträgt. Der RH könnte allenfalls die Subventionsvergabe an das Theater überprüfen, aber nicht das Theater selbst.

nihil obstat
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Schaut er deswegen so abgekämpft aus?

ich nicht
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wetten: bondy's gage schiesst den vogel ab!

Cooper the Bloom1
 
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19.1.2012, 02:28
Voreiligen Jahren wurde sein Gehalt mit 350.000€ pro Jahr publiziert...

nicht schlecht, für ein 4 wöchiges Festival mit einem Heer von Dramaturgen und Produktionsleitern, die einem ermöglichen, als "dayjob" das zweitgrößte Theater von Paris zu leiten...

ich nicht
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schroeders umbau der weltklassegrafiksammlung und ausstellungsinstitution albertina zur ausstellungsallerweltsshow ...

ist eine themenverfehlung, fuer die die gage zu hoch ist.

Engel Bert
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Stimmt nur zum Teil, die Ausstellungen sind fast durchwegs sehr gut,

besser als die Konkurrenz (Belvedere, MUMOK, Essl, etc.).

Wer will nochmal??
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Die Wiener Sozialdemokraten weigern sich beharrlich, die Gehälter offenzulegen.

Die Wiener Sozialdemokraten weigern sich beharrlich, die Gehälter offenzulegen.
Die Wiener Sozialdemokraten weigern sich beharrlich, die Gehälter offenzulegen.
Die Wiener Sozialdemokraten weigern sich beharrlich, die Gehälter offenzulegen.
Die Wiener Sozialdemokraten weigern sich beharrlich, die Gehälter offenzulegen.
Die Wiener Sozialdemokraten weigern sich beharrlich, die Gehälter offenzulegen.

SO SIEHT SOZIALE Demokratie aus.
Abgehoben bis zum Sanktnimmerleinstag.
Ein WUNDER, wenn Strache gewinnt und gewinnt und gewinnt?

DIE SPÖ sollte danach die Strachesuppe auslöffeln und zur Verantwortung gezogen werden und zwar mit nachträglichen KONSEQUENZEN - denn das ist die Bedeutung von "Verantwortung"!!!
Zum Schämen. Traurig.

Elisa B
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Privatisierungsgewinn

ja vor der Ausgliederung waren die DirektorInnen im Beamtenschema mit rund 100.000 im Jahr. Ausgliedern bereichert!

Hubert Hawkins
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Als Steuerzahler fühle ich mich gerade nicht bereichert.

xy gelöst
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Gagen zu hoch

Nachdem dies der öffentlichen Bereich ist und Museen in Wien Selbstläufer sind, erscheinen mir 22.000 € monatlich doch sehr hoch, da sie auch kein Erfolgsrisiko tragen;

byron sully
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im vergleich zu managerInnen in anderen bereichen ist das nicht wirklich viel.

andkos
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aha

dann her damit, ich welchen bereichen ist das nicht viel?

Engel Bert
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Homepageberater von Grasser?

byron sully
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es gab grad vor ein paar tagen eine gehälterauflistung bezüglich staatsnaher betriebe. da waren die gehälter um einiges höher. aber die sind ja nicht im linkslinksbösen kulturbereich, also werden die allgemein akzeptiert.

Karlgaard
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Glenn D. Lowry vom Museum of Modern Arts in New Zork verdient zwischen 2 und 2,7 Mio USD je nach Erreichen der Auslastungskriterien.

IHR WERNER HANSCH
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schee fia eam.

aber der schroeder würde es in NEW ZORK wohl nicht unter 5mio machen

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